Aus Geschichte gelernt?

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neuester Beitrag: 02.02.08 22:20
eröffnet am: 02.02.08 11:43 von: Rheumax Anzahl Beiträge: 5
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02.02.08 11:43
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8584 Postings, 7135 Tage RheumaxAus Geschichte gelernt?

Sieg im Zeichen des Affen

Mit dem Tetfest begann vor 40 Jahren die vietnamesische Großoffensive gegen die US-Aggressoren

Von Gerhard Feldbauer

Gefangennahme eines US-Piloten durch die Befreiungsfront FNLFoto: jW-Archiv

Mit dem traditionellen Tetfest am 30. Januar begann 1968 das 4 605. Mondjahr, das nach der Folge des Tierkreises im Zeichen des Affen stand, Sinnbild für eine Wendung zum Guten. – Nordvietnam wurde seit dem 5. August 1964 erbarmungslos von der US-Luftwaffe bombardiert, um seine Unterstützung für den seit über zehn Jahren gegen die Okkupation des Südens geführten Befreiungskampf zu brechen. Das Scheitern der Pläne Wa­shingtons wurde am Ende dieses vietnamesischen Mondjahrfestes besonders offensichtlich.

Denn in der Nacht zum 1. Februar eröffnete die Befreiungsarmee ihre vom Ben-Hai-Fluß an der Demarkationslinie zu Nordvietnam bis zum Süden hinter Saigon reichende, bis dahin größte Offensive. Unter den Angriffszielen befanden sich 43 Kreis- und Provinzhauptstädte, Hunderte kleinere von amerikanischen oder südvietnamesischen Truppen besetzte Ortschaften sowie 20 US-Stützpunkte und Luftwaffenbasen, darunter die größten wie Bien Hoa, Da Nang, und Pleiku.

Die USA hatten zu dieser Zeit 537000 Mann Bodentruppen in Südvietnam stehen. Die Saigoner Marionettenarmee zählte rund 700000 Soldaten. Hinzu kamen drei Infanteriedivisionen mit insgesamt 50000 Mann aus Südkorea und zirka 20000 Soldaten aus Staaten der Southeast Asia Treaty Organization (SEATO), einer Art asiatischer NATO, ebenfalls unter US-Führung.

Westliche Presseberichterstatter räumten ein, daß Kampfhandlungen dieses Ausmaßes nur mit Unterstützung der Bevölkerung möglich waren und es in vielen Städten zu regelrechten Erhebungen kam, darunter in Hue und Saigon. In Hue fanden über vier Wochen lang erbitterte Straßenkämpfe statt, wehte die Fahne der FNL, der Nationalen Befreiungsfront, auf der Zitadelle der alten Kaiserstadt, ehe es der 1. amerikanischen Luftlandedivision und Marines gelang, die Stadt wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Befreiungskämpfer zogen sich schließlich zurück, um weitere Verluste zu vermeiden. Denn dort, wo sie sich festgesetzt hatten, bombardierte die US-Air Force ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung die Stadt. Auf den angegriffenen Luftwaffenstützpunkten zerstörte die FNL über 100 Flugzeuge und machte die meisten Startbahnen unbrauchbar.

In Saigon griffen die FNL-Truppen das Hauptquartier von US-General William Westmoreland, den Generalstab der Marionettenarmee, den Präsidentenpalast und die Polizeizentrale an. Ein Stoßtrupp von 19 Kämpfern drang in den schwerbewachten Sitz des US-Statthalters, das »Weiße Haus von Saigon«, wie die amerikanische Botschaft genannt wurde, ein und schlug sechs Stunden die Angriffe Hunderter Marines und Special Forces zurück. Den meisten Kämpfern gelang es, unterstützt von Einheiten vor der Botschaft, sich zurückzuziehen. Bei einem Angriff auf den Saigoner Flugplatz Tan Son Nhut wurden 20 Flugzeuge zerstört. Die Straßenkämpfe in Saigon dauerten noch monatelang an. In den Städten, aus denen sich die FNL nach den Kämpfen zurückzog, blieben gefestigte oder neue Stützpunkte des Widerstandes zurück. War der Kampf bis dahin vor allem auf dem Land geführt worden, so trug ihn die Tet-Offensive in die Städte, aus denen er nicht mehr verdrängt werden konnte.

Eine Schlacht ohnegleichen fand um den schwer befestigten US-Stützpunkt Khe Sanh statt. Er lag auf der Hochebene im nördlichen Teil Südvietnams an der Straße neun etwa 50 Kilometer südlich des Ben Hai und 30 Kilometer von der laotischen Grenze entfernt. Seine Besatzung zählte 6000 amerikanische Soldaten und Offiziere, von denen ein großer Teil während einer 170 Tage dauernden Belagerung getötet wurde. Nachdem Khe Sanh nur noch aus der Luft versorgt werden konnte, evakuierte das US-Oberkommando seine restliche Besatzung.

Weiter:   http://www.jungewelt.de/2008/02-02/008.php

 

02.02.08 11:56
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13393 Postings, 6172 Tage danjelshakenatürlich nicht!

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mfg ds

Ich kann nix dafür, ich bin so!

02.02.08 12:01

105 Postings, 4654 Tage Romanoloaber warum?

02.02.08 12:47
1

8584 Postings, 7135 Tage RheumaxWarum?

Vielleicht liegts am Geld.

Mit dem läßt sich öffentliche Meinung hervorragend manipulieren - bis das Stimmvolk schließlich "Hurra" schreit.
An Rüstung und Krieg läßt sich`s gut verdienen.
Da können Halliburton & Co. sich locker "die beste Demokratie" leisten, "die es für Geld zu kaufen gibt".

Aber wahrscheinlich täusche ich mich und es geht auschließlich um die selbstlose Verbreitung von Freiheit und Demokratie...  

02.02.08 22:20
1

8584 Postings, 7135 Tage Rheumax"Im Zeichen des Affen"

hat was.
Steht aber nicht unbedingt für Sieg..  
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