Bald Mindestlohn von sechs Euro?

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neuester Beitrag: 23.02.06 11:08
eröffnet am: 23.02.06 09:25 von: zombi17 Anzahl Beiträge: 15
neuester Beitrag: 23.02.06 11:08 von: Klaus_Dieter Leser gesamt: 320
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bewertet mit 2 Sternen

23.02.06 09:25
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59073 Postings, 7245 Tage zombi17Bald Mindestlohn von sechs Euro?

Angeblich konkrete Überlegungen

Bald Mindestlohn von sechs Euro?
 
In den Fraktionen von Union und SPD gibt es einem Zeitungsbericht zufolge erste konkrete Überlegungen zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, der etwa sechs Euro betragen soll. Gleichzeitig könnten staatliche Lohnzuschüsse eingeführt werden, um gering bezahlte Arbeitsplätze zu erhalten, berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf Fachpolitiker beider Koalitionsseiten. Damit würde sowohl die SPD-Forderung nach einem Mindestlohn als auch die Unionsforderung nach einem Kombilohn erfüllt.

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit, Gerald Weiß, befürwortete in der Zeitung die Kombination beider Modelle. Zwar sei es prinzipiell besser, die Festlegung eines Mindestlohns den Tarifpartnern der Branchen zu überlassen. "Aber wo es keine Tarifstrukturen gibt oder wo die Tariflöhne zu niedrig sind, um den Beschäftigten eine menschenwürdige Existenz zu sichern, brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn", so der CDU-Politiker. Einen konkreten Betrag nannte Weiß nicht.

Mindestlohn: Mehr als ALG II plus Wohngeld. Ein Stundenlohn von etwa sechs Euro gelte vielen Fachpolitikern als wahrscheinlich, weil ein Vollzeitbeschäftigter damit ein etwas höheres Einkommen erreichen würde als ihm durch das Arbeitslosengeld II und das Wohngeld zustehe, berichtet die Zeitung. Zudem hätten Spitzengewerkschafter intern ihr Einverständnis mit einem Stundenlohn von sechs Euro signalisiert, obwohl die Gewerkschaften öffentlich für mindestens 7,50 Euro plädieren.

Der SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend sagte dem Blatt, der Kombilohn könne sinnvoll sein, wenn man ihn auf Problemgruppen am Arbeitsmarkt und auf Branchen konzentriere, in denen mit Hilfe von Lohnzuschüssen in erheblichem Umfang neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Als Beispiel nannte Wend die haushaltsnahen Dienstleistungen.

 

23.02.06 10:15
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24273 Postings, 7566 Tage 007BondDie Politker denken immer noch,

uns verarschen zu können?!

1. Ein Mindestlohn von 6 Euro in Deutschland schließt nicht aus, dass z. B. ein Chinese auch für 20 Cent in China arbeiten würde. Also, was bringt uns das?

2. "Mehr als ALG II plus Wohngeld. Ein Stundenlohn von etwa sechs Euro gelte vielen Fachpolitikern als wahrscheinlich, weil ein Vollzeitbeschäftigter damit ein etwas höheres Einkommen erreichen würde als ihm durch das Arbeitslosengeld II und das Wohngeld zustehe, berichtet die Zeitung .." ALG II plus Wohngeld und nichts tun zu müssen und ggf. etwas schwarz arbeiten bringt mehr. Wo bleibt hier der Anreiz bzw. die Motivation für die Arbeit?

Wir sollten alle auswandern! Und dies insbesondere, weil die Lebenshaltungskosten in Deutschland im weltweiten Vergleich mehrere tausend Prozente zu hoch sind! Wären unsere Lebenshaltungskosten so niedrig wie z. B. in China, könnten wir auch in Deutschland auch für 20 Cent pro Stunde arbeiten und auch gut davon leben ;-)  

23.02.06 10:30

1840 Postings, 6068 Tage Wärna@007Bond: Das Problem ist nur...

... dass in China die meisten eben NICHT gut davon leben können. Industriearbeiter müssen oft unter haarsträubenden Umständen bis zum Umfallen (es gab sogar schon Todesfälle) arbeiten, und das bei arbeitslagerähnlichen Bedingungen. Meckert jemand, kann er gehen, denn es warten Millionen andere.
Dies ist aber der Hauptgrund, weshalb China überhaupt so billige Produkte herstellen kann.

Gut leben von dem Boom in China können nur die Firmenbosse bzw. die "oberen Zehntausend".

Wenn Du Dir sowas auch für Deutschland wünschst... naja :-(  

23.02.06 10:34
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5173 Postings, 5676 Tage Klaus_DieterDas nützt keinem etwas!

Die Installation eines  Mindestlohnes wird nichts bringen!

Die unteren Einkommensgruppen werden wohl dann auf dieses Lohnniveau festgelegt - die, die sehr wenig leisten können, werden so nie eine Arbeit finden.

6 Euro - bedeutet dann wohl - bei 166 Stunden im Monat - 1000 Euro brutto - davon gehen rund 200 Euro Sozialabgaben runter - der Arbeitgeber zahlt das gleiche, und auch noch Lohnsteuer. Die Lohnsteuer kann ich nicht genau sagen, weil ich im mom hier kein Programm habe -schätzen wir mal 50 Euro für einen Ledigen.
Dann sind das 750 Euro netto - und das bei VOllzeit.
345 ist die Unterstützung und in westdeutschen Gross- oder auch normalen Mittelstädten wird wohl keine Wohnung unter 350 Euro inkl. Nebenkosten zufinden sein - dann sind das dann wohl 695 Unterstützung - udn wohl auch noch zusätzlich der Anspruch auf bestimmte einmalige Leistungen, und auch noch vergünstigetst Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Rabatt auf öffentliche Einrichtungen, wie Schwimmbad etc.
Mithin bleibt dann ohne diese Vorteile, dass sich der Arbeiter um 55 Euro netto besser steht.
Wenn nun jedoch , der HartzV nur 5 Stunden in der Woche arbeiten würde, also einen halben Tag innerhalb von 7 ganzen Tagen - dann würde er dann wohl 6 Euro bekommen - somit 120 Euro, und davon wird NICHTS angerechnet.

kann mir mal jemand sagen, wer so doof sein soll - 40 Stunden die Woche für dann 750 zu arbeiten, wenn er für 5 Stunden sogar 800 Euro bekommt?  

23.02.06 10:35

24273 Postings, 7566 Tage 007BondNoch eine Idee

Ob unsere Politiker bzw. Bundestagsabgeordneten mit folgender Lösung einverstanden wären?

Gehalt eines Bundestagsabgeordneten ab 1.1.2007 pro Monat:

1.500 Euro

Gehalt eines Bundesministers ab 1.1.2007 pro Monat:

2.500 Euro

Monatliches Gehalt des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin ab 1.1.2007:

3.500 Euro

Liebe Politiker, bitte erklärt uns, welche Gründe gegen solch ein zeitgemäßes Vergütungssystem sprechen könnten. Bedenkt, ihr verdient sehr viel mehr, als beispielsweise ein ALG-II-Empänger.  

23.02.06 10:36

24273 Postings, 7566 Tage 007Bond@Wärna

Was glaubst Du, geschieht gerade in Deutschland?  

23.02.06 10:38

5173 Postings, 5676 Tage Klaus_DieterHä Bond07?

Die bekommen doch dann in ihren alten Jobs, von denen sie beurlaubt sind, im öffentlichen Dienst locker das Doppelte!
Dann müssteste die Bezüge im ÖD auch gleich herabsezen, sonst nutzt es nichts.
Glaube es sind rund 65% der Abgeordneten aus dem ÖD und dürfen jederzeit auf ihren alten Job zurückkehren  - udn sicher ist auch, dass für einen weiteren grossen Anteil , wohl schon Pöstkes bei irgend einer halb-staatlichen ORganisation oder Stiftung vorhanden sind, und die, die gut mit der Lobby zusammen gearbeitet haben, bekommen auch noch irgendwo einen Job - siehe Helmut Schröder!  

23.02.06 10:41

9067 Postings, 5380 Tage Hardstylister2Klaus, was ist aus deinen 2 Wochen geworden??

Fängst erst heute Abend an?  

23.02.06 10:43

5173 Postings, 5676 Tage Klaus_Dieterdoch doch , war nur so ein posting zwischendurch

gleich bin ich weg  

23.02.06 10:44
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40967 Postings, 7104 Tage Dr.UdoBroemmeWer ist Helmut Schröder?



Never argue with an idiot -- they drag you down to their level, then beat you with experience.  

23.02.06 10:44

24273 Postings, 7566 Tage 007BondEcht Klaus Dieter?

Aha - wie?! Keiner der Politiker wäre bereits seinen Job für ein solches Gehalt zu leisten? Und wer macht dann die Politik in unserem Land?  

23.02.06 10:47

36713 Postings, 6221 Tage TaliskerOh Mann

Selbst wenn er nich da ist, weil er eigentlich wech ist - ran an die Tastatur, Gedanken einfach fließen lassen, ab dafür. Helmut Schröder, danke, mein zweiter Lacher heute. Der erste war: "Kann nicht kommen, bin krankgeschrieben, eine Maus, die zuvor Rattengift gefressen hatte, hat mich in der Nacht gebissen." Kreativ, oder? Und nein, das war nicht Klaus_Dieter.
Gruß
Talisker  

23.02.06 10:57

1840 Postings, 6068 Tage Wärna@007Bond

ja was passiert denn?

Der Arbeitsbedingungen und die Verhältnisse eines Industriearbeiters in D und China sind meilenweit auseinander.

In China hat der Arbeiter gerade mal so viel, dass er nicht verhungert, wohnt oft in arbeitslagerähnlichen Gemeinschaftsunterkünften und kann nur selten nach Hause zur Familie fahren, weil er die 6-7-Tagewoche hat und das Geld für die Heimfahrt fehlt.
Gesundheits-Basisversorgung = Fehlanzeige. Gesetzliche Arbeitsmindestbedingungen = Fehlanzeige bzw. es hält sich eh niemand daran. Das wird von der Regierung bewusst geduldet. etc. etc.
Dagegen ist D für einen Industriearbeiter das reinste Schlaraffenland.

 

23.02.06 11:06
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4863 Postings, 7575 Tage n1608Spart Euch die Mühe

einem Politiker volks- oder betriebswirtschaftliche Zusammenhänge erklären zu wollen. Sie begreifen es nicht! Und wenn es doch mal einer schnallt, wie bspw. der Merz, sind sie ganz schnell von der Bildfläche verschwunden. Was erwartet Ihr von einer Ansammlung von Lehrern und sesselfurzenden ehenmaligen ÖD-Beschäftigten?  

23.02.06 11:08

5173 Postings, 5676 Tage Klaus_DieterTalisker, Du würdest wie alle anderen auch

gut daran tun, wenn Du mit Argumeten darlegen könntest, was an meinen Aussagen zu diesem Thema, "ohne Überlegung rein getippt ist"

nehme an , dazu biste nicht mal in der Lage, weil Du Dir überhaupt keine Gedanken darüber machtest, meinst aber Dir anmassen zu müssen, über meine Aussaegn urteilen zu können.

Mach lieber Deine Arbeit, wenn schon die "Maus-Gebissene" nicht erscheint, oder bringe Dich mit Aussagen ein, und nicht mit Stänkereien!

Natürlich Gehard Schröder -aber ist das wichtig, wie der mit Vornamen heisst?  

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