Beschiiiiiiiiiiiiissssssssssssssss

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neuester Beitrag: 03.03.03 16:40
eröffnet am: 01.03.03 21:33 von: satyr Anzahl Beiträge: 36
neuester Beitrag: 03.03.03 16:40 von: Peet Leser gesamt: 1685
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01.03.03 21:33

42128 Postings, 7732 Tage satyrBeschiiiiiiiiiiiiissssssssssssssss

Bei DSD Alexander knödelt stackst wie ein Storch im Salat und soll der Beste sein?  
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10 Postings ausgeblendet.

02.03.03 00:39

4428 Postings, 7150 Tage ArbeiterKermit nicht mehr dabei

Tausende dicke Teenager werden weinen !  

02.03.03 00:56
1

620 Postings, 7290 Tage venetianwas ist denn hier los???

kann mich mal jemand aufklären?

ich verstehe nur bahnhof. by the way: war häppchen ende gerade im fernsehen? beim zappen sah ich auf rtl so einen schwulen hungerhahn mit speckigen langen haaren, der immer KREISCHTE...das muss häppchen ende gewesen sein. warum hat er uns das nicht angekündigt?

aber eigentlich kann das doch gar nicht sein. die fotos von der ariva-party-mainz zeigen uns doch einen häppchen ende mit mindestens 100kg lebendgewicht...seltsam, seltsam...

 

02.03.03 01:04

4428 Postings, 7150 Tage ArbeiterNein, vene, der Zappelphilipp

ist raus und alle freuen sich.

PS. Ich tippe mal auf Halbschwer  

02.03.03 01:05

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peetich hätte ihn gerne nochmal gesehen




bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

02.03.03 01:14

620 Postings, 7290 Tage venetian@arbeiter zur beurteilung...

Im Laufe des 19ten und Anfang 20sten Jahrhunderts rief die Popularität des Boxens die Formierung der Klassifikation der Gewichtsklassen hervor. Der Grund dazu war, dass der Boxer in der schweren Gewichtsklasse immer einen Vorteil über dem Gegner der leichteren Gewichtsklasse hatte. Die Klassifikation der Gewichtsklassen wurde in den USA und in England ausgearbeitet.

Es wurden acht Gewichtsklassen bestimmt, die in der ganzen Welt anerkannt sind:

FLYWEIGHT (FLIEGENGEWICHT)  höchstens 112 Pfund (50.8 Kilogramm)
BANTAMWEIGHT (BANTAMGEWICHT)  118 Pfund (53,5 kg)
FEATHERWEIGHT (FEDERGEWICHT)  126 Pfund (57,2 kg)
LIGHTWEIGHT (LEICHTGEWICHT)  135 Pfund (61,2 kg)
WELTERWEIGHT (WELTERGEWICHT)  147 Pfund (66,7 kg)
MIDDLEWEIGHT (MITTELGEWICHT)  160 Pfund (72,6 kg)
LIGHT-HEAVYWEIGHT (HALBSCHWERGEWICHT)  175 Pfund (79,4 kg)
HEAVYWEIGHT (SCHWERGEWICHT)  über 175 Pfund (79,4 kg)


In allen Welt- und Nationalkämpfen sollen die obengenannten Gewichtsklassen streng eingehalten werden. Wenn ein Boxer das Gewicht überschreitet, das von der Gewichtsklasse, in der er boxt, vorgesehen ist, so bekommt er die Zeit, um sein Gewicht in Übereinstimmung mit den angenommenen Normen zu bringen. Wenn ihm das nicht gelingt, so kommt der Kampf nicht zustande. Wenn es sich nach Erhalt des Meistertitels herausstellte, dass das Gewicht des Boxers größer war, als von der Gewichtsklasse bestimmt wurde, so verliert er den Titel und wird bestraft.

Zwei zusätzliche Gewichtsklassen, "junior-lightweight" - 130 Pfund (59 kg) und "junior-welterweight" - 140 Pfund (63,5 kg) wurden in USA 1920 registriert (der Fachausdruck "junior" hat im Boxen kein Bezug auf das Alter). Diese Gewichtsklassen wurden für die Boxer vorausbestimmt, die an den acht obengenannten Gewichtsklassen nicht teilnehmen konnten.

Die große Popularitat des Profiboxens führte dazu, dass es heute 17 Gewichtsklassen existieren. Die World Boxing Council (WBC) hat folgende Klassifikationen des Boxergewichtes eingeführt:

CRUISERWEIGHT (CRUISERGEWICHT)  195 Pfund (88,5 kg)
SUPER MIDDLEWEIGHT (SUPERMITTELGEWICHT) 165 Pfund (74,8 kg)
SUPER WELTERWEIGHT (SUPERWELTERGEWICHT) 154 Pfund (69,9 kg)
SUPER BANTAMWEIGHT  122 Pfund (55,3 kg)
SUPER FLYWEIGHT  116 Pfund (52,6 kg)
LIGHT-FLYWEIGHT  110 Pfund (49,9 kg)
STRAWWEIGHT  105 Pfund (47,6 kg)

******************

also ich tippe eher auf cruisergewicht. würde auch passen, da ich eher supermittelgewicht bin...und damit immer unterlegen:-)

 

02.03.03 01:19

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peetalso

cruisergewicht, ist bei mir wirklich etwas *mg* zu hoch gegriffen




bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

02.03.03 01:25

176817 Postings, 6931 Tage GrinchNa da hat der Satyr ja das Rad neu erfunden...

übrigens ist das nicht nur beschiss, sondern der grösste mir bekannte Fall von Volksverdummung, nach und mit Big Brother... Wenn die leute was zum gröhlen haben, denken sie nich nach...

übrigens Satyr, damit du dir nicht auch noch darüber das Köpfchen zerbrechen musst. Elvys ist tot. Sehr tot sogar. Er führt auch keine Tankstelle in Texas.  

02.03.03 01:27
1

620 Postings, 7290 Tage venetianpeet

wir schätzen gerade häppchen ende...

übrigens: cruisergewicht ist schon reichlich happig, dafür sollte man schon über 1,90m messen...

...und das bin ich jedenfalls nicht:-)  

02.03.03 01:30

176817 Postings, 6931 Tage GrinchAch so um dem Häbbie sein gewicht geht es...

Schade das es "Bulemisches Schoolgirl (3,9-35Kg)" nicht gibt... würde genau treffen.  

02.03.03 01:33

620 Postings, 7290 Tage venetianalso doch nicht ein adipöser häppchen ende???

...tja grinch, fotos täuschen halt oft...  

02.03.03 01:56

9161 Postings, 7642 Tage hjw2geht es hier um

Hydration modifying agent for mortar or concrete with limited shrinkage ?

 

02.03.03 02:01

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peethjw ???

Änderndes Mittel der Hydratation für Mörser oder Beton mit
begrenzter Schrumpfung?




bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

02.03.03 02:09

9161 Postings, 7642 Tage hjw2hi peet,

habe nun jedes posting gelesen und verstehe nur bahnhof

gruss
hjw  

02.03.03 02:15

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peethihihi - das ist nicht viel

komm mein junge, was soll ich dir erklären ;-)))) - so spät noch auf, wie kommt´s ??



bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

02.03.03 02:22

9161 Postings, 7642 Tage hjw2bin schon wech,

solltest dir auch mehr schönheitsschlaf gönnen ;-))  

02.03.03 02:25

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peetbor ey, is datte fies und gemein

das nehme ich jetzt mega fett persönlich ;-)) - werde mich aber auch in die koje hauen - schlaf gut, hjw



bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

02.03.03 09:24

42128 Postings, 7732 Tage satyr@grinch Elvis lebt bei mir in der Garage

zusammen mit Bin Laden.
Im übrigen glaube ich nicht,daß irgendeiner der Drei das Format hat zum Superstar.
Mit der Verdummung ist auch richtig,sehr richtig sogar und erschreckend dabei ist,es hat in fast allen Ländern funktioniert.
Das ist die Macht der Medien.  

02.03.03 09:34

13475 Postings, 7749 Tage SchwarzerLordWorum geht es eigentlich? o. T.

02.03.03 09:46

620 Postings, 7290 Tage venetianSL

häppchen ende war im fernsehen  

02.03.03 17:45

15990 Postings, 6880 Tage NassieDaniel hat ausgequakt


Nur für einen Moment verlor Daniel Küblböck die Fassung und ließ der Enttäuschung über sein Ausscheiden aus "Deutschland sucht den Superstar" an der Schulter von Moderatorin Michelle Hunziker freien Lauf. In der Nacht zum Sonntag hatten die TV-Zuschauer den 17-jährigen Eggenfeldener, der mit seinen brillanten Entertainerqualitäten und einer schiefen Quakstimme von Anfang an die Nation spaltete, aus der Sendung gewählt.

Somit stehen nun Juliette (22) und Alexander (19) am kommenden Samstag  im Finale und singen um den Titel zum "Superstar".

Rückblende:
Ganze drei Wochen hatten Daniel, Juliette und Alexander Zeit, sich auf die achte Mottoshow der Sendung vorzubereiten. "Filmmusik" hieß das Thema diesmal, zu dem alle Kandidaten mit zwei Titeln ihr Können unter Beweis stellen sollten.

Juliette mit Oscar-reifer Stimme
"Glamour pur" verbreitete die 22-jährige Juliette mit den von ihr gewählten Titeln und ihren supersexy Outfits. Celine Dions "My Heart will Go On" aus dem Blockbuster "Titanic" präsentierte die ausgebildete Musicalsängerin elegant im schwarzen Pailetten-Mini und in gewohnter Perfektion. Vor allem aber der James-Bond-Klassiker "Licence to Kill" passte der Hamburgerin wie ein Schuh und riss die Zuschauer im Saal aber auch die Jury zu Begeisterungsstürmen hin. Für ihr silbernes, tief ausgeschnittenes Minikleid, dass sie für diesen Song ausgewählt hatte, forderte Jurymitglied Dieter Bohlen sogar einen Waffenschein.

Alexander steigert seine Leistung weiter
Trotz Erkältung meisterte Schwiegermutterschwarm Alexander seine Performance von R. Kellys "I Believe I Can Fly" und Joe Cockers "You Can Leave Your Hat On" adrett, glatt und gelungen wie gewohnt, musste jedoch Jury-Kritik einstecken: Mit Joe Cocker zu konkurrieren sei eben doch sehr schwer.

Daniel - Born to be on Stage
Auch der schräge Daniel hatte mit seinen Songs, Roy Orbisons "Pretty Woman" und dem Rock-Klassiker "Born to be Wild" aus Easy Rider, nur die üblichen Probleme. Stimmlich wie immer mal eine Tonlage, mal nur einzelne Töchen daneben, präsentierte der geborene Showman aus Eggenfelden Entertainment pur.

Die Jury hat's schwer
Keine Frage, alle drei Kandidaten haben sich inzwischen zu richtigen Stars gemausert, so dass sich die Jury am Ende der Sendung nicht auf einen Ausscheider einigen mochte. Thomas Stein und Shona losten, wer die Sendung verlassen würde und auch Thomas Bug und Dieter Bohlen wollten die Entscheidung "ob Deutschland einen Sänger oder einen Entertainmer will" lieber den Zuschauern überlassen.

Und die fackelten dann auch nicht lange und entschieden eindeutig: Der schrille Daniel sollte gehen. Besonders traurig jedoch muss er nicht sein: Um seine weitere (Pop)Starkarriere werden sich Dieter Bohlen und Thomas Stein schon kümmern.

Wer nun allerdings Deutschlands Superstar wird, entscheidet sich erst am 8. März um 21.15 Uhr auf RTL, wenn Juliette und Alexander um den Titel singen werden und das Publikum ein letztes Mal wählt. (as)  

02.03.03 18:30

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peetjetzt wird es langweilig

der kleine paradiesvogel ist nicht mehr dabei - er hat immer soviel freude vermittelt



bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

02.03.03 22:51

42128 Postings, 7732 Tage satyrViele träumen davon er durfte es tun

auf Michelles Möpse sabbern
                

03.03.03 01:24

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peetdann doch lieber....





bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

03.03.03 09:20

3263 Postings, 7762 Tage Dixiediesmal wähl' ich den Alexander

Karrieren
Ich glaub', diesmal wähl' ich den Alexander
Von Dieter Bartetzko

Es war eine bemerkenswerte Trias, die vorgestern nacht das Halbfinale der Superstar-Show von RTL bestritt: Juliette, perfekt wie ein Altstar nach dreißig Jahren Bühne, die Stimme phänomenal, auch die Gestik, die Mimik; alles, vom höchsten Ton bis zum kleinsten Augenzwinkern, kopiertes Weltniveau, gemischt zur stupenden Computeranimation eines Superstars. Ihr Konkurrent Alexander: ein aufgeschossener Junge, der mit der traumwandlerischen Perfektion eines Kindes und mit atemberaubend wandlungsfähiger Stimme den Ton Erwachsener und das Gehabe verschiedenster Mannsbilder beherrscht, vom Sexprotz bis zum Sensibilisten, von Joe Cocker über Robbie Williams bis zu Xavier Naidoo.

So kurz vor dem Ziel hatten beide Bewerber die Lieder dieser Samstagnacht förmlich in sich hineingefressen und so lange gewendet, bis etwas Eigenes herauskam: Die epochale "Titanic"-Schnulze "My Heart Will Go On", 2001 von Celine Dion ultimativ als Triumph unter Tränen gesungen, wurde bei Juliette zu einem tragisch mattierten Nachtlied. "You Can Leave Your Hat On", das man, einmal von Joe Cocker gehört, nie mehr anders hat denken können denn als anschwellenden Faunsgesang, wurde bei Alexander zur Ekstase eines Neulings, der gerade die zügellose Begierde für sich entdeckt hat.

Singalong über die Schönheit

Sogar Daniel, der Kobold des Trios, schaffte es diesmal, mehr zu bieten als den gewohnten zwittrigen Zickzackkurs, der mit Musik so viel zu tun hatte wie Seehasenrogen mit Beluga-Kaviar: "Pretty Woman", bei Roy Orbison eine Caruso-Arie des Rock, wurde zum nicht geschlechtslosen, aber den Geschlechtern enthobenen Singalong über die Schönheit. "Born to Be Wild", das für ihn, das personifizierte Dementi dieser Selbstfeier des Männlichen, zum Fiasko vorbestimmt schien, geriet zum sich selbst über die Schultern schauenden Wüten gegen die Enge der offenen Gesellschaft. Nicht alle, aber fast alle Töne traf der Irrwisch diesmal; allein das war bei seiner horrenden Amusikalität ein Wunder.

"Ich glaub', diesmal wähl' ich den Alexander": Dieses in der Halbzeit verkündete Urteil einer bis dahin von Daniel gebannten Zehnjährigen kündigte das Debakel an. Doch noch schien es unmöglich. Denn gewiß über die Hälfte der mehr als elf Millionen Zuschauer hatte seinetwegen eingeschaltet: Daniel Küblböck, siebzehn Jahre, ein Hänfling mit Nana-Mouskouri-Brille und -Augen, rührend strähniges Langhaar, aufgesetzt unbefangen, sprudelndes Geplapper über Gott und die Welt, Platitüden von geradezu göttlicher Naivität, das Bekenntnis, beide Geschlechter zu lieben. Dazu Sekundenbruchteile, in denen ein Greis abzuwinken schien, Nervenzusammenbrüche vor laufender Kamera - und über allem ein stetes Lächeln, das nicht wegen der kerngesunden weißen Zähne und der perfekt geschminkten Lippen, sondern seiner entwaffnenden Werbung wegen aufleuchtete wie zehntausend Watt.

Daniels Triumph

Was Psychiater und Soziologen als effeminiert einstufen, Stammtischler als weibisch verhöhnen, pubertierende Mädchen, zuweilen auch reife Frauen als reizvoll empfinden, während Sozialarbeiter die Symptome einer gestörten Kindheit erkennen wollen (über letztere hat die Regenbogenpresse bis in kleinste Detail berichtet) - genau das war Daniels Triumph gewesen. Er betörte Hunderttausende angehender Halbwüchsiger, fesselte Erwachsene oder stieß sie ab. Verderbtes Gör, verstörtes Kind oder mit allen Wassern gewaschenes Showgenie - am Ende wußte keiner mehr, wer oder was da über die Bühne rannte, stakste und trippelte. Nur sehen wollten ihn alle.

Neu ist dieser Effekt nicht. Die Faszination berechnender Unschuld, Naivität und Lust hat Tradition im Showbusiness: Marilyn Monroe wurde dank ihrer zum Idol. In Deutschland stieg Ingrid Steeger in Michael Pfleghars "Klimbim" mit demselben Fluidum kurzzeitig zum Superstar auf. Zur Zeit verwaltet Verona Feldbusch dieses Ressort. Männer fehlen in diesem Bereich: Michel Polnareff, der vormals Frankreich und Deutschland mit feminin getönten Liedern verhexte, gab sich als Neutrum, Roy Orbison, die weiblichste Stimme des männlichen Rock, beteuerte mit markanten schwarzen Sonnenbrillen und Motorrädern seine Virilität.

Umnachtete Koketterie

Boy George hielt die Unschuldspose nur kurz durch. Und Guildo Horn, Stefan Raab oder gar Helge Schneider zählen zwar dank des schamlosen Umgangs mit allen Trivialitäten des Schlagers und der Show zu den Paten des dem Fummel und Schmalz ergebenen Daniel. Doch sie sind Eulenspiegel, die wissen, was sie tun. Und neben geistiger Überlegenheit unterscheidet sie ihre alles andere als kindliche Ausstrahlung, in der Erotik nur langweilend gefestigt auftaucht, von Daniel und seiner umnachteten schrillen Koketterie.

Der Siebzehnjährige nistete sich im Unterbewußtsein des Publikums ein, weckte Beschützerinstinkte bei Erwachsenen, Erinnerungen, vielleicht weit zurückliegende Verwirrungen der Gefühle. Für Gleichaltrige und für Kinder war er wohl ein Spiegel, eine Erscheinung, die ohne Bedenken trieb, was ihnen die Zeit und die Welt austreiben. Als ihn diesmal 11,3 Millionen Zuschauer dennoch fallengelassen hatten, liefen seine sämtlichen Auftritte im Schnelldurchlauf über den Bildschirm. Es war, als würden im Zeitrafferverfahren auch die Karrieren der Monroe und der Ingrid Steeger vorgeführt; erst die noch befangene Flucht nach vorn, dann ein Feuerwerk, zuletzt das Aufschimmern eines größeren Könnens, das, weil desillusionierend, den Untergang einleitet. Daniel Küblböck schaute mit erstmals leerem Gesicht zu.

Nun werden Juliette und Alexander den Endkampf austragen, und vielleicht - sie als eine Wiedergängerin der weiland ewig perfekten, ewig sterilen Dagmar Koller, er als ein verjüngter Michael Schanze des Pop und Rock - tatsächlich Stars. Damit ist dieses RTL-Spektakel wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet, den es verdient.

Daniels Chancen, so hörte man am Ende, will Dieter Bohlen wahren. Show-Pygmalion, der er ist, könnte er irgendeine Schablone finden, die das irrlichternde Wesen noch einige Zeit im Medienzirkus hält und mißbraucht. Doch die den Erfolg garantierende, durchtriebene Unschuld hat der gratwandernde Junge am Samstag abend verloren. Sie hätte ohnehin die Reife zum Mann nicht überdauert. So hat denn das kindliche und das erwachsene Publikum genau jenen siebten Sinn bewiesen, den ihm die Macher dieser Show nicht zutrauten.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2003, Nr. 52 / Seite 35
Bildmaterial: dpa
 

03.03.03 16:40

Clubmitglied, 6448 Postings, 7633 Tage Peetirre Vorkriegs-Laune im Fernsehen der Bush-Ära

"DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR"

Das Ende der irren Küblböck-Ära


Jetzt ist Schluss mit lustig. Daniel Küblböck ist weg, raus aus dem Rampenlicht der RTL-"Superstar"-Saga und mit ihm die flirrend-irre Vorkriegs-Laune im Fernsehen der Bush-junior-Ära.

 
DDP

Schluss mit "Born to be wild": Daniels letzte Show bei den "Superstars"


Hamburg - Ein paar Zeitzeugen erinnern sich noch: Der Sommer 1939 war wunderschön. In Paris saß man noch Ende August bis spät in die Nacht auf den Terrassen der Cafés, und das Leben hatte eine geradezu surreale Leichtigkeit. Jean Paul Sartre, damals Soldat einer Fernmeldeeinheit, schrieb in aller Ruhe an seinen "Kriegs"-Tagebüchern. "Drôle de guerre" nannten das die Franzosen, eine Art drolliges, merkwürdiges Warten auf den Krieg, der pünktlich am 1. September 1939 um 5.45 Uhr begann.

Unser "Drôle de guerre" im März 2003 heißt "Deutschland sucht den Superstar", und sein Jean Paul Sartre nennt sich Daniel Küblböck. Zwar ist er kein echter Philosoph, aber in den kalten Wintermonaten unterhielt der 17-Jährige Kinderpfleger aus dem bayerischen Eggenfelden die Nation mit Spaß durch Freude an sich selbst, eine beachtliche, beinah philosophische Leistung in tristen Zeiten, da Figuren wie Frank Bsirske, Ursula Engelen-Kefer und Franz Müntefering das Bild Deutschlands in der Welt bestimmen.

 
DPA

Hat sich um Deutschland und seinen inneren Frieden verdient gemacht: Daniel mit Juliette, Alexander und Dieter Bohlen


Daniel Küblböck ließ uns via "Bild" hautnah an seiner multipolaren Sexualität teilhaben - hetero, homo, bi oder alles auf einmal, is' doch egal! - er hat uns Pisa vergessen lassen und die Frage, was eigentlich Günther Jauch macht, wenn er mal nicht auf dem Schleudersitz von "Wer wird Millionär?" festklebt und nach ABCD fragt. Er hat uns gezeigt, dass man auch mit einer Stimme, die klingt, als habe jemand einem bekifften Eichhörnchen auf den Schwanz getreten, ganz nach oben kommen kann. Kurz: Daniel Küblböck hat sich um Deutschland und seinen inneren Frieden verdient gemacht.


Doch seit heute Nacht Punkt 0.29 Uhr ist Schluss mit lustig, aus und vorbei. Im Halbfinale des Wettstreits um den offiziellen Posten des deutschen "Superstars" unterlag er seinen beiden Sanges-Konkurrenten Juliette, 22, und Alexander, 19, die nun das Finale am kommenden Wochenende bestreiten werden.

Die politische Botschaft ist klar: Der Krieg rückt näher.

Ironie der Geschichte: Der edle Sängerwettstreit à la "Tannhäuser" stand unter dem programmatischen Motto "Filmmusik aus Hollywood". Selbst CDU-Mann Friedbert Pflüger, außenpolitischer Berater von Angela Merkel und der beste Freund Amerikas seit dem Vietnamkrieg, müsste nun zufrieden sein.

Und amerikanischer ging's ja nun nicht: Der smarte Alexander, durch eine Erkältung stimmlich blasser als sonst, sang dennoch tapfer "I believe I can fly", während Juliette das frenetisch jubelnde Publikum beim "Titanic"-Song von Celine Dion "My heart will go on" wie Eis in der Sonne schmelzen ließ - die beste Stimme hat sie sowieso.

 
DPA

In Treue fest: Der Rauswurf wird dem Sartre der irren Unterhaltung bei seinen Fans nicht schaden


Logisch, dass einer noch was draufsetzen musste: Mit dem phantastischen "Easy Rider"-Song "Born to be wild" von "Steppenwolf" jagte Daniel Küblböck ungeahnte Gänsehaut-Wellen eines tiefsitzenden, linksnostalgischen deutschen Pro-Amerikanismus durch die gigantische Studiohalle und sandte mit der berühmten Zeile "Looking for Adventure!" auch noch einen unüberhörbaren Gruß an die "Special Forces" der US-Streitkräfte am Golf.

Allein, es hilft alles nichts. Der amerikanische Präsident traut einem deutschen Superstar-Anwärter, der wie ein guatemaltekischer Papagei angezogen ist, so wenig wie Saddam Hussein. So hören wir George "Diabolo" Bush schon sagen: "Mr. Küblböck is irrelevant like the UN Security Council. Time is running out."

 
obs

Aufstand oder Exil: Was passiert, wenn Dieter Bohlen die "Superstar"-Spezialeinheit nach Bagdad schickt?


Was können da Juliette und Alexander, die strahlenden Sieger des Abends mit Tränen in den Augen, da noch ausrichten. Es ist egal, wer gewinnt: Der Krieg kommt bestimmt. Nur einer kann ihn vielleicht noch stoppen: Dieter Bohlen. Wenn er mit "Modern Talking" und den RTL All Stars (inklusive Naddel und Verona als Stage Groupies) kurzfristig ein Mega-Konzert in Bagdad auf die Beine stellen würde, dann gäbe es wahrscheinlich das: Volksaufstand im Irak oder Saddams Flucht ins Exil.

Warten wir also doch noch ein bisschen.




bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

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