BaFin gab Heros Ausnahmegenehmigung

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 28.02.06 09:30
eröffnet am: 28.02.06 07:59 von: Slater Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 28.02.06 09:30 von: Depothalbiere. Leser gesamt: 1276
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

28.02.06 07:59
1

44542 Postings, 7238 Tage SlaterBaFin gab Heros Ausnahmegenehmigung

laut FAZ unterließ die Finanzaufsicht die Kontrollen seit 2000... nee iss klar der Sessel war ja auch so schön warm und kuschelig  

28.02.06 08:03
1

44542 Postings, 7238 Tage Slaterohne Worte

27. Februar 2006 Der in eine Betrugsaffäre verwickelte Geldtransporteur Heros hat seit Jahren auf Basis einer Übergangsregelung gearbeitet, durch die eigentlich vorgesehene Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden unterblieben sind. Eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bestätigte, daß es bislang nicht zu den gesetzlich vorgesehenen Kontrollen zur Verhinderung von Geldwäsche gekommen sei. Neben Heros arbeiten auch die übrigen Geldtransporteure, die sogenannte Finanztransfergeschäfte betreiben, seit 1998 auf Basis einer Ausnahmeregelung.

Wie berichtet, stehen Führungskräfte des größten deutschen Geldtransportunternehmens Heros im Verdacht, in den vergangenen Jahren mindestens 300 Millionen Euro, die ihnen von Kunden anvertraut waren, veruntreut zu haben. Mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent ist Heros der größte Geldtransporteur in Deutschland. Das Unternehmen und seine 23 Tochtergesellschaften hatten unlängst Insolvenz beantragt.

Verdacht auf Betrug und Untreue

Seit Anfang 1998 unterliegt die Besorgung der Finanztransfergeschäfte der Aufsicht der Bafin. Nach einer Definition der Behörde vom Mai 2000 betrifft dies diejenigen Geldtransporteure, die sich - grob gesprochen - in der Bargeldbearbeitung betätigen und dabei die Gelder verschiedener Auftraggeber vermischen. Die Bafin knüpft die Genehmigung zu solchen Dienstleistungen an zahlreiche Voraussetzungen.

Dazu zählt, ?Geldflüsse durch Schaffung einer lückenlosen Papierspur zwischen Auftraggeber und Empfänger einer Zahlung transparent zu machen?. Die Bafin-Sprecherin merkte dazu an, im Fall Heros gehe es um den Verdacht auf Betrug und Untreue. Solche Vorkommnisse hätten Kontrollen, die auf Vermeidung von Geldwäsche zielten, ohnehin nicht verhindern können, meint die Sprecherin. Ein Sprecher der Deutschen Bundesbank, die an der Aufsicht mitwirkt, äußerte sich ähnlich.

Nur ein Antrag der alle Voraussetzungen erfüllt

Mehrere Geldtransporteure hätten seinerzeit bei der Bafin eine Zulassung zu Finanztransfergeschäften beantragt, sagt Hans-Jürgen Kröger, der Vorstandsvorsitzende des Branchenverbands Bundesvereinigung Deutscher Geld und Wertdienste (BDGW). Doch stehe ein Bescheid auf diese Anträge immer noch aus, sagt Kröger, der auch Vorsitzender der Geschäftsführung des Geldtransportunternehmens Brink's ist. Der BDGW befürchtet, daß die gesamte Branche durch die Heros-Affäre an Vertrauen einbüßt.

Die Bafin-Sprecherin erklärte den Umstand, daß mehr als acht Jahre nach Inkrafttreten der Bestimmungen noch keine Kontrollen durchgeführt würden, mit Abgrenzugsfragen und rechtlichen Schwierigkeiten. Einige Unternehmen hätten ihr Geschäft zwischenzeitlich umgestellt, andere ihre Anträge nachbessern müssen. Im Oktober 2005 habe erst ein einziger Antrag vorgelegen, der alle Voraussetzungen erfüllt habe. Er sei aus bestimmten Relevanzüberlegungen heraus noch nicht beschieden.

Unlauterer Wettbewerb mit ?Dumping-Preisen??

Den BDGW treibt die Sorge um, daß der Vertrauensverlust durch den Heros-Skandal seine Bemühungen untergräbt, künftig die gesamte Geldbearbeitung - einschließlich der Prüfung der Banknoten auf Echtheit - übernehmen zu können, wie dies in einigen europäischen Ländern schon üblich ist. Hierzulande strebt die Deutsche Bundesbank an, sich mit Hilfe niedriger Preise einen Anteil von mindestens 50 Prozent an diesem Geschäft zu sichern. Der BDGW hat die Bundesbank deshalb verklagt. Sie betreibe mit ?Dumping-Preisen? unlauteren Wettbewerb, lautet der Vorwurf.

Auch über andere Aspekte der Umsetzung europäischer Vorgaben für die Bargeldbearbeitung liegen BDGW und Bundesbank im Streit. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie die Maschinen zum Erkennen von Falschgeld zugelassen und fortlaufend überprüft werden. Laut BDGW-Geschäftsführer Harald Olschok plädiert der Verband für eine gesetzliche Regelung dieser Fragen.

Aufsicht und Bargeldbearbeitung strikt getrennt

Nur so ließen sich die notwendigen Prüfungen eindeutig und rechtlich verbindlich für alle Marktteilnehmer umsetzen. Und nur so gebe es dann auch eine klare rechtliche Grundlage, bei Verstößen Sanktionen zu verhängen. Demgegenüber wolle die Bundesbank diese Fragen in bilateralen Verträgen zwischen ihr und jeweils dem einzelnen Geldtransporteur regeln.

Diesen Verträgen zufolge müßten die privaten Unternehmen der Bundesbank interne Daten zur Verfügung stellen - und damit einem Konkurrenten, da sich auch die Bundesbank verstärkt in der Geldbearbeitung betätigen wolle, kritisiert Olschok. Der Bundesbanksprecher sagte dazu, Aufsicht und Bargeldbearbeitung seien bei der Bundesbank strikt voneinander getrennt

 

28.02.06 08:29

44542 Postings, 7238 Tage SlaterHerso verbietet keine fristlosen Kündigungen

Heros hält Mitarbeiter fest
Von Jan Keuchel
Die Insolvenz des unter Betrugsverdacht stehenden Geldtransportunternehmens Heros führt zu Auseinandersetzungen zwischen Firmenleitung und Arbeitnehmern. Wie aus einem Schriftstück hervorgeht, das dem Handelsblatt vorliegt, wird kündigungswilligen Arbeitnehmern der Ausstieg aus dem Unternehmen verwehrt.

DÜSSELDORF. ?Nach Rücksprache mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter teile ich Ihnen mit, dass keine fristlose Kündigung eines Mitarbeiters akzeptiert wird?, heißt es in einem Heros-Schreiben.

Aus dem Umfeld der Firma verlautet, dass einige Arbeitnehmer von Heros zu Konkurrenzunternehmen wechseln wollen. ?Heros übt massiv Druck auf diese Personen aus, auch per Telefon?, heißt es bei einer Konkurrenzfirma. Bei Heros wird das bestritten.

Die Heros-Gruppe hatte vor wenigen Tagen Insolvenz für ihre 27 Gesellschaften angemeldet. Hintergrund ist eine Betrugsaffäre in dreistelliger Millionenhöhe, in der die Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft ermittelt. Heros hat nach Angaben des Branchenverbandes einen Marktanteil von rund 50 Prozent im deutschen Geldtransportgeschäft. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Beschuldigte aus dem Firmenumkreis Kundengelder zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und für private Zwecke veruntreut haben. Es geht um einen Schaden von rund 300 Millionen Euro. Vier Beschuldigte sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Das Unternehmen beschäftigt rund 5 000 Mitarbeiter. Wie aus einer ersten Stellungnahme des Hannoveraner Insolvenzverwalters Manuel Sack hervorgeht, erhalten sämtliche Mitarbeiter ihre Gehälter über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes. ?Damit ist die pünktliche Zahlung der Löhne für die Monate Februar bis einschließlich April gewährleistet. Es wurden bisher keinerlei Kündigungen ausgesprochen?, so Sack. Die Mitarbeiter würden zudem durch ein großes Team von Rechtsanwälten ?aus allen Standorten unserer Kanzlei betreut und informiert? und arbeitsrechtliche Fragen ?in engem Kontakt mit den Betriebsräten und der zuständigen Gewerkschaft Verdi abgestimmt?. Trotzdem scheinen einige Mitarbeiter so schnell wie möglich einen neuen, sicheren Arbeitsplatz anzustreben und auf fristlose Kündigungen sowie Aufhebungsverträge zu setzen. ?Es werden keine Aufhebungsverträge geschlossen. Ein Recht zur fristlosen Kündigung besteht für die Mitarbeiter nicht?, heißt es jedoch in dem Schreiben der Firmenleitung.

Verantwortlich dafür ist Kay Olaf Rekittke. Er wurde von Insolvenzverwalter Sack gemeinsam mit Oliver Seiter gebeten, ?die Geschäftsleitung aller ehemaligen Securitas Gesellschaften in Vollmacht zu übernehmen?, wie es in einem weiteren Schreiben heißt, das dem Handelsblatt vorliegt. Die Konzernsparte ?Geld- und Wertdienste Deutschland? von Securitas war von Heros aufgekauft worden. Auf Nachfrage wurde bei Heros in Düsseldorf die Existenz der Schreiben bestätigt. Darin habe man aber nur die momentane Rechtslage darstellen wollen, die fristlose Kündigungen ausschließe. ?Wir werden keinem Wechselwilligen Steine in den Weg legen?, sagte ein führender Unternehmensmitarbeiter. Zugleich betonte er aber, dass es derzeit darum gehe, den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Aus diesem Grund werde man fristlose Kündigungen vorerst nicht akzeptieren.

Ob das überhaupt zulässig ist, ist aber keineswegs sicher. Denn sollte sich herausstellen, dass die Insolvenz von Heros auf Straftaten des Arbeitgebers beruhen, könnte den Arbeitnehmer doch ein Recht zum sofortigen Ausstieg zustehen.


 

28.02.06 08:38

129861 Postings, 6151 Tage kiiwiiWhat ??

"...verbietet keine..." ?

kiiwiiariva.deMfg
 

28.02.06 08:57

19522 Postings, 7178 Tage gurkenfredja, ja. theorie und praxis....

wenn ein AN kündigt und nen neuen job anfängt, wie will ihn der alte AG davon abhalten??? mit der polizei an den arbeitsplatz bringen lassen, oder wie???
alles witzfiguren, die nur die leute einschüchtern wollen.

mfg
GF

 

28.02.06 09:30

25551 Postings, 7066 Tage Depothalbiererkorruptes pack!!

wenn man das bafin und den drecksladen kartellamt auflösen würde, wäre alles genauso wie ohne diese läden.

aber ein haufen geld würde gespart.  

   Antwort einfügen - nach oben