Auch Merkels Problembär zum Abschuss frei gegeben?

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eröffnet am: 27.06.06 14:20 von: Dr.UdoBroem. Anzahl Beiträge: 1
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40967 Postings, 7102 Tage Dr.UdoBroemmeAuch Merkels Problembär zum Abschuss frei gegeben?

Merkel schützt ihren Bruno
von Birgit Marschall

Wirtschaftsminister Michael Glos selbst hat sich mit dem Problembären verglichen. Es war ein riskanter Vergleich: Nun ließ die Kanzlerin dementieren, Glos sei zum Abschuss freigegeben.


    Der getötete Problembär Bruno soll ins Museum ...

"Der Bär ist seinen Häschern bisher auch stets entkommen", kommentierte Michael Glos Gerüchte, er werde als Bundeswirtschaftsminister alsbald abgelöst. Nur wenige Stunden später war Problembär "Bruno" tot. Der erste wilde Braunbär in Deutschland seit 140 Jahren erlag am Montagmorgen in der Nähe des bayerischen Spitzingsees den Kugeln seiner Häscher.

Noch immer nicht Tritt gefasst

Es darf Glos nach seinem Vergleich nicht wundern, wenn nun einige auf die Idee kommen, zu fragen, wie lange er selbst denn seinen Kritikern in- und außerhalb der Koalition entkommen wird. Sieben Monate nach Regierungsantritt hat der frühere CSU-Landesgruppenchef im Bundestag noch immer nicht Tritt gefasst als Minister. Für die Opposition ist das ein gefundenes Fressen: Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn sieht in Glos ein "Konjunkturrisiko", FDP-Fraktionsvize Rainer Brüderle den "Problembären der Regierung Merkel".

"Hervorragende Arbeit in schwierigem Spannungsfeld"


    ... Michael Glos verglich sich mit Bruno und fürchtet seither seinen Abschuss

Das Image des Unterfranken ist so ramponiert, dass einige weniger seriöse Medien den Mut finden, die bevorstehende Demission des Ministers ohne Angaben von Quellen einfach mal zu vermuten. Empört reagierte darauf die CSU - allerdings zunächst auch nur sie. Glos genieße das volle Vertrauen seiner Partei, rief CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer. Parteifreunde erinnern daran, dass Glos unerwartet als Ersatzmann für CSU-Chef Edmund Stoiber hatte antreten müssen.

Am Montag dann sprang doch noch Angela Merkel dem Minister zur Seite. "Auch für die Bundeskanzlerin entbehren diese Berichte jeder Grundlage", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Es handele sich um "abwegige Spekulationen". Glos leiste in einem "sehr schwierigen Spannungsfeld hervorragende Arbeit". In einer großen Koalition sei es stets schwer, die ordnungspolitischen Erwartungen im eigenen Lager zu erfüllen, hieß es weiter.

Allerdings hat auch Problembär "Bruno" die hoch gesteckten Erwartungen an ihn nicht erfüllt: Er ließ sich partout nicht einfangen und wurde erst deshalb zu Freiwild.



Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.  

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