Angeblich lukrative Nebenjobs sind oft Schwindel

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eröffnet am: 16.04.03 18:19 von: Nassie Anzahl Beiträge: 1
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15990 Postings, 6766 Tage NassieAngeblich lukrative Nebenjobs sind oft Schwindel


Hamburg (dpa/gms) - Bei angeblich ausgesprochen lukrativen Nebenjobs ist fast immer Skepsis angebracht. Firmen, die solche Angebote machen, seien häufig unseriös, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Sie versprechen in der Regel in Kleinanzeigen und auf Flugblättern das ganz schnelle Geld.

Nach Angaben der Verbraucherschützer stieg die Zahl der Anfragen zu diesem Thema im vergangenen Jahr erheblich an. Oft sei schwer zu durchschauen, ob entsprechende Nebenjob-Angebote seriös sind oder nicht: «Teure 0180-Nummern werden beispielsweise durch Call-by-call-Vorwahlen getarnt», erklärt Edda Castelló, Abteilungsleiterin für Recht und Finanzen bei der Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherschützer haben nun eine Checkliste zum Erkennen unseriöser Angebote zusammengestellt. Demnach sollten Verbraucher immer skeptisch werden, wenn die Verdienstmöglichkeiten übertrieben hoch sind. Gleiches gilt, wenn Firmenname und -adresse unvollständig genannt werden. «Oft wird man veranlasst, erst einmal Waren zu bestellen», sagt Castelló. Um ein Computerprogramm von zu Hause zu testen, müsse der Interessent zum Beispiel die teure Software zunächst kaufen.

Ist das Geld erst bezahlt, hören die Betroffen in der Regel nichts mehr von den Auftraggebern. «Das sind Phantomfirmen, die es entweder gar nicht gibt oder die ihren Sitz im Ausland haben», warnt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale. Unter den angegebenen Adressen sei häufig nur ein Bürodienst oder ein Callcenter anzutreffen. «Die Chancen, vorab gezahltes Geld zurückzubekommen, sind gleich Null», erklärt Castelló.

Auf einer «schwarzen Liste» haben die Verbraucherschützer mehr als 50 Firmen gesammelt, die mit vermeintlich lukrativen Nebenjobs werben. Neben dem Firmennamen, sind die Art des Nebenverdienstes und die möglichen Risiken genannt. So müssen beispielsweise Test-Autofahrer bei einer Firma 1000 Euro als «Sicherheitsleistungen» im Voraus zahlen.

 

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