Angst vor Terrorismus?

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neuester Beitrag: 15.01.10 17:25
eröffnet am: 15.01.10 14:06 von: thunfischpizz. Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 15.01.10 17:25 von: annubis Leser gesamt: 244
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bewertet mit 2 Sternen

15.01.10 14:06
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1405 Postings, 4488 Tage thunfischpizzaAngst vor Terrorismus?

"Terrorismus" kommt von "Terror". Terror ist eine sehr effektive Waffe, denn die Angst vor ihr ist weit größer als der Schaden, den sie anrichten kann. Die islamischen Fanatiker, die heute den Großteil des Terrorismus betreiben, sind viel zu wenige, viel zu machtlos, um unsere Zivilisation tatsächlich durch Kampf zu beeinträchtigen. Stattdessen verfolgen sie erfolgreich die Strategie, uns Angst zu machen, damit wir selbst unsere Gesellschaft durch immer größeres Misstrauen unseren Mitmenschen gegenüber und durch immer weitergehende Einschränkungen unserer Freiheit untergraben. Mit anderen Worten: die ganze Macht (bzw. der Einfluss) dieser Spinner basiert darauf, dass wir uns vor ihnen in die Hose machen. Ein wenig Gelassenheit täte hier bitter Not, denn mit dieser schwindet auch der Einfluss des Terrorismus. Ein Terrorist, vor dem niemand Angst hat, ist ein Nichts, ein armer Irrer.

Stattdessen muss nur mal wieder ein Video von irgendsonem Talibart auftauchen und schon rennen wieder alle durch die Gegend wie verschreckte Hühner. Warum? Weltweit sind letztes Jahr durch Terrorismus etwa 6000 Menschen ums Leben gekommen, das entspricht etwa der Zahl der Todesopfer im westdeutschen Straßenverkehr Mitte der 70er. Von diesen 6000 sind fast alle in den üblichen Konfliktgebieten im Nahen Osten gestorben (nein, das soll die nicht abwerten, es soll nur darauf hinweisen, dass wir hier ziemlich sicher sind). In Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit, tödlich von einem Blitz getroffen zu werden, weit größer als die, durch einen Terrorangriff zu sterben. Trotzdem hat jeder Angst vor Terrorismus. Die gefühlte Gefahr ist weit größer als die tatsächliche Gefahr und es wird Zeit, dass wir unsere Gefühle mal der Realität anpassen. Stattdessen steigern wir uns in eine regelrechte Paranoia.

Um mal ein wenig zynisch zu werden: Wenn sich jeden Tag in Deutschland ein Terrorist hochsprengt und dabei 10 Menschen mit in den Tod reißt, ist der Terrorismus so gefährlich geworden, wie der Straßenverkehr heute. Bei den ganzen Toten im Straßenverkehr zucken wir mit den Schultern und sagen "Jaja, der Preis der Mobilität...". Wenn aber ein Bruchteil dieser Zahl (es ist nichtmal ein Promill im jährlichen Schnitt) durch Terrorismus stirbt, schaffen wir vorbeugend unsere Grundrechte ab.

Es wird Zeit, dass in den Köpfen ankommt, dass es eine hundertprozentige Sicherheit höchstens in einem totalitären Polizeistaat gibt. Ein gewisses Maß an Risiko gehört zum Leben und lässt sich nicht verhindern. Das ist der Preis der Freiheit und ich bin eher bereit, das minimale Risiko einzugehen, bei einem Anschlag zu sterben, als mein Leben verschüchtert in einem Überwachungsstaat mit ständiger Bespitzelung und uniformierten Wichtigtuern zu verbringen, die mich herumkommandieren.  

15.01.10 14:13

17924 Postings, 4544 Tage BRAD P007Nicht ganz: Als Terrosristen bezeichnet man

weltweit die Bürger, die mit Gewalt ihre Interessen vertreten oder auf sich aufmerksam machen wollen.

Früher sprach man von der RAF, dem Baskenland ETA und den palästinensischen Flugzeugentführern und die Gruppe potentieller Terrosristen war eingegrenzt.

Heute kann fast jeder unter Terrorverdacht geraten, wenn er am Telefon das Wort "Bombe" oder "Bush" benutzt.

Es wird nur noch dadurch eingegrenzt, dass Muslime wahrscheinlich auch alle dazugehören könnten.

Insgesamt ist aber jeder Bürger, jede Bürgerin, jeder Jugendliche  ein potentieller Terrorist, wenn man Herrn Schäuble oder Herrn Bush glauben darf.,

Plötzlich kann man den Terror gebietsmäßig nicht mehr eingrenzen.

Wir sind jetzt alle verdächtig.

Wenn der Staat keinem Bürger mehr traut ..............   :-(  

15.01.10 14:18
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16752 Postings, 6764 Tage ThomastradamusMag sein

"Die islamischen Fanatiker, die heute den Großteil des Terrorismus betreiben, sind viel zu wenige, viel zu machtlos, um unsere Zivilisation tatsächlich durch Kampf zu beeinträchtigen."

Aber wird das so bleiben? Ihnen scheint ein Haufen Geld zur Verfügung zu stehen, mit dem sie früher oder später in einer Weise aufrüsten können, die sehr wohl eine Beeinträchtigung "unserer Zivilisation" zur Folge haben kann. Soll man da tatenlos zuschauen?

Gruß,
T.
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Nicht der Mensch ist die Krone der Schöpfung, sondern die Natur.

15.01.10 14:25

68209 Postings, 5957 Tage BarCodeEs ist ein "Markenzeichen"

des Terrorismus, dass wenige Leute mit aureichender Skrupellosigkeit eklatante Wirkung erzielen können. Das ist seine Existenzgrundlage. Das macht seine Atrraktivität für diejenigen aus, für deren fanatische Weltsicht sich ansonsten keine Sau interessieren würde.

Das einfach so hinzunehmen kann für Sicherheitsbehörden auch keine Lösung sein. Da den Mittelweg zu finden ist keine leichte Aufgabe...
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Ich darf "vermuten, schlussfolgern und ...  unterstellen", sofern die Wortwahl eine persönliche Meinungsäußerung erkennen lässt.
http://www.e-juristen.de/Rechtsberatung/Tipps-User_Bloggs+Foren.htm

15.01.10 17:18
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35839 Postings, 6005 Tage TaliskerDazu passend:

http://www.ariva.de/forum/...smus-als-nachrichtliches-TV-Drama-395386

Und fatalerweise wird es von vielen dazu benutzt, viele deswegen in Sippenhaft zu nehmen. "So sind sie, die Muslime, so ist er, der Islam". Wie man hier bei ariva schön sehen kann.
Gruß
Talisker
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

15.01.10 17:20

1354 Postings, 3939 Tage annubis!

Indem ich akzeptiere,dass moralische urteile von einem universalen
standpunkt aus getroffen werden müssen,akzeptiere ich,dass meine eigenen
interessen nicht einfach deshalb,weil sie meine interessen sind,mehr
zählen als die interessen von irgend jemand anders.daher muss,wenn ich
moralisch denke,mein ganz natürliches bestreben,dass für meine interesseb
gesorgt wird,ausgedehnt wird auf die interessen anderer.anstelle meiner
eigenen interessen habe ich nun die interessen ALLER zu
berücksichtigen,die von meiner entscheidung betroffen sind.dies erfordert
von mir,dass ich alle diese interessen abwäge und jenen handlungsverlauf
wähle,von dem es am wahrscheinlichsten ist,dass er die interessen der
betroffenen maximiert.also muss ich den handlungsverlauf wählen,der per
saldo für alle betroffenen die besten KONSEQUENZEN hat.dies ist eine form
von UTILATERISMUS......(p.singer,praktische ethik,1984  

15.01.10 17:25

1354 Postings, 3939 Tage annubiswahrheit!

Nur wer von der Lüge lebt,muss Meinungsfreiheit fürchten!!

www.ethikundmoral.blog.de  

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