Bush´s Texas-Deal

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neuester Beitrag: 27.07.02 02:12
eröffnet am: 21.07.02 02:33 von: Zick-Zock Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 27.07.02 02:12 von: spucky Leser gesamt: 499
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21.07.02 02:33

9439 Postings, 6914 Tage Zick-ZockBush´s Texas-Deal

Der Texas-Deal


Die Glaubwürdigkeit von US-Präsident George W. Bush bröckelt so rasch wie der Dow-Jones-Aktien-Index. Ihm wird vorgeworfen, sein Vermögen als Unternehmer durch illustre Deals und Insidergeschäfte gemacht zu haben. Sein damaliger Förderer Mercer Reynolds wirkt mittlerweile in der Schweiz ? als US-Botschafter in Bern.

Peter Hossli, New York  +++ http://www.hossli.com

James Runzheimer ist wütend. «Bush ist bloss ein reicher Mann geworden, weil er vom Staat Sozialhilfe bezogen hat», sagt der konservative Anwalt aus Texas zu CASH. «200 Millionen Dollar stahl er von den Steuerzahlern.»
Der angebliche Klau machte den bis dahin glücklosen Geschäftsmann Bush in den neunziger Jahren zum Millionär. Aus einer Investition von 606000 Dollar in ein abgetakeltes Baseball-Team waren beim Verkauf 1998 innert neun Jahren 15 Millionen Dollar geworden.
Den Baseball-Deal, seinen Reichtum und den Einzug ins Weisse Haus bescherte ihm indirekt Mercer Reynolds III., ein silberhaariger, eleganter und hoch begabter Financier aus Ohio. Heute amtet er als US-Botschafter in Bern.
Zusammen mit Geschäftspartner William DeWitt leitete Reynolds 1989 den Kauf der Texas Rangers ein. Weil sie einen Texaner und gute Kontakte zur lokalen Politik benötigten, offerierten sie Bush eine Beteiligung. Der kannte die politischen Gepflogenheiten im Süden weit besser als die Investoren aus Ohio.
Sie sollten recht bekommen. Der Wert der Rangers vervielfachte sich rasch, vornehmlich durch den Bau eines neuen Stadions in Arlington bei Dallas.
Eine Sportstätte ? und hier kommt der von Runzheimer reklamierte Klau ?, die nicht die privaten Investoren, sondern Arlingtons Steuerzahler finanzierten. Ermöglicht hatte es George W. Bushs Nähe zum Weissen Haus; dort residierte sein Vater, George H. W. Bush.
Das ging so: Gegen den Bürgermeister von Arlington, Richard Greene, waren Anfang der neunziger Jahre zwei happige Klagen der US-Regierung hängig: Im so genannten Savings-&-Loan-Debakel soll er einen Verlust von 2,5 Milliarden Dollar mitverschuldet haben.
Wochenlang verhandelte Bush Jr. mit Greene über die Einführung einer neuen Steuer, mit der das Stadion bezahlt werden sollte. 12 Tage bevor die Steuer in einer Abstimmung abgesegnet wurde, zog die US-Regierung eine erste Klage gegen Greene überraschend zurück. Die zweite folgte. «Der Einfluss von Bush Jr. auf Bush Sr. war enorm», so Runzheimer, «er brachte den Vater dazu, die Klagen fallen zu lassen.» Greene öffnete im Gegenzug die Staatsschatulle ? und bezahlte Bushs Stadion. Damit sei Bush zum «grössten Sozialhilfebezüger Texas?» geworden, sagt Runzheimer, der jahrelang gegen Stadion kämpfte. «Es ist ein Schlag ins Gesicht des Kapitalismus?.»
Eingefädelt hatte es Botschafter Reynolds. Die beiden kannten einander schon Jahre zuvor, verkehrten privat wie geschäftlich. Geriet einer in Not, half der andere aus. Meist amtete allerdings der erfolgreichere Reynolds als Bushs Krücke.
So kaufte Reynolds 1984 zusammen mit Partner DeWitt Bushs beinahe bankrotte Ölfirma Arbusto Energy ? und setzte den gescheiterten Ölmann als CEO der Ölfirma Spectrum 7 ein. Bush bewies erneut keine glückliche Hand. Spectrum 7 verschuldete sich und wurde 1986 von Harken Energy übernommen. Bush und seine Partner erhielten Harken-Aktien im Wert von 2 Millionen Dollar, Bush zudem einen Sitz im Vorstand.
Doch auch Harken hatte Probleme. Das Bargeld wurde rar. Bush schaute sich um ? und fand Hilfe in der Schweiz. Ein zwielichtiger Bankier und Freund von Bushs Vater und dessen Vorgänger Ronald Reagan, Jackson Stephens, überzeugte die damalige Schweizer Bankgesellschaft davon, in Harken 25 Millionen Dollar zu investieren, was der Bank einen Anteil an Harken von 5,5 Prozent bescherte. UBS-Sprecher David Walker bestätigt die damalige Investition.
Grosse Wellen wirft derzeit Bushs Ausstieg bei Harken im Juni 1990. Zwei Monate nachdem er seine Aktien mit einem Gewinn von 200 Prozent abstiess, gab Harken einen Verlust von 23,2 Millionen Dollar bekannt. Innert sechs Monaten verlor Harken 60 Prozent an Wert. Ein illegales Insidergeschäft, sagen Demokraten.
«Demokraten und die Medien-Hunde bellen unter dem falschen Baum», leitartikelte diese Woche die «New York Times». Wirklich «abscheulich» sei nicht Harken, sondern Bushs Landhändel in Arlington ? einst serviert von Reynolds.
Der Botschafter wollte auf eine Anfrage von CASH nicht Stellung nehmen.
Jahre nach dem Baseball-Deal bedankte sich Präsident Bush bei Reynolds mit dem Berner Posten. Aussergewöhnlich? Nein. Der von ihm berufene Gesandte in Australien, Thomas Schieffer, war ebenfalls ein Investor bei den Texas Rangers.

Timeline

1984 Mercer Reynolds und William DeWitt integrieren George W. Bushs angeschlagene Ölfirma in Spectrum 7. Bush wird CEO.

1986 Spectrum 7 wird von Harken Energy übernommen. Bush erhält Aktien und einen Vorstandsitz. Nach der Übernahme: Harken hat Cashflow-Probleme. Die SBG investiert 25 Millionen Dollar. Bush fädelt den Deal mit Investor Jackson Stephens ein.

1989 Reynolds und DeWitt kaufen mit zwei anderen Investoren aus Ohio die Texas Rangers. Bush investiert 606000 Dollar in das Baseballteam. Andere kommen hinzu. Bush wird Manager des Teams.

22. Juni 1990 Bush verkauft seine Harken Energy Aktien für 848?560 Dollar Zwei Monate später wird bekannt, dass die Firma einen Verlusts von 23,2 Millionen Dollar erzielt hatte. Er verpasst es, den Insiderdeal rechtzeitig der SEC zu melden.

Am 7. Januar lässt die Regierung eine Klage gegen Arlingtons Bürgermeister Richard Greene fallen.

Am 19. Januar 1991 spricht Arlington insgesamt 135 Millionen Dollar für ein neues Baseball-Stadion. Die Kosten vermehren sich später auf 200 Millionen.

1998 verkauft Bush seinen Anteil an den Texas Rangers für 15 Millionen Dollar. Es ist der Grundstein für die Präsidentschaftskampagne.

2001 wird George W. Bush als 43. US-Präsident eingesetzt. Im selben Jahr wird Mercer Reynolds Botschafter in Bern.

Juli 2002 Bush wird mit dem Vorwurf konfrontiert, der Verkauf der Harken-Aktien sei ein Insidergeschäft.



 

22.07.02 12:18

9439 Postings, 6914 Tage Zick-Zockhintergründe schon bekannt?

22.07.02 12:55

51340 Postings, 7325 Tage eckiBush ist korrupt. Dachte ich aber schon vor seiner

Wahl. Er wird sich durchmogeln....

Grüße
ecki
 

27.07.02 00:40

9439 Postings, 6914 Tage Zick-Zockpasst gerade ganz gut o.T.

27.07.02 02:12

745 Postings, 6912 Tage spuckyFakt ist aber doch egal was er macht !

Er wird wohl das bleiben was er ist ein dummes Arschloch und President;

Und ausserdem mögen die Amis solche Raudis oder?  

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