Billig ist cool

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neuester Beitrag: 17.12.06 10:04
eröffnet am: 16.12.06 23:41 von: neemax Anzahl Beiträge: 5
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16.12.06 23:41
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16661 Postings, 7649 Tage neemaxBillig ist cool

Billig ist cool
US-Basketballer bringt
hippe Turnschuhe für
15 Dollar auf den Markt

Turnschuhe für 200 Dollar - muss das sein? Nein, sagt der US-Basketball-Profi Stephon Marbury. Zusammen mit einem Discounter hat er im August ein 15-Dollar-Modell auf den Markt gebracht. Seinen "Starbury One" trägt er bei jedem Spiel selbst. Die großen Markenartikler bangen bereits ums Weihnachtsgeschäft.




New York im vorweihnachtlichen Shoppingrausch. Die Kreditkarten laufen heiß, je teurer desto besser, lautet die Devise. In der modebewussten Metropole am Hudson River gehören Turnschuhe zusammen mit I-Pod und dem Internet-Handy "Blackberry" zu unabdingbaren Statussymbolen. Um die 200 Dollar sind die Kunden bereit, für den neusten Luxustreter auszugeben.

Hippe Schuhe für 14,98 Dollar

Doch nicht nur kaufkräftige Yuppies, auch viele Jugendliche erliegen dem markenorientierten Gruppendruck. Stephon Marbury, mit 17 Millionen Dollar Jahreseinkommen höchstbezahlter Spieler der New York Knicks, hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen kostspieligen Wahn gezielt zu unterwandern - und verkauft Basketballstiefel für 14,98 Dollar. Um das Billiggeschäft anzukurbeln, hat sich der Stab um den NBA-Star einen ganz besonderen Marketing-Gag einfallen lassen. Kostenlos verschenkt Marbury die Sneaker derzeit an rund 3000 Nachwuchsbasketballer in New York City.


Die Geschichte von "Starbury", dem Schuh für den kleinen Mann, erinnert ein wenig an das Märchen vom Aschenputtel: König des Basketballs verteilt freigebig Galoschen unter den Armen. Wem sie passen, dem winken ewige Coolness und Anerkennung. Diese werbewirksame Geste der Nächstenliebe kostet Marbury 45.000 Dollar. Der die Aktion im Gegenzug begleitende Presserummel ist unbezahlbar. Und der Basketball-Held hat ihn bitter nötig. Seinen Fans präsentierte er dieses Jahr die schlechteste Saison seiner Spielerkarriere. Noch nie in seiner zehnjährigen NBA-Laufbahn lag seine Wurfquote so niedrig, war die Punkteausbeute so gering. Gemessen an seinem Jahresgehalt ist Marbury damit wohl nicht nur der höchstbezahlte sondern auch überbezahlteste Spieler der Liga.


Lohnkosten von 1,16 Dollar

Doch sparen ist hipp, so scheint es, und Stephon Marbury ist auf dem besten Wege, eine Rebellion auf dem heiß umkämpften Turnschuhmarkt anzuzetteln. In der Industrie etwa ist es kein Geheimnis, dass der Preis für die begehrten Sneaker mit deren Qualität nicht viel zu tun hat. Auch die International Labour Organization fand heraus, dass die Lohnkosten eines in China hergestellten 70 Dollar teuren Schuhs von Puma bei 1,16 Dollar liegen, die Werbekosten indes sechsmal so hoch sind. Bezahlt wird vor allem der Fashionfaktor.




Die künftige Basketball-Elite jedenfalls ist begeistert von Marburys Billigsneaker. "Absolut cool die Schuhe", sagt einer der glücklich Beschenkten. "Sie passen zu mir, ich sehe gut aus, mehr zählt nicht", fügt sein Sportskamerad hinzu. Auch die bislang von den teuren Markenwünschen ihrer Kids geplagten Eltern greifen den Trend begierig auf. Sie sei schockiert, sagt eine Mutter, noch nie in ihrem Leben habe sie so billige Turnschuhe gesehen, einfach unglaublich sei das. Eine andere ist von der Qualität angetan und überzeugt, dass man sich mit diesem Schuh nicht zu verstecken brauche - trotz oder gerade wegen des Preises.



Konkurrenz fürchtet sich

Bislang liegt der Marktanteil der Starbury-Linie noch unter einem Prozent. "Aber wenn sie so schnell weiterwachsen, könnte es bald allgemein einen Preisrutsch geben", prognostiziert Mike May, Sprecher des Fachverbandes Sporting Goods Manufactures Association. Hippe Qualitätsschuhe für alle - das hat Marbury sich auf die Fahnen geschrieben und versetzt mit dieser Parole Markenriesen wie Adidas, Nike und Reebok in Angst und Schrecken. "Schneiden Sie den Schuh ruhig in zwei Hälften", ruft er seinen Kritikern zu. Diese würden den "Starbury One" gerne als billige Verkaufsmasche entlarven und in der nächsten Mülltonne verschwinden sehen. Doch Marbury wartet mit schwerem Geschütz auf: "Der Schuh hat die gleiche Qualität wie die 200-Dollar-Schuhe und es kostet weniger als 14 Dollar, um die Dinger herzustellen. Es sind die extravaganten Werbespots, die von den Kindern und ihren Eltern bezahlt werden."


Um seinen Worten Gewicht zu verleihen trägt Marbury seinen Schuh bei jedem Saisonspiel selbst. Ob der "Starbury One" an seiner bislang unterirdisch schlechten Performance Schuld trägt, sei dahingestellt. Normalerweise quittieren die New Yorker Anhänger schlechte Spielerdarbietungen mit lauten Schmähungen und mitunter wüsten Beschimpfungen. Diesmal verhalten sie sich aber erstaunlich handzahm. Der Aschenputtel-Treter hat wohl auch König Marbury auf märchenhafte Weise vor dem Karriereaus bewahrt.



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16.12.06 23:49

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16.12.06 23:52

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16.12.06 23:59

16661 Postings, 7649 Tage neemaxsehen gar nicht mal schlecht aus!

fehlen nur die drei streifen oder die speedkatze.  

17.12.06 10:04

16661 Postings, 7649 Tage neemaxich glaube die schuhe

würden bei uns auch der renner!  

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