Berufungsgericht bestätigt Todesstrafe für Saddam

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eröffnet am: 26.12.06 16:38 von: denkidee Anzahl Beiträge: 2
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112127 Postings, 6299 Tage denkideeBerufungsgericht bestätigt Todesstrafe für Saddam

Berufungsgericht bestätigt Todesstrafe für Saddam Hussein
Frist von 30 Tagen zur Vollstreckung läuft


Bagdad - Ein Berufungsgericht in Bagdad hat Sonntag die Todesstrafe gegen den früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein bestätigt. "Das Berufungsgericht hat die Todesstrafe von Saddam Hussein bestätigt", sagte ein Gerichtssprecher. Nach irakischem Gesetz lief damit eine Frist von 30 Tagen bis zur Vollstreckung des Todesurteils an. Der Sprecher wollte jedoch kein Datum für eine Hinrichtung nennen. Dies sei eine Angelegenheit für die Staatsführung. (AFP)

26.12.06, 15:39 Uhr
 

26.12.06 16:42

112127 Postings, 6299 Tage denkideeSaddam soll innerhalb von 30 Tagen sterben

Irak
Saddam soll innerhalb von 30 Tagen sterben

Ein Berufungsgericht bestätigt das Todesurteil gegen den früheren Diktator. Die Hinrichtung muss nun laut Gesetz binnen kurzer Frist vollstreckt werden. Saddam hatte sich gewünscht, erschossen zu werden. Doch er wird wohl mit einer anderen Todesart vorlieb nehmen müssen.

Soll sterben: Saddam Hussein
Foto: AFPBagdad - Ein irakisches Berufungsgericht hat das Todesurteil gegen den früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein bestätigt. Das bestätigte der Nationale Sicherheitsberater des Landes, Mowaffak al-Rubaie. Nach irakischem Gesetz muss das Todesurteil jetzt innerhalb von 30 Tagen vollstreckt werden. Saddam war am 5. November zum Tode verurteilt worden.

Es ist noch unklar, ob die beiden anderen Verurteilten - ein Halbbruder Saddams und ein ehemaliger Richter - ebenfalls mit ihrer Berufung gescheitert waren. Dann würden sie ebenfalls hingerichtet.

Saddam Hussein war wegen eines Massakers an 148 Schiiten im Jahr 1982 schuldig gesprochen worden. Der Vorwurf lautete auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch haben das Verfahren gegen Saddam jedoch als unfair und fehlerhaft kritisiert.

Viele Kurden wiederum fordern, dass das Todesurteil erst nach Abschluss des zweiten Prozesses gegen Saddam vollstreckt wird. Dabei geht es um die Giftgasangriffe auf die kurdische Minderheit im Norden des Iraks in den achtziger Jahren. Saddam ist hier wegen Völkermords angeklagt, was den irakischen Gesetzen zufolge ebenfalls mit dem Tod bestraft werden kann.

Saddam verlangte nach Bekanntgabe des ersten Urteils den Tod durch Erschießen - eine Bestrafung, wie sie einem Armeeoffizier gebühre. Die erste Instanz hat sich jedoch ausdrücklich für eine Hinrichtung durch Erhängen entschieden. Dies ist nach dem irakischen Strafgesetzbuch möglich. Der entsprechende Teil des Gesetzbuches stammt noch aus der Zeit der britischen Herrschaft über das Land nach dem Ersten Weltkrieg.

Jedes Todesurteil muss vom dreiköpfigen Staatspräsidium des Irak unterzeichnet werden. Der derzeitige kurdische Präsident Dschalal Talabani ist ein grundsätzlicher Gegner der Todesstrafe und hat bisher schon die Unterzeichnung von Todesurteilen an einen seiner beiden Stellvertreter - ein Schiit und ein Sunnit - delegiert.

WELT.de

Artikel erschienen am 26.12.2006

 
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