Bundesliga-Transfers im Schatten der WM

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eröffnet am: 29.06.06 06:09 von: moya Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 29.06.06 07:11 von: Dautenbach Leser gesamt: 207
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29.06.06 06:09
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891258 Postings, 6089 Tage moyaBundesliga-Transfers im Schatten der WM

Bundesliga-Transfers im Schatten der WM

Die Weltbühne des Fußballs gastiert direkt vor
der Haustür, doch die Bundesliga-Clubs gehen im Schatten der WM auf
große Einkaufstour. Obwohl die 18 Erstligisten bereits 88 Neuzugänge
für die kommende Saison unter Vertrag genommen haben, verpflichteten
sie keinen einzigen WM-Teilnehmer während der Endrunde. «Eine
Weltmeisterschaft treibt die Preise kräftig in die Höhe. Es gehört
nicht zu unserer Saisonplanung, einen WM-Spieler zu holen», sagt
Klaus Allofs stellvertretend für viele Bundesliga-Kollegen.

Werder Bremens Manager versucht den Abgang des Leitwolfs Johan
Micoud daher nicht mit einem WM-Star zu kompensieren, sondern
verpflichtete den relativ unbekannten Brasilianer Diego vom FC Porto.
Angesichts der finanziellen Möglichkeiten ausländischer Spitzenclubs
prophezeite Allofs in der «Süddeutschen Zeitung», dass die «absoluten
Weltstars der Bundesliga weiter fehlen werden». Selbst der FC Bayern
München, der am niederländischen Stürmerstar Ruud van Nistelrooy
interessiert ist, könne da nicht konkurrieren: «Es ist eben ein
Unterschied, ob Herr Abramowitsch vom FC Chelsea die Tasche aufmacht
oder ein Uli Hoeneß vom FC Bayern.»

Neben dem Weggang von Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack,
der dem Werben der Londoner nachgab, muss die deutsche Beletage den
Verlust von Dimitar Berbatow, Tomas Rosicky und Jan Koller
verkraften. Zudem ist es vorstellbar, dass Bremens WM-Toptorjäger
Miroslav Klose bei einem Millionen-Angebot nicht mehr zu halten ist.
Dieter Hoeneß ist dennoch zuversichtlich, dass die deutschen Clubs
den Aderlass ausgleichen können. «Die Bundesliga wird durch die WM
attraktiv. Die tollen Stadien und diese Stimmung sind verlockend»,
sagte der Geschäftsführer von Hertha BSC Berlin. «Wir schauen uns
natürlich auch bei den WM-Spielen um.»

Aufsteiger VfL Bochum hat seine Personalplanung hingegen bereits
vor der Endrunde weitgehend abgeschlossen: «Wir haben unsere
Hausaufgaben schon gemacht. Ein Transfer im Rahmen der WM würde
wahrscheinlich die finanziellen Möglichkeiten des VfL übersteigen»,
meinte Vorstandsmitglied Stefan Kuntz.

Zumindest für die Profis, die sich derzeit nicht im WM-
Rampenlicht sonnen, ist die Bundesliga attraktiv. So hat der
Hamburger SV trotz Konkurrenz das Rennen um das belgische Super-
Talent Vincent Kompany (RSC Anderlecht) gemacht. Rund acht Millionen
Euro blätterte der HSV für den 20-Jährigen hin. «Er war nur deshalb
zu finanzieren, weil uns der Transfer von Daniel van Buyten dazu in
die Lage versetzt hat», sagte Clubchef Bernd Hoffmann. Der bisherige
Abwehrchef van Buyten wechselte für rund zehn Millionen Euro zu den
Bayern. Im Gegenzug schloss sich Paolo Guerrero für drei Millionen
Euro den Hanseaten an.

Insgesamt haben die Vereine der Eliteliga bereits 16-Millionen-
Transfers getätigt und liegen damit auf Rekord-Kurs. Ablösekrösus im
Schatten der Weltmeisterschaft ist aber ein WM-Star. Für rund zwölf
Millionen Euro sicherten sich die Bayern acht Tage vor WM-Beginn die
Dienste des Kölners Lukas Podolski und kamen damit einer drohenden
Preisexplosion nach dessen drei WM-Treffern zuvor.

Neben Podolski haben die Bundesligisten vor WM-Anpfiff sechs
weitere Endrunden-Teilnehmer verpflichtet. Der 1. FC Nürnberg holte
in Tschechiens Kapitän Tomas Galasek und dem Australier Joshua
Kennedy gleich zwei WM-Spieler. Innerhalb der Liga wechselten
Paraguays Stürmer Nelson Valdez (von Bremen nach Dortmund), der Pole
Jacek Krzynowek (von Leverkusen nach Wolfsburg) und der Japaner
Naohiro Takahara (von Hamburg nach Frankfurt). Zudem sicherte sich
der VfB Stuttgart endgültig die Dienste des ausgeliehenen Serben
Danijel Ljuboja.
Gruß Moya 

 

29.06.06 07:11

3347 Postings, 6128 Tage Dautenbachstimmt schon

das Hinkel z.B. weg ist, hat kaum einer wahrgenommen.  

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