Bei Behördenärger, Tel. 115 wählen!

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 18.12.06 10:49
eröffnet am: 18.12.06 10:49 von: Luki2 Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 18.12.06 10:49 von: Luki2 Leser gesamt: 518
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

18.12.06 10:49
1

7538 Postings, 7210 Tage Luki2Bei Behördenärger, Tel. 115 wählen!

IT-Konferenz

Merkel will Notruf gegen Behördenärger

Wenn es nach der Kanzlerin geht, wird künftig die 115 rund um die Uhr für Bürgerfragen und ?beschwerden aller Art zur Verfügung stehen. Die Idee ist nicht neu: In den USA kann man mit so einem Vorstoß sogar Wahlen gewinnen.

Berlin/Potsdam - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach einem Zeitungsbericht einen bundesweit einheitlichen Notruf einführen, der bei Ärger mit Behörden und Ämtern weiterhilft. Unter der Nummer 115 sollen Experten sieben Tage in der Woche rund um die Uhr Bürger beraten, berichtet das ?Hamburger Abendblatt? (Montag). Dabei könne es sich um Probleme wie ein Schlagloch in der Straße, die verdreckte Bank im Bushäuschen oder Probleme mit Antragsformularen handeln. Damit dies gelingt, sollen alle Behörden von Bund, Ländern und Kommunen technisch miteinander vernetzt werden. Merkel wolle sich bereits heute auf der ersten nationalen IT-Konferenz in Potsdam für den Notruf öffentlich stark machen.

Vorbild sei der Bürgerservice in New York, mit dem Michael Bloomberg die Bürgermeisterwahl in der US-Metropole gewonnen hat. Unter der Telefonnummer 311 meldet sich in New York innerhalb von maximal sieben Sekunden rund um die Uhr ein kompetenter Ansprechpartner, der sich um die Anliegen seiner Anrufer persönlich kümmert. Dabei verbindet er nicht einfach weiter, sondern gibt selbst Auskunft oder nennt eine neue Telefonnummer, unter der dem Bürger konkret geholfen wird.

Auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht bei der elektronischen Verwaltung Nachholbedarf. ?Wir müssen die Kommunikation zwischen der Verwaltung und dem Bürger verbessern?, sagte er im ZDF-?Morgenmagazin?. Die elektronische Gesundheitskarte sei ein Schritt in diese Richtung.

Zu der Konferenz in Potsdam sagte Glos: ?Wir wollen den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft einerseits und der Politik andererseits fördern.? Junge Menschen müssten motiviert werden, sich mit Zukunftstechnologien zu befassen, ?damit Deutschland auch weiter Exportweltmeister bleiben kann?. Die Entwicklung der Technologiebranche in Deutschland bewertete Glos positiv: ?Deutschland hatte in diesem Bereich in den letzten zehn Jahren ein gutes Wachstum.?

Der Staat unterstütze das nach Kräften: ?Allein in dieser Legislaturperiode investieren wir 6 Milliarden Euro in Forschung, davon 1,2 Milliarden Euro im Bereich Internet.? Es müsse aber überlegt werden, ?ob wir weiter nach dem Gießkannenprinzip fördern oder ob wir Schwerpunkte setzen?, sagte Glos. Dies wolle man auch bei dem IT-Gipfel in Potsdam besprechen. ?Natürlich brauchen wir Leuchtturmprojekte. Aber wir können auch nicht auf die Gründer von kleinen Firmen verzichten, die Innovatives auf die Beine stellen.?
WELT.de/dpa

Artikel erschienen am 18.12.2006

Q: http://www.welt.de/data/2006/12/18/1150264.html

Gr.  

   Antwort einfügen - nach oben