Bauen wird deutlich günstiger

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neuester Beitrag: 30.06.04 21:56
eröffnet am: 30.06.04 21:50 von: BeMi Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 30.06.04 21:56 von: Depothalbiere. Leser gesamt: 254
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30.06.04 21:50

10041 Postings, 6795 Tage BeMiBauen wird deutlich günstiger

Einfamilienhäuser kosten 6,5 Prozent weniger als 1995 - Im Osten unter 1000-Euro-Marke
Berlin -  Deutschland ist der Spitzenreiter bei Anspruchsniveau und Kosten im Wohnungsbau? Dieses Vorurteil muss revidiert werden. Während sich im benachbarten Ausland die Immobilienpreise binnen weniger Jahre fast verdoppelt haben, sind sie hierzulande ausgesprochen stabil geblieben.

Die Bauherren von Einfamilienhäusern sind zunehmend preisbewusst und sparen nach Möglichkeit auch an der Ausstattung. Bei allen Gebäudetypen sind die Baukosten pro qm Wohnfläche nach einer Analyse von LBS Research auf Basis der jüngsten verfügbaren Daten des Statistischen Bundesamtes 2002 deutlich niedriger gewesen als sieben Jahre zuvor.

Im Schnitt werden um 6,5 Prozent niedrigere Kosten veranschlagt (West: -5,9 Prozent, Ost: -15 Prozent).Besonders markant ist der Abstand bei der günstigsten Bauform, dem Reihenhaus. Hier werden im Osten mit 940 Euro pro qm 20 Prozent weniger veranschlagt als in den westlichen Bundesländern (1168 Euro). Auch bei den Doppelhäusern geht die Kostenentwicklung in Ostdeutschland mittlerweile deutlich nach unten, fast auf die 1000-Euro-Marke zu.

Bei freistehenden Einfamilienhäusern lagen die kalkulierten Kosten 2002 in Ostdeutschland bei 1091 Euro, verglichen mit 1306 Euro im ehemaligen Bundesgebiet. Da gleichzeitig im Osten die Eigenheime - und zwar in allen Gebäudetypen - im Schnitt um rund 15 Prozent kleiner ausfallen, haben Bauherren dort insgesamt nur rund 70 Prozent der "Westpreise" zu bezahlen.

Hinzu kommen deutliche Preisunterschiede beim Bauland, das in Ostdeutschland selbst in Mittel- und Großstädten für relativ gute Bedingungen für die Schaffung von Wohneigentum sorgt. Dies erklärt, warum vor allem jüngere Haushalte in den neuen Ländern bei der Wohneigentumsbildung bereits weitgehend aufholen konnten. Ein freistehendes Einfamilienhaus in Ostdeutschland hat eine Wohnfläche von durchschnittlich 123 qm und kostet 134 500 Euro (-15,9 Prozent). Im Westen erreicht die Wohnfläche für das Einzelhaus demgegenüber 147 qm, wodurch sich die Baukosten auf 192 500 Euro summieren (-4,3 Prozent).

Auch Doppelhaushälften sind im Osten mit einer Grundfläche von 109 qm kleiner als im Westen (128 qm). Sie kosteten in den neuen Bundesländern 2002 durchschnittlich 110 700 Euro (-19,7 Prozent), im Westen 160 900 Euro. Der Preis für ein neu gebautes Reihenhaus stieg im selben Zeitraum im Westen sogar geringfügig an, um 1,8 Prozent auf 145 900 Euro (bei einer Wohnfläche von 125 qm). Im Osten liegt dagegen ein Reihenhaus mit 101 900 Euro für 108 qm (-14,3 Prozent) nur noch knapp über der 100 000-Euro-Marke.

Im Kurzfrist-Vergleich der Jahre 2001 und 2002 zeigt sich nach Auskunft von LBS Research auch, dass die Bauherren immer noch von der Flaute im Geschosswohnungsbau und entsprechenden Überkapazitäten in der Bauwirtschaft profitieren. Sie nutzen diese Spielräume, um sich mehr "Freiheit" zu leisten. Denn während im Vorjahresvergleich 14,4 Prozent weniger Reihenhäuser genehmigt wurden, gab es bei den freistehenden Einfamilienhäusern ein Plus von 5,6 Prozent. Nach Auffassung der LBS sind diese Zahlen der beste Gegenbeweis für die Behauptung, die Eigenheimzulage treibe die Wohnungsbaupreise hoch.  DW

Artikel erschienen am 1. Juli 2004
     
WELT.de 1995 - 2004



 

30.06.04 21:56

25551 Postings, 7193 Tage DepothalbiererZwangsversteigerung wird noch günstiger.

Aber was will man mit Buden in Regionen, aus denen die Menschen scharenweise wegziehen, wegen nix mehr zu arbeiten.
Da werden noch einige Abschreibungsmodelle zu Fässern ohne Boden.  

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