Börsen - Wochenausblick

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neuester Beitrag: 02.03.03 14:33
eröffnet am: 02.03.03 14:32 von: Nassie Anzahl Beiträge: 2
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02.03.03 14:32

15990 Postings, 6887 Tage NassieBörsen - Wochenausblick

Showdown im Irak - Zinssenkung ist eingepreist

Die Erholung wird nur dann Bestand haben, wenn die EZB die Zinsen senkt und der Irak weitere Raketen zerstört. Der US-Truppenaufmarsch wird unterdessen durch das Nein der Türkei verzögert. Porsche, Eon und Henkel melden Zahlen, doch die politische Börse bleibt im Griff der Daytrader.

Hamburg ? Der Showdown im Irak hat begonnen. Obwohl das irakische Regime am Wochenende die Zerstörung ihrer Samoud-Raketen fortgesetzt hat, geht die Mehrzahl der Beobachter von einem US-Militärschlag noch in diesem Monat aus. Die Weigerung des türkischen Parlaments, einer Stationierung von US-Soldaten zuzustimmen, dürfte den Truppenaufmarsch zwar verlangsamen, aber nicht stoppen.

Zitterbörse mit starken Ausschlägen

Anleger sind angesichts der Krieg- und Rezessionsängste schon seit Wochen in Rentenpapiere oder Geldmarktfonds geflüchtet und halten ihr Geld an der Seitenlinie. Bei dünnen Umsätzen bestimmen nur noch die Daytrader das Geschehen. Zwar konnten sich die Indizes zum Wochenschluss auf Grund positiver Konjunkturdaten leicht von ihren Tiefs erholen, doch Händler geben keine Entwarnung. Es wird auch während der Faschingswoche bei einer Zitterbörse mit starken Ausschlägen in beide Richtungen bleiben.

Im Mittelpunkt steht die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag. Die Mehrzahl der Beobachter rechnet mit einer Zinssenkung. Unter den Unternehmen geraten in dieser Woche neben HypoVereinsbank und Bayer auch Eon, Degussa, Henkel und Porsche in den Blickpunkt.

Porsche, HSBC und Degussa eröffnen Zahlenreigen

Der Automobilhersteller Porsche berichtet zum Wochenauftakt während des Genfer Automobilsalons über den Verlauf des ersten Halbjahrs. Die Weigerung Porsches, Quartalszahlen vorzulegen, hatte für den Rauswurf des Unternehmens aus dem MDax gesorgt. Der Reputation des Unternehmens im Ausland schadet das keineswegs. Neben Porsche berichten am Montag auch die britische Großbank HSBC und die niederländische KPN über ihr Geschäftsjahr.

Weiterhin stehen die Einkaufsmanager-Indizes in den USA und der Euro-Zone an: Der US-Index ISM dürfte im Februar um 0,9 Punkte auf 53 Punkte gefallen sein, erwarten Volkswirte. Für die Euro-Zone wird jedoch ein leichter Anstieg auf 49,5 Zähler gerechnet.

Am Dienstag wird der Spezialchemiekonzern Degussa während der Bilanzpressekonferenz seine Jahreszahlen erläutern. Besonders für die zyklischen Chemiewerte wie Degussa und BASF erhoffen Investoren einen Aufschwung, sobald sich die Konjunkturlage ein wenig entspannt.

 

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15990 Postings, 6887 Tage NassieTeil 2

Henkel, Eon und FT mit Bilanz zur Wochenmitte

Am Mittwoch stehen die Zahlen der Dax-Konzerne Henkel und Eon sowie die Quartalszahlen der France Telecom an. Eon war in der vergangenen Woche dadurch unter Druck geraten, dass Das Kartellamt Energiepreis-Steigerungen von bis zu 160 Prozent monierte und ein Verfahren vorbereitet.

In den USA folgen das Biotech-Unternehmen Genzyme und der Spielzeug-Händler Toys R Us am Mittwoch mit ihren Quartalszahlen. Außerdem legt die Fed am Mittwoch ihren Konjunkturbericht "Beige Book" vor.

Zinssenkung am Donnerstag erwartet

Wichtigster Termin der neuen Woche ist der Donnerstag. Nach Ansicht der Mehrzahl der Beobachter wird die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Zinsen senken und damit auf Kriegsgefahr und schwaches Wachstum in der Euro-Zone reagieren. Die Deutsche Bank rechnet mit einer Zinssenkung von 25 Basispunkten, die allerdings bereits in den Kursen eingepreist sei. Einige Beobachter, darunter die Analysten von UBS Warburg, rechnen dagegen mit einm großen Zinsschritt um 50 Punkte.

Investoren blicken am Donnerstag außerdem auf den niederländischen Finanzkonzern Aegon und den US-Chiphersteller National Semiconductor, die Quartalszahlen vorlegen.

Arbeitsmarktdaten zum Wochenschluss

Zum Wochenschluss folgen die Arbeitsmarktdaten aus den USA für den Monat Februar. Im Januar war die US-Arbeitslosenquote leicht auf 5,7 Prozent zurück gegangen. Nun erwarten Volkswirte einen Anstieg auf 5,8 Prozent.

 

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