Auch das noch, Strom 30% teurer

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neuester Beitrag: 19.08.05 17:23
eröffnet am: 17.08.05 18:29 von: rotgrün Anzahl Beiträge: 25
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17.08.05 18:29
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40521 Postings, 6499 Tage rotgrünAuch das noch, Strom 30% teurer

Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf deutlich höhere Stromrechnungen einstellen. Bis zu einem Drittel höhere Stromrechnungen als bisher könnten die etablierten Energiekonzerne den Verbrauchern bald zustellen, sagen Experten. Der Wechsel zu günstigeren Anbietern würde sich lohnen.


Nächste Kostenlawine rollt auf die Verbraucher zu
1,30 Euro zahlen Bundesbürger schon für einen einzigen Liter Superbenzin. Gaststätten und Restaurants nehmen für Bier und Schnitzel seit der Euroeinführung teils das Doppelte der ehemaligen Mark-Preise. Jetzt rollt die nächste Kostenlawine auf die Verbraucher zu.


Bürger müssen künftig tiefer in die Tasche greifen
Nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) müssen sich die Bundesbürger in den nächsten Monaten auf erheblich höhere Strompreise einstellen. DIW-Expertin Claudia Kemfert geht von Steigerungen von bis zu einem Drittel des jetzigen Preises aus. "Vielleicht ist es etwas weniger, aber in der Bandbreite von 25 bis 30 Prozent ist eine Strompreissteigerung möglich", sagte Kemfert dem TV-Magazin "Plusminus".

Preisauftrieb von mehr als einem Drittel
Die dicke Stromrechnung folgt dem Trend an der Strombörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig. Mit jedem Cent, der dort für Energielieferungen im kommenden Jahr gezahlt werden muss, steigt die Gefahr der Verbraucher vor höheren Stromrechnungen in 2006. Die Börsenpreise aber sind seit Januar dieses Jahres nicht in kleinen Cent-Schritten gestiegen, sondern in Euro-Riesenschritten. Die Tageslieferung Strom im Jahr 2006 kostete vor sieben Monaten noch etwa 33 Euro pro Megawattstunde, jetzt sind es fast 44 Euro - ein Preisauftrieb von mehr als einem Drittel.


Stadtwerke ebenfalls betroffen
Das trifft nicht nur Großabnehmer aus der Industrie, sondern auch Stadtwerke: Die kommunalen Energieversorger kaufen zum Teil an der Strombörse, was sie an die Haushalte über ihr Leitungsnetz verteilen. "Wer als Großkunde noch keine Verbrauchsmengen für die nächsten Jahre abgesichert hat und jetzt seinen Gesamtbedarf an Strom auf einen Schlag beispielsweise für das nächste Jahr eindeckt, muss jetzt ganz schön draufzahlen", bestätigt Björn Vortisch, Portfoliomanager bei Energy & More Energiebroker in Königstein, nahe Frankfurt am Main.

Einkauf zu Lasten der Verbraucher
Doppelt schlecht für die Verbraucher: Viele Großkunden haben sich ausgerechnet im Juli und August dieses Jahres mit Strom für das kommende Jahr eingedeckt, zeigen die Orderdaten der Strombörse EEX in Leipzig. Zu einem Zeitpunkt, als die Energielieferungen besonders teuer waren. "Die ersten Stromkonzerne haben schon angekündigt, ihre Verbraucherpreise anheben zu wollen", muss dann auch Christian Fronczak melden, Sprecher der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Aktueller Börsenpreis als Kalkulationsgrundlage
Den Verbrauchern hilft jetzt nicht einmal, das derzeit nur etwa 15 Prozent des täglichen Stromhandels über die Börse abgewickelt werden, wie die EEX selber schätzt. "Wer heute über Stromlieferungen fürs kommende Jahr verhandelt, sei es ein großer Industriebetrieb oder ein Stadtwerk, der bekommt von den großen Stromlieferanten stets die aktuellen Börsenpreise als Kalkulationsgrundlage für die kommenden Monate vorgelegt", sagt Wolfgang Heller, Energieexperte des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.




Einkaufskosten von den Verbrauchern zahlen lassen
Kleinere Energieversorgungsunternehmen, die nicht weniger Gewinn als in der Vergangenheit machen wollen, werden ihre höheren Einkaufskosten deshalb von Deutschlands Verbrauchern zahlen lassen - durch höhere Stromrechnungen. Damit wird für die Verbraucher auf Monate zementiert, was die Stromnotierungen zuletzt in die Höhe getrieben hat: Die hohen Preise für Energierohstoffe beispielsweise, die in Energiewerken auch zur Stromerzeugung gebraucht werden. Für Kraftwerkgas etwa, dessen Preis eng mit den Ölnotierungen verbunden ist, aber auch für Kohle. Und für Kohlendioxid-Zertifikate, deren Handel vor einigen Monaten aufgenommen wurde, um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, seitdem aber um mehr als das Dreieinhalbfache teurer geworden sind.


Günstige Stromanbieter nutzen
Clevere Verbraucher sollten deshalb überlegen, ob sie ihre Stromrechnung nicht drücken können. Angebote dazu gibt es durchaus. Je nach Ortsgebiet unterbieten kleinere Stromanbieter wie Yello, Eprimo, Strommixer oder Flexstrom die Preise der etablierten Stadtwerke und Großkonzerne deutlich. Beispiel Hamburg: Wer 4000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht, zahlt derzeit bei Flexstrom je nach Tarif mehr als 150 Euro weniger als beim Marktführer der Hansestadt, den HEW. Allerdings müssen sich Verbraucher auf teils ungewohnte Bezahlvarianten einstellen.

Kilowattstundenpakete von Flexstrom
Die Firma Flexstrom beispielsweise bietet verschiedene Kilowattstundenpakete an, die im voraus für ein Jahr bezahlt werden müssen. Mehr verbrauchte Kilowattstunden werden extra berechnet, weniger verbrauchte verfallen. Im Gegenzug garantiert Flexstrom, seine Preise wenigstens ein Jahr lang nicht zu erhöhen.

Ausstieg aus dem laufenden Vertrag ohne Probleme möglich
Der Wechsel zu einem der alternativen Stromlieferanten macht übrigens keine Schwierigkeiten. Sobald Sie einen Vertrag mit ihrem neuen Lieferanten geschlossen haben, regelt Ihr neuer Stromversorger alles weitere für Sie - von der Kündigung beim Altlieferanten bis zur nahtlosen Versorgung mit Strom. Zudem behalten Sie Ihren bisherigen Stromzähler. Sollten Probleme mit dem Anschluss auftauchen, kümmert sich Ihr alter Stromversorger darum, das gilt auch für Stromausfälle. Dazu ist er per Gesetz verpflichtet. Unterm Strich bleibt für Sie nur ein Unterschied: Sie bekommen Ihren Strom lediglich zu besseren Konditionen.

 

17.08.05 18:41
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59073 Postings, 7243 Tage zombi17Hat jemand eine Idee wie es besser

werden könnte? Sobald die Bevölkerung Kürzungen schluckend hinnimmt, wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Die machen Wahnsinnsgewinne und kriegen den Hals nicht voll, diese Drecksäcke.  

17.08.05 18:45

40521 Postings, 6499 Tage rotgrünTrifft mich besonders hart

da ich eine Stromheizung Bj 1977 im Keller habe die Nachts 3000 Liter Wasser aufheizt.
Noch habe ich den uralten Nachttarif Vertrag mit 8,9 Cent je Kilowatt, wie lange noch?
Wieder mal die Arschkarte gezogen.
Toll.  

17.08.05 19:42

9045 Postings, 7244 Tage taosDas ist ein Aktienboard

habt ihr schon mal daran gedacht Aktien von E.ON oder RWE zu kaufen?

Taos
 

17.08.05 19:46

40521 Postings, 6499 Tage rotgrünNa toll taos

warum hat mir das keiner früher gesagt, grummel ;-).  

17.08.05 19:55

69017 Postings, 6171 Tage BarCodeHätte ich fast gemacht, taos

Aber die Verkäuferin hatte ein Kopftuch auf. Wo kann man die den sonst noch kaufen?

Gruß BarCode  

17.08.05 19:58

59073 Postings, 7243 Tage zombi17Ich wollte das auch machen,

kurz bevor ich zuschlagen konnte kam ein Brief mit der Nachzahlungsforderung. Da hatte sich das erledigt.  

17.08.05 19:59

40521 Postings, 6499 Tage rotgrün@ bar code

Ist es eigentlich notwendig in jeden fremden Thread sein Gegenüber anzumachen?
Klärt doch bitte Eure politische Gesinnung, oder Themen der Zuwanderung in dementsprechende Threads, bzw macht Euch über Boardmail an.
Gruß RG  

17.08.05 20:02

69017 Postings, 6171 Tage BarCodeSollte eigentlich keine Anmache sein

nur n' blöder Spruch. Ich hab keine Ahnung, was taos politisch so denkt...
Aber manchmal erfasst einen nach dem lesen diverser Threads eine Art panische Albernheit.

Gruß BarCode  

17.08.05 20:06

129861 Postings, 6158 Tage kiiwii...eher eine alberne Panik, oder...?

...wie auch immer - beides ist nicht nötig.

MfG
kiiwii
ariva.deWo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?  

17.08.05 20:07

40521 Postings, 6499 Tage rotgrünAlles klar

Letzte Zeit nimmt das hier leider etwas Überhand mit dem SPD-CDU Lager.
Lenztendlich sind Wir alles Menschen und sollten uns auch dementsprechend behandeln und
respektieren, egal welche Lebens und Glaubensgewohnheiten man praktiziert.
Schönen Abend
Gruß RG  

17.08.05 20:13

2421 Postings, 7087 Tage modestealso, ich fand das bashen gegen

rot-grün und den 68er-quatsch gerade immer menschenWürdig, weil vernünftig...

*ggg*

mit bashten grüßen !
modeste  

17.08.05 20:17

15130 Postings, 6941 Tage Pate100versteh ich nicht..

Wie funktioniert die Strombörse in Leipzig?
Wer handelt da alles? Wer macht die Kurse?  
Wieso werden die/unsere Strompreise anhand der Kurse in Leipzig gemacht?
Wie leicht sind die Kurse in Leipzig manipulierbar?

Also können die großen Energiekonzerne die Preise an der Börse nach oben treiben
und schon müssen wir blechen?! Cool geiles Geschäft die!
Wer überwacht das ganze?

Wie groß sind eigentlich die Mehrkosten durch die erhöhten Rohstoffpreise
die EON, RWE und Co haben? Durch was explosieren die Kosten für die Atommeiler
sodass wir dafür blechen müssen? Ein Atommeiler braucht doch kein Öl oder?
Wie gesagt, ich habe keine Ahnung von der Materie aber ich kann das einfach nicht nachvollziehen.


Mir kommt der ganze Energiesektor wie ein riesiges Kartell vor, die uns skrupelos
abzocken.
Man hat doch eigentlich keine Möglichkeit das ganze zu überprüfen oder?

Wo kann man sich zu diesen Thema informieren?

Gruss Pate

 

17.08.05 20:19

59073 Postings, 7243 Tage zombi17Das ist ein Kartell, Pate

Da sind sich viele Fachleute einig, es ist leider schwer durch Papiertiger nachzuweisen.
Lese die Bilanzen, einen Gewinnrekord nach dem anderen.  

17.08.05 20:19

2421 Postings, 7087 Tage modestead pate100

immerhin gibt es ab 1.7. die netzagentur, die für eine staatliche kontrolle der netznutzungsentgelte sorgen wird im bereich von strom und gas. sehr zum ärger der netzbetreiber wie eon, rwe.  

17.08.05 20:29
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15130 Postings, 6941 Tage Pate100leben wir eigentlich in einer Bananenrepublick???

wie kann so etwas möglich sein?

Die hohen Strompreise kosten Arbeitsplätze!!! Dagegen sollte man wal was
unternehmen und nicht nur schwachsinnige/unsinnige Depatten führen und denken
mit Hartz 4 wird alles besser.

Aber wahrscheinlich sitzen die CDU/SPD Arschlöcher in den Aufsichtsräten
und kasieren mit ab.
Es ist zum kotzen!! Und wir machen auch noch alles mit ohne den
geringsten Wiederstand...

 

17.08.05 21:02

129861 Postings, 6158 Tage kiiwiiist "Arschlöcher" das einzige Wort, das Du richtig

schreiben kannst, Pate100 ?


MfG
kiiwii
ariva.deWo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?  

17.08.05 21:17

15130 Postings, 6941 Tage Pate100Arschloch

...zu mehr reicht es momentan nicht...*g*

Aber ich habe auch einen 12 Stunden Arbeitstag hinter mir und kann leider nicht den
ganzen Tag bei Ariva rumlungern.

lol aber 6(?) Fehler im letzten Posting sind schon etwas viel...
Naja Scheiß drauf, ich gönn mir erstmal noch ein Gläschen Wein!



 

17.08.05 21:25

Clubmitglied, 44359 Postings, 7321 Tage vega2000Meine Stromabschlagszahlungen werden schon

seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit erhöht.
Meine Hoffnung am Ende des Jahres mal etwas zurückzubekommen liegt in weiter Ferne. Was ich nicht begreife, trotz sparsamen Umgang mit Strom erfolgt immer eine Nachzahlung. Beim Heizoel ist es ähnlich.  

17.08.05 21:26

129861 Postings, 6158 Tage kiiwiiJo, Pate, mit Dank zurück und Prost ;-)

MfG
kiiwii
ariva.deWo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?  

17.08.05 21:41

15130 Postings, 6941 Tage Pate100thanx kiiwii:-)


ist es so besser?

"Aber wahrscheinlich sitzen die SPD Arschlöcher..."
Da bin ich flexibel! *gg*


@vega meine auch... mußte letztes Jahr 330 EUR nachzahlen!:(

Prost!

Gruß Pate

 

17.08.05 21:46

129861 Postings, 6158 Tage kiiwiibestens! *g* - Muß übrigens in den nächsten Tagen

meinen Öl-Tank füllen lassen; es graust mir schon. Ich zögere es hinaus, Tag um Tag, in der Hoffnung auf sinkende Presie, aber ich fürchte, dieses Jahr sind wir alle gekniffen...


MfG
kiiwii
ariva.deWo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?  

17.08.05 21:55

1720 Postings, 5904 Tage Hartz5Hey, cool bleiben.

Baut euch ein paar von den hochmodernen Sonnenfängern aufs Dach und ihr kriegt noch Kohle raus. Rotgrün machts möglich.  

17.08.05 22:16

15130 Postings, 6941 Tage Pate100Hubertus Schmoldt e.on Aufsichtsrat

Mitglied SPD...

Hubertus Schmoldt wurde am 14. Januar 1945 in Posen geboren. Nach dem Besuch der Realschule Ausbildung zum Maschinenschlosser in der Firma Wolff Walsrode AG. Seit 1963 Mitglied der IG Chemie-Papier-Keramik. Mitglied der Jugendvertretung der Firma Wolff Walsrode AG und Vorsitzender der Jugendvertretung. In dieser Zeit ehrenamtliche Gewerkschaftstätigkeit in Gremien der Orts-, Landes- und Bundesebene. Von 1966 bis 1969 Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Seit 1969 hauptamtliche Gewerkschaftstätigkeit; von 1969 bis 1977 als Sekretär der Verwaltungsstelle Hamburg der IG Chemie; bis 1981 als Bezirkssekretär für Angestelltenarbeit im Bezirk Nordmark-Berlin. Seit 1981 Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Hamburg und Vorsitzender des Vorstandes der Verwaltungsstelle Hamburg. Seit 1988 Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG Chemie-Papier-Keramik; Seit 1995 Vorsitzender der IG Papier-Chemie-Keramik. Mit der Fusion von IG Chemie-Papier-Keramik, IG Bergbau und Energie und der Gewerkschaft Leder im Oktober 1997 Wahl zum Vorsitzenden der neuen IG BCE. Wiederwahl beim 2. Ordentlichen Gewerkschaftskongress der IG BCE Oktober 2001. Mitglied des Aufsichtsrates der Bayer AG, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender u.a. der E.ON AG, der BP AG und der RAG Coal International. Seit 1966 Mitglied der SPD.

Das ist der Rest des Aufsichtsrates...
Die CDU ist bestimmt auch vertreten. habe aber keine Lust weiter zu suchen.

Ulrich Hartmann
Hubertus Schmoldt
Dr. Karl-Hermann Baumann
Dr. Rolf-E. Breuer
Dr. Gerhard Cromme
Ulrich Hocker
Prof. Dr. Ulrich Lehner
Dr. Klaus Liesen
Dr. Henning Schulte-Noelle
Prof. Dr. Wilhelm Simson
Dr. Georg Frhr. von Waldenfels
Günter Adam
Gabriele Gratz
Wolf-Rüdiger Hinrichsen
Eva Kirchhof
Seppel Kraus
Erhard Ott
Ulrich Otte
Klaus-Dieter Raschke
Gerhard Skupke
Prof. Dr. Günter Vogelsang
 

19.08.05 17:23

40521 Postings, 6499 Tage rotgrünStrompreise rufen Bundeskartellamt auf den Plan



Das Bundeskartellamt hat wegen der hohen Strompreise ein Verfahren gegen die Konzerne E.ON AG und RWE AG eingeleitet. Die Wettbewerbshüter gehen nach eigenen Angaben vom Freitag dem Verdacht nach, dass die beiden Anbieter als marktbeherrschende Unternehmen ihre Stellung auf dem Strommarkt für Großkunden im Zusammenhang mit dem CO2-Emissionshandel missbrauchen. Beide Konzerne seien zu einer Stellungnahme bis Mitte September aufgefordert worden. Anschließend will das Bundeskartellamt über weitere Verfahrensschritte entscheiden.
Deutsche Industrie beschwert sich
Die Wettbewerbshüter wurden unter anderem aufgrund einer Beschwerde der deutschen Industrie über die Preispolitik der großen deutschen Stromversorger tätig. Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) wirft den großen Stromkonzernen vor, die von der Bundesregierung unentgeltlich zugeteilten CO2-Emissionszertifikate mit einem vielfach höheren Börsenpreis als Kosten in den Strompreis einzukalkulieren. Der VIK hatte vergangene Woche einen entsprechenden Prüfantrag an das Kartellamt gestellt.




Zu enge Verzahnung von Strom- und CO2-Märkten
Nach Einschätzung des Verbands sind die steigenden Preise das Ergebnis der engen Verzahnung der Strom- und CO2-Zertifikatsmärkte. In den Händen der vier großen Anbieter liegen demnach rund 80 Prozent der Stromerzeugungskapazität und gut zwei Drittel der Kohlendioxid-Zertifikate. Der VIK vertritt vorwiegend Industriekunden der großen Energieversorger sowie die Stadtwerke.

Strompreis wird weiter steigen
Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf deutlich höhere Stromrechnungen einstellen. Bis zu einem Drittel höhere Stromrechnungen als bisher könnten die etablierten Energiekonzerne den Verbrauchern bald zustellen, sagen Experten. Der Wechsel zu günstigeren Anbietern würde sich lohnen.

Nächste Kostenlawine rollt auf die Verbraucher zu
1,30 Euro zahlen Bundesbürger schon für einen einzigen Liter Superbenzin. Gaststätten und Restaurants nehmen für Bier und Schnitzel seit der Euroeinführung teils das Doppelte der ehemaligen Mark-Preise. Jetzt rollt die nächste Kostenlawine auf die Verbraucher zu.

Bürger müssen künftig tiefer in die Tasche greifen
Nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) müssen sich die Bundesbürger in den nächsten Monaten auf erheblich höhere Strompreise einstellen. DIW-Expertin Claudia Kemfert geht von Steigerungen von bis zu einem Drittel des jetzigen Preises aus. "Vielleicht ist es etwas weniger, aber in der Bandbreite von 25 bis 30 Prozent ist eine Strompreissteigerung möglich", sagte Kemfert dem TV-Magazin "Plusminus".  

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