Berlin - BVG-Streik *würg*

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neuester Beitrag: 04.02.08 12:30
eröffnet am: 01.02.08 07:33 von: kleinlieschen Anzahl Beiträge: 12
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01.02.08 07:33
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8541 Postings, 5656 Tage kleinlieschenBerlin - BVG-Streik *würg*

Busse und Bahnen stehen am Freitag still

Nichts geht mehr im öffentlichen Nahverkehr. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben wird ab Mitternacht bis Samstag gegen 15 Uhr gestreikt. Alle BVG-Busse, alle U-Bahnen und und alle Straßenbahnen bleiben in ihren Depots. Betroffen sind 2,7 Millionen Fahrgäste.

Die Tarifverhandlungen zwischen Ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband sind gescheitert: Ab Mitternacht wird bei der BVG gestreikt

Der öffentliche Nahverkehr in Berlin steht am Freitag und Sonnabend weitgehend still. Die Gewerkschaft Ver.di hat ihre Mitglieder unter den 12.500 Beschäftigten bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und deren Tochter Berlin Transport (BT) zu zweitägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen zuvor gescheitert waren.

Der Warnstreik beginnt bereits um Mitternacht und soll bis Sonnabend gegen 15 Uhr dauern. In der Hauptstadt bleiben die Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen der BVG in den Depots stehen. "Da läuft nichts", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Betroffen von dem 39-stündigen Ausstand sind mehr als 2,7 Millionen Fahrgäste, die das Nahverkehrsunternehmen an einem normalen Werktag befördert. Ein Ersatzverkehr ist nicht vorgesehen.

Auch das BVG Callcenter mit der Telefonnummer 19449 wird bestreikt. Fahrplan- und Verbindungsauskünfte sind nur über das Internet (www.bvg.de) möglich. Aufgrund der hohen Zugriffszahlen müsse allerdings mit Verzögerungen bei der Abfrage gerechnet werden, hieß es. Auskünfte gibt es aber von den Infocenter des VBB (Tel: 25414141) und der S-Bahn (Tel:29743333).

Die Berliner S-Bahn fährt, ebenso der Regionalverkehr der Deutschen Bahn. "Am Freitag sind alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz", kündigte der Geschäftsführer der Berliner S-Bahn GmbH, Tobias Heinemann, am Donnerstagabend an. "Auf den meisten Verbindungen kommen am Freitag und Samstag 6- und 8-Wagen-Züge zum Einsatz." Die Bahntochter BEX richtet in Auftrag des Landes Berlin eine Busverbindung zum Flughafen Tegel ein. Gefahren wird im Zehn-Minuten-Takt - am Freitag vom Alexanderplatz/Mollstraße über Hauptbahnhof und Turmstraße.

Auch das Hertha-Heimspiel ist betroffen
Vom Streik getroffen werden auch die Besucher von Großveranstaltungen am Wochenende, darunter des Fußball-Bundesligaspiels von Hertha BSC im Olympiastadion, das am Sonnabend stattfindet. Die S-Bahn verspricht zusätzliche Fahrten auf der Stadtbahn und auf dem Ring. Zudem richtet BEX im Auftrag des Fußballclubs eine Buslinie vom Parkplatz Messegelände zum Stadion ein. Auch sollen Busse privater Unternehmen gebucht werden.

"Die Tarifkommission hat einstimmig den Beschluss gefasst, bereits ab Freitag in den Warnstreik zu gehen", sagte Ver.di-Verhandlungsführer Frank Bäsler am Donnerstagabend. Zunächst hatte die Gewerkschaft einen ersten Warnstreik für den Sonnabend angekündigt. Das Vorziehen des Ausstands legt Ver.di den Arbeitgebern zur Last. Diese hätten nur ein "Scheinangebot" vorgelegt, das von der Belegschaft als "schlichte Provokation" verstanden worden sei, sagte Bäsler. Das Angebot würde für 95 Prozent der Beschäftigten keine Entgeltverbesserung bringen.

Ver.di fordert Einkommenserhöhungen für alle Beschäftigten von bis zu zwölf Prozent, mindestens jedoch 250 Euro brutto im Monat. Die Arbeitgeber hatten für Januar bis Juli 2008 eine Einmalzahlung von 200 Euro sowie ab 1. Juli eine Erhöhung des Tarifentgelts von vier Prozent angeboten. Um weitere zwei Prozent sollen die Löhne und Gehälter 2010 steigen.

Der Haken an der Sache: Für die im Vergleich zu ihren neu eingestellten Kollegen besser bezahlten Altbeschäftigten sollten die Lohnerhöhung mit dem sogenannten Sicherungsbetrag verrechnet werden. Als Altbeschäftigter gilt, wer bei der BVG schon vor dem 1. September 2005 und bei der BT vor dem 1. Januar 2006 beschäftigt war. Diese Mitarbeiter erhalten zum Entgelt nach dem Tarifvertrag Nahverkehr noch einen Zuschlag von bis zu 400 Euro brutto, der die Differenz zur früheren Bezahlung im öffentlichen Dienst zumindest teilweise ausgleichen soll. Die Sicherungsbeträge machen nach BVG-Angaben jährlich knapp 105 Millionen der insgesamt 580 Millionen Euro Personalkosten des Unternehmens aus. Die Annahme des Angebots hätte bedeutet, dass 95 Prozent der insgesamt 12.500 Beschäftigten bei BVG und BT leer ausgehen würden, sagt Ver.di-Verhandlungsführer Frank Bäsler. Es sei daher "nicht diskussionsfähig".


http://www.morgenpost.de/desk/1618512.html
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Gruß kaa-äll

01.02.08 07:47

13522 Postings, 5212 Tage gogoles gehr wieder los

IG Metall macht Druck
Erste Warnstreiks in der Stahlindustrie

Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, hat die IG Metall in der Nacht mit Warnstreiks in der Stahlindustrie begonnen. Unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht um Mitternacht legten in Salzgitter rund 700 Beschäftigte der Nachtschicht in vier Betrieben des Stahlkonzerns Salzgitter die Arbeit nieder.
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auf unserem Planeten gibt es nur Propheten

01.02.08 07:50
7

4218 Postings, 4691 Tage chechezu #1

Auf geht`s, Fahrräder wieder aktivieren! :-)
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CHECHE  hat  Euch  lieb
Angehängte Grafik:
gras-fahrrad.jpg (verkleinert auf 89%) vergrößern
gras-fahrrad.jpg

01.02.08 07:55

1835 Postings, 4682 Tage Trader CFDwas verdient man denn so bei der BVG, im

Durchschnitt?
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01.02.08 08:24
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2801 Postings, 7629 Tage NoTaxEs gibt Unterschiede für gleiche Tätigkeiten

abhängig vom Datum der Einstellung. Das scheint auch das Problem bei den Verhandlungen zu sei. Die Arbeitgeber sind wohl bereit für die jüngeren Verträge Lohnerhöhungen zu gewähren aber eben nicht bei den älteren (ich glaub die Grenze war 2005) Verträgen.  

01.02.08 08:27
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1835 Postings, 4682 Tage Trader CFDso weit ich weiß, haben die jüngeren Verträge auch

weitaus schlechtere Konditionen! Die Alteingesessenen haben ein sehr gutes Einkommen über die Lokführer können die nur lachen aber scheinbar ist es nicht genug.

Tippe auf mind 2500 netto für einen Busfahrer!
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01.02.08 09:26
1

5671 Postings, 4902 Tage LarsvomMarsU-Bahn-Fahren ist doch eh viel zu gefährlich in

Berlin.
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Ministerium für außerplanetarische Angelegenheiten/
Außenkolonienkontaktdienst

01.02.08 10:15

8541 Postings, 5656 Tage kleinlieschenS-Bahn setzt mehr Züge ein - aber nicht überall

"Verkehrschaos, Staus auf den Straßen, Schüler kommen zu spät zur Schule, Arbeitnehmer nicht pünktlich in den Betrieb. Der Warnstreik der BVG legt Freitagmorgen fast ganz Berlin lahm. S-Bahn und Polizei versuchen den Schaden in Grenzen zu halten.

Auf den Straßen wird während des Streiks mit Staus gerechnet. Polizei und die Verkehrslenkung wollen hier flexibel reagieren. Auch Ampelschaltungen sollten dem Bedarf entsprechend angepasst werden, hieß es bei der Verkehrslenkung. Weil der Streik aber erst am Abend angekündigt worden war, sei kaum Zeit geblieben, sich vorzubereiten. Obwohl kaum ein Bus unterwegs sein wird, dürfen die Busspuren rechtlich nicht von Autos benutzt werden. Die Polizei könne aber einzelne Abschnitte bei Bedarf freigeben, hieß es. Mit Einschränkungen muss vor allem auf der Stadtautobahn im Bereich des gesperrten Flughafentunnels in Reinickendorf sowie im Bereich des Britzer Tunnels gerechnet werden. Dort werden bei zu dichtem Verkehr die Zufahrten zur Autobahn gesperrt. Zum Flughafen Tegel gibt es einen Sonderverkehr mit Bussen, den der Senat bestellt hat (siehe unten). Auch die Fähren der BVG sollen ablegen.

Zuletzt hatten Mitarbeiter der BVG im Mai 2005 einen siebenstündigen Warnstreik ausgerufen. Während damals viele Schüler zu spät kamen ? Busse und Bahnen standen von 3 Uhr bis 10 Uhr still ? erreichten die meisten Arbeitnehmer pünktlich ihre Firma. Die S-Bahn zählte 50 Prozent mehr Fahrgäste, auch die Zahl der Taxifahrten stieg merklich. Zuvor hatte es im Mai 2000 einen zweieinhalbstündigen Warnstreik gegeben. Im September 1995 legten 6000 BVG-Beschäftigte spontan für gut sechs Stunden Arbeit nieder. Hintergrund war unter anderem der angekündigte Abbau von 4700 Arbeitsplätzen. Zuletzt hatten mehrere Streiks der Gewerkschaft der Deutschen Lokomotivführer (GDL) tageweise den Verkehr bei der Bahn und der S-Bahn lahmgelegt. 39 Stunden am Stück hat aber auch die GDL nicht gestreikt."

Auskünfte zum Nahverkehr unter den Telefonnummern 297 4 33 33 (S-Bahn) und

25 41 41 41 (Verkehrsverbund VBB) sowie im Internet unter www.s-bahn-berlin.de

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 01.02.2008)
mehr: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Streik-BVG;art270,2467676

Also was ich so höre, fluchen alle auf verdi und die BVG -
mit Verständnis und Unterstürtzung für die Überraschungsaktion können die jedenfalls
nich rechnen. Ich find`s schlicht und ergreifend ne Unverschämtheit!
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Gruß kaa-äll

01.02.08 12:32
1

2801 Postings, 7629 Tage NoTaxBVG-Streik überzogen - Berliner sind sauer

Seit Mitternacht werden Busse, Straßen- und U-Bahnen bestreikt: Berufstätige und Schüler müssen mit deutlichen Umwegen zurechtkommen. Berliner aus dem Ostteil der Stadt, die kein Auto haben, sind am schwersten betroffen. Die Folgen des Warnstreiks bleiben damit an den Fahrgästen hängen - und nicht an den Arbeitgebern.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/BVG-Streik;art270,2467946

Unser Finanzsenator macht wieder einen auf obercool sinngemäß sagt er; die könnne streicken solange sie wollen, wenn die BVG steht ist`s für ihn billiger als wenn 'se rollen. Betriebs- und Personalkosten sind höher als die Einnahmen   ;-))

Ist zwar die berühmte Michmädchenrechnung aber Medienwirksam.
NT der heute läuft + Fahrrad fährt  

01.02.08 12:52
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8541 Postings, 5656 Tage kleinlieschenHey NT - ich werde heute mal ne Kombi aus

S-Bahn und Fahrrad probieren - im Sturm :-/


P.S.: Trader  - Deine Signatur is bescheuert!
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Gruß kaa-äll

02.02.08 09:56
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2801 Postings, 7629 Tage NoTax..und heute weiter im Stück "Geisel von Verdi"

Schwarzfahrer
Solange die Busse und Bahnen nicht fahren, spart das Land Berlin die Kosten für das Personal, merkte Finanzsenator Thilo Sarrazin lakonisch an. So kann man es auch sehen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/;art141,2468419

 

04.02.08 12:30

8541 Postings, 5656 Tage kleinlieschenStreik bei der BVG - wie geht es weiter?

"Verschnaufpause für BVG-Kunden: die Gewerkschaft Verdi will den Verkehrsbetrieben "Zeit zum Nachdenken" geben. Dennoch könnte es noch diese Woche zu weiteren Streiks kommen."

"Zunächst wird die Gewerkschaft Verdi den Warnstreik am Montag auswerten. Am Dienstag soll die Tarifkommission dann das weitere Vorgehen beraten. Bis Freitag plant Verdi keine weiteren Streiks. Für den Fall, dass bis dahin kein "verhandelbares Angebot" vorliegt, droht die Gewerkschaft mit weiteren Arbeitsniederlegungen. Den Arbeitgebern solle so "Zeit zum Nachdenken" gewährt werden, teilte Verhandlungsführer Frank Bäsler mit. Endgültig entscheidet die Tarifkommission an diesem Dienstag darüber.

Bislang sieht es nicht danach aus, dass die Verhandlungsführer vom Kommunalen Arbeitgeber Verband (KAV) einlenken und ein neues Angebot vorlegen. Eine neue Verhandlungsrunde ist erst für den 18. Februar vorgesehen. Gut möglich, dass die Berliner Ende dieser Woche erneut auf alternativen Wegen zur Arbeit finden müssen."

Teurer Streik für die BVG

"Der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr kostet die BVG vermutlich mehrere hunderttausend Euro, bestätigte BVG-Sprecherin Petra Reetz der "Berliner Morgenpost". Für die Höhe des Verlusts sei neben der Zahl nicht verkaufter Fahrscheine der Verkehrsvertrag ausschlaggebend, nach dem der Senat für nicht erbrachte Leistungen kein Geld an die BVG zahlen muss. "Dagegen rechnen wir natürlich die streikbedingten Einsparungen, etwa bei Löhnen und Strom", sagte die BVG-Sprecherin. Die genaue Schadenssumme soll in dieser Woche ermittelt werden." (ddp/AFP)
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