Börsengänge bleiben en vogue

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eröffnet am: 24.11.06 06:04 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 1
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24.11.06 06:04

24466 Postings, 5834 Tage EinsamerSamariterBörsengänge bleiben en vogue

Börsengänge bleiben en vogue

Der Strom an Neuzugängen an der Börse wird nach Ansicht von Investmentbankern auch im kommenden Jahr nicht abreißen. ?Wir rechnen mit 20 bis 30 Börsengängen im Volumen von mehr als 100 Millionen Euro?, sagt der Leiter des deutschsprachigen Aktienmarktgeschäftes von Morgan Stanley, Klaus Fröhlich.

?Wir erwarten ein sehr reges Jahr für Neuemissionen?, meint auch Alexander Klemm, Vorstandschef des deutschen Ablegers der britischen Investmentbank Cazenove. Im bisherigen Jahresverlauf sind nach Zahlen der Deutschen Börse 32 Unternehmen in das stark regulierte Börsensegment Prime Standard gegangen. Die Zahl dürfte bis zum Jahresende nochmals steigen, denn für die Zeit zwischen Ende des Monats und Mitte Dezember steht eine Handvoll Unternehmen in den Startlöchern.

Kleine Unternehmen vor dem Börsengang

Kleineren Unternehmen fällt es allerdings mitunter schwer, ihre Preisvorstellungen durchzusetzen. ?Wir haben derzeit wieder einen Käufermarkt?, sagt ein Manager einer europäischen Investmentbank. Das spürt auch der Frankiermaschinen-Hersteller Francotyp-Postalia, dessen Aktien am zweiten Tag der Zeichnungsfrist unter der Angebotsspanne notierten.

Die Aktien kosteten am Donnerstag im Graumarkthandel 17,25 bis 18,25 Euro und lagen damit knapp unter der Preisspanne von 18 bis 22,50 Euro. Für das Unternehmen könnte es daher schwierig werden, mit dem Börsengang Ende November den maximalen Emissionserlös von 190 Millionen Euro einzunehmen. Neben Francotyp-Postalia steht eine Reihe weiterer kleiner Unternehmen vor dem Börsengang.

Das Stahlchemie-Unternehmen SKW Metallurgie und das Immobilienunternehmen Alta Fides wollen mittlere zweistellige Millionenwerte erlösen, der Zulieferer für die Solarindustrie SIC Processing bis zu 120 Millionen Euro. Sowohl SIC als auch SKW wurden am Donnerstag innerhalb der Preisspanne gehandelt.

?Portfolios der Beteiligungsfonds werden dominieren?

Am 11. Dezember kommt mit Symrise der wohl größte Börsengang des Jahres, der nach Informationen aus Finanzkreisen bis zu 1,3 Milliarden Euro schwer sein wird. Die dem schwedischen Finanzinvestor EQT gehörende Symrise und die mehrheitlich im Besitz des Beteiligungsfonds Quadriga befindliche Francotyp-Postalia sind Beispiele für Unternehmen, die aus der Hand von Beteiligungsgesellschaften kommen. Deren Rolle als Quelle für Börsengänge nimmt zu.

Stammten im Jahr 2000 nur 3 Prozent der Börsenkandidaten aus den Schatullen der Finanzinvestoren, so waren es seit Anfang 2005 schon 19 Prozent. ?Im kommenden Jahr werden auch Börsengänge aus den Portfolios der Beteiligungsfonds dominieren?, sagt Dirk Notheis, Vorstandsmitglied von Morgan Stanley in Deutschland, voraus.

Anders als früher akzeptieren die institutionellen Investoren nach den Worten Klemms mittlerweile auch, daß Beteiligungsfonds schon gleich beim Börsengang die Mehrheit der Anteile abgeben. ?Sie sehen eher einen Vorteil darin, daß der Finanzinvestor seine restlichen Anteile nachher nicht scheibchenweise verkauft, sondern kursschonend mit einem Mal.?


Quelle: faz.net

Euer

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