Banknoten der Zukunft

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eröffnet am: 21.08.06 18:58 von: denkidee Anzahl Beiträge: 2
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112127 Postings, 6024 Tage denkideeBanknoten der Zukunft


Banknoten der Zukunft

Der Traum vom fälschungssicheren Euro ist längst ausgeträumt. Vor vier Jahren wurden die Banknoten als vermeintlich sicheres Bargeld unters Volk gebracht, doch heutzutage taucht immer mehr Falschgeld auf. Und die Qualität der Blüten wird besser. Nun rüstet der Euro auf. Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet eine neue Banknotenserie vor, die bis 2010 auf den Markt kommen soll. Diese Scheine werden neuartige Sicherheitsmerkmale besitzen, die den Fälschern das Leben schwer machen. Unter höchster Geheimhaltungsstufe hat die EZB begonnen, neue Tricks auszutüfteln.
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Oberstes Gebot: Verschwiegenheit
Offiziell verrät niemand, wie die neuen Scheine aussehen werden - das Geheimnis wird erst kurz vor der Einführung 2010 gelüftet. Verschwiegenheit ist das oberste Gebot beim Gelddrucken. "Wir wollen den Fälschern immer einen Schritt voraus sein, deshalb lassen wir uns nicht in die Karten schauen", sagt ein EZB-Sprecher. Doch es gibt erste Hinweise.

Design und Stückelung werden gleich bleiben
Das Design mit architektonischen Stilen sowie die Stückelung werden gleich bleiben, meldet die Deutsche Bundesbank. Das sei wichtig, damit die Verbraucher ihre Euro-Scheine wieder erkennen. Neue Farben und Formen könnten für Verwirrung sorgen, weil alte und neue Scheine eine Zeit lang nebeneinander im Umlauf sein werden. Der komplette Austausch der rund 10 Millionen Scheine im Gebrauch wird mehrere Jahre dauern.

Rätselraten um zusätzliche Sicherheitsmerkmale
Rätselraten gibt es noch um die zusätzlichen Sicherheitsmerkmale. Bislang schützen eine ganze Reihe von Eigenschaften die Euro-Noten vor Fälschern. Dazu zählen Wasserzeichen, Hologramme, Metallfäden, fluoreszierende Fasern und Spezialpapier mit Melierfasern. "Die nächste Euro-Serie wird ein neues Sicherheitsmerkmal enthalten, das sofort erkennbar ist", sagt der Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, Franz-Christoph Zeitler. Dieses Merkmal müsse alltagstauglich sein und schon im Taxi, Restaurant oder Supermarkt zu sehen und zu fühlen sein. Um was es sich handelt, verrät Zeitler nicht.

"Fenstergeld" hat gute Aussichten
Aussichtsreicher Kandidat für den neuen Euro scheint das "Fenstergeld" zu sein. Die Erfindung kommt aus Deutschland und ist heute zum Beispiel schon in Bulgarien im Einsatz. Dabei handelt es sich um eine fingernagelgroße, durchsichtige Fensteröffnung im Papier, die aus einer Sicherheitsfolie besteht. Hält man die Folie abwechselnd vor hellen und dunklen Hintergrund, zeigt sie unterschiedliche Motive. Die Folie ist mit einem speziellen Material beschichtet, das auf dem Markt nicht erhältlich ist. "Die Fenster-Technik wird voraussichtlich Einzug in viele neue Banknoten-Designs halten", sagt Reinhard Plaschka, Leiter der Produktentwicklung der Münchner Banknotendruckerei Giesecke & Devrient. Sie ist der größte deutsche Euro-Drucker vor der privatisierten Bundesdruckerei in Berlin.

Auch 3D-Strukturen denkbar
Denkbar sind auch dreidimensionale Strukturen. So haben Schweizer Franken-Scheine - die älter sind als der Euro - eine "Lochzahl", das heißt eine feine Perforation im Geldschein, die mit einem Laser in die Note gebrannt wird. Der Nachteil besteht darin, dass die Löcher leicht verschmutzen. Technisch machbar wäre auch ein Geldschein, der je nach Lichteinstrahlung seine Farbe wechselt. Oder die Euro-Noten könnten großflächige Folien und Metall-Patches tragen, mit denen Fälscher ihre Probleme haben. Oder Thermo-Sicherheitsmerkmale, bei denen der warme Finger auf einer Banknote ein Motiv freilegt.

Kunststoff statt Papier
Einige Zentralbanken drucken bereits statt auf Papier auf Kunststoff. "Wir haben für die EZB Tests mit unterschiedlichen Trägermaterialien gemacht", sagt Peter Wöffen vom weltweit drittgrößten Geldautomaten-Hersteller Wincor-Nixdorf. "Plastiknoten sind für Automaten problematischer, weil sie leicht zusammenhaften."

RFID-Chips haben wenig Chancen
Wenig aussichtsreich sind die viel diskutierten Chips, die man in Geldscheine einbauen könnte. Der Chip speichert von der Zentralbank eine Seriennummer. Lesen später Computerscanner diese Nummer, können sie die Echtheit der Note zweifelsfrei bestimmen. Die RFID-Chips sind aber nur 0,4 mal 0,4 mal 0,06 Millimeter groß - mit bloßem Auge wären sie nicht zu sehen und nicht zu fühlen. Zudem ist ihre Herstellung zu teuer für den Einsatz im Bargeld. Eine Banknote kostet laut Bundesbank zwischen 5 und 9 Cent. Kritiker fürchten Datenschutzprobleme, weil Sicherheitskontrollen am Flughafen zeigen, wer welche Scheine in der Tasche hat.

Der neue Euro: Schwieriger zu fälschen
Eines steht fest: Der neue Euro wird schwieriger zu fälschen sein als der alte. Aber nicht einmal die Gelddrucker glauben daran, dass er fälschungssicher ist. "Alles, was Menschen herstellen können, können Menschen nachmachen", heißt es bei der Bundesdruckerei.


Original und Fälschung: 50 Euroschein im UV-Licht (Foto: dpa)    
Angehängte Grafik:
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21.08.06 20:22

112127 Postings, 6024 Tage denkideeWo 1 Euro mehr als 1 Euro wert ist


Wo 1 Euro mehr als 1 Euro wert ist


Ägypten - für Urlauber aus Euroland günstig zum Einkaufen (Foto: dpa)
Der Euro hat seine Tiefstände gegenüber dem US-Dollar an den internationalen Devisenmärkten hinter sich gelassen. Kostete 1 Euro im November 2005 nur gut 1,17 Dollar, mussten Ende April 2006 wieder 1,25 Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt werden (vgl. Euro-Chart). Gleichzeitig steigt auch die Euro-Kaufkraft* im Ausland wieder.

Auf nach Südamerika
Am höchsten ist die Kaufkraft des Euro - nach Umtausch in die Landeswährung - in Paraguay. Dort erhält man für einen Euro Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 1,64 Euro. Sehr hoch ist die Kaufkraft auch in Ägypten (1,52 Euro), Indien (1,42 Euro), Argentinien (1,41 Euro) oder Thailand (1,25 Euro). Annähernd die gleiche Kaufkraft wie in Deutschland hat der Euro in Spanien, Portugal, Griechenland und in der Türkei.

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Japan fast unbezahlbar
Erhebliche Verluste beschert dagegen das Einkaufen in den teuersten Ländern des Vergleichs: In Island ist der Euro nur 74 Cent wert, in Norwegen 71 Cent und in Japan sogar nur 69 Cent. Hier büßt der Euro fast ein Drittel seiner hiesigen Kaufkraft ein. Teuer ist die Lebenshaltung auch in den übrigen skandinavischen Ländern, in Großbritannien und in der Schweiz. In diesen Ländern liegt die Kaufkraft des Euro zwischen 80 Cent und 85 Cent (siehe Tabelle unten). Die in der Tabelle angegebenen Werte bieten Reisenden in typischen Touristen-Regionen allerdings nur grobe Anhaltspunkte - insbesondere in Ländern mit größeren Wechselkurs-Schwankungen gegenüber dem Euro.

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Verbrauchergeld-Paritäten
Grundlage der Berechnungen sind Preisvergleiche des Statistischen Bundesamtes für Waren und Dienstleistungen des privaten Verbrauchs zwischen ausländischen Hauptstädten und Berlin sowie von der Deutschen Bundesbank ermittelte Devisenkurse. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht unregelmäßig für die größten Städte - in der Regel die Hauptstädte - von rund 80 Staaten Verbrauchergeld-Paritäten (keine Reisegeldparitäten).

Skandinavien und Schweiz sind teuer
In der Tabelle bedeuten Werte über 1,0: Die Lebenshaltung ist billiger als in Deutschland. Das betrifft aktuell vor allem die neuen EU-Länder wie Polen und Ungarn. Auch die Kaufkraft in Tschechien ist hoch, hat aber in den vergangenen Monaten abgebaut. Werte unter 1,0 bedeuten: Die Lebenshaltung ist teurer als in Deutschland. Relativ teuer wird demnach ein Urlaub in Skandinavien und in der Schweiz.

Kaufkraft* des Urlaubs-Euro im Ausland


 Dez. 2003
Juli 2004
Juli 2005
April 2006

Belgien**
0,992)
1,00
1,00
0,98

Dänemark
0,792)
0,80
0,80
0,80

Finnland**
0,85
0,87
0,88
0,88

Frankreich**
0,87
0,87
0,88
0,87

Griechenland**
1,022)
1,02
1,00
0,98

Großbritannien
0,81
0,78
0,81
0,82

Irland**
0,862)
0,87
0,87
0,87

Italien**
0,922)
0,91
0,91
0,92

Kroatien
1,03
1,01
k.A.
1,10

Luxemburg**
1,012)
1,02
1,00
0,99

Niederlande**
0,952)
0,96
0,97
0,97

Norwegen
0,72
0,75
0,71
0,71

Österreich**
0,95
0,95
0,95
0,95

Polen
1,36
1,28
1,19
1,27

Portugal**
1,01
1,00
1,00
0,98

Schweden
0,82
0,85
0,89
0,86

Schweiz
0,82
0,82
0,84
0,85

Spanien**
1,01
1,01
1,00
0,99

Tschechien
1,37
1,31
1,22
1,16

Türkei
1,06
k.A.
0,96
0,98

Ungarn
1,20
1,15
1,17
1,28

USA
0,96
0,94
0,91
0,91



 

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