Anführer der Pariser Folterer gefasst

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eröffnet am: 23.02.06 11:26 von: Hardstylister. Anzahl Beiträge: 5
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9065 Postings, 5373 Tage Hardstylister2Anführer der Pariser Folterer gefasst

Anführer von Pariser Folterbande in Elfenbeinküste gefasst

Paris (dpa) - Nach dem offenbar auch antisemitisch motivierten Mord an einem Pariser Juden ist der Hauptverdächtige gefasst. Der mutmaßliche Kopf der Bande, Youssef Fofana, wurde in der Elfenbeinküste festgenommen. Frankreichs Innenminister Nicolas Sarkozy forderte die sofortige Auslieferung des 25-Jährigen. Fofana soll mit seiner 13-köpfigen Erpresserbande den jungen Juden Ilan Halimi entführt, wochenlang gefoltert und schließlich bei lebendigem Leib verbrannt haben. Die Tat löste in Frankreich Entsetzen aus.



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erschienen am 23.02.2006 um 11:00 Uhr  

23.02.06 13:18

Mord an Pariser Juden: Mutmaßlicher Kopf der Bande gefasst

Großansicht Abidjan/Paris (dpa) -

Der mutmaßliche Führer einer Bande, die einen Pariser Juden wochenlang gefoltert und schließlich ermordet haben soll, ist in Elfenbeinküste gefasst worden.

Der Mord an dem jungen Juden Ilan Halimi hatte in Frankreich großes Entsetzen ausgelöst. An der Trauerfeier an diesem Donnerstagabend in einer Pariser Synagoge werden Premierminister Dominique de Villepin, Präsident Jacques Chirac und Führer der muslimischen Gemeinde teilnehmen.

Der mutmaßliche Drahtzieher Youssef Fofana wurde in der Nacht zum Donnerstag in einem Vorort von Abidjan festgenommen, wie die Polizei in der ivorischen Hauptstadt bestätigte. Frankreichs Innenminister Nicolas Sarkozy forderte die sofortige Auslieferung des 25-Jährigen. Fofana stammt aus dem westafrikanischen Land, hat aber einen französischen Pass.

Halimi war am 21. Januar in eine Falle gelockt und am 13. Februar sterbend nahe Paris gefunden worden. Die Bande um Fofana soll ihn als Opfer ausgesucht haben, weil er Jude war, und sie annahmen, von «reichen Juden» 450 000 Euro erpressen zu können. Gegen insgesamt 13 Verdächtige wurden Verfahren eingeleitet.erschienen am 23.02.2006 um 12:27 Uhr© Hamburger Abendblatt Bitte aktivieren Sie JavaScript!< script type=text/javascript>");// -->< /script>  < script type=text/javascript>  ");  // -->< /script>    

 

23.02.06 13:36

25551 Postings, 7068 Tage Depothalbierergut so ! wenigstens die strafverfolgung

hat hier schnell funktioniert.  

23.02.06 13:40

7993 Postings, 7218 Tage maxperformanceda brauchen sie beim Mladic schon länger

24.02.06 09:28

9065 Postings, 5373 Tage Hardstylister2Frankreich schart sich um jüdische Gemeinde

Nach Mord schart sich Frankreich um jüdische Gemeinde



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Paris (dpa) - Nach der offenbar auch antisemitisch motivierten Ermordung eines Pariser Juden hat sich das politische Frankreich um die erschütterte jüdische Gemeinde geschart.

Staatspräsident Jacques Chirac, Premierminister Dominique Villepin und Sozialistenführer François Hollande wohnten am Donnerstag der Trauerfeier für den ermordeten Ilan Halimi bei. Villepin rief nach der eineinhalbstündigen Zeremonie in der Pariser Synagoge la Victoire, einer der größten Europas, zur nationalen Solidarität auf.

Halimi war von einer Erpresserbande drei Wochen lang gefangen gehalten und gefoltert worden. Der 23-Jährige wurde ausgewählt, weil er Jude war und die Täter annahmen, von den «reichen Juden» 450 000 Euro erpressen zu können. Die Trauerfeier vereinte alle politischen Parteien sowie religiöse Führer islamischer und jüdischer Vereinigungen. Rund 1500 Personen nahmen an der Messe teil. Großrabbiner Joseph Sitruk sagte nach der eineinhalbstündigen Zeremonie: «Frankreich hat nicht seine Seele verloren. Es muss das Land der Aufklärung bleiben, das es schon immer gewesen war.»

Fast zeitgleich fand in Bagneux, dem Pariser Vorort, in dem das schreckliche Verbrechen stattfand, ein Schweigemarsch statt. Auch der französische Senat legte eine Gedenkminute ein. Für Sonntag haben alle großen Parteien sowie verschiedene Religions- und Menschenrechtsverbände zu einer Kundgebung in Paris aufgerufen.

Auch wenn das Hauptmotiv der Täter anscheinend auf das Lösegeld ausgerichtet war, löste ihr antisemitisches Weltbild, das Juden mit Geld gleichsetzt, Entsetzen aus. Frankreich fürchtet sich um eine Brutalisierung des Judenhasses und vereint sich um die jüdische Gemeinde.

Gegen 13 Verdächtige, darunter drei Frauen, wurden Verfahren eingeleitet. Der Kopf der Bande, Youssef Fofana, der sich «Das Gehirn der Barbaren» nennt, wurde in Abidjan in Elfenbeinküste festgenommen. Innenminister Nicolas Sarkozy forderte seine sofortige Auslieferung. Sollte der 25-jährige Fofana außer der französischen Staatsangehörigkeit auch die des westafrikanischen Landes besitzen, könnte sich die Auslieferung, die für die kommenden Tage vorgesehen ist, jedoch beachtlich verzögern.

Halimi war am 21. Januar von einer jungen Frau in eine Falle gelockt und am 13. Februar sterbend bei einem Bahnhof nahe Paris gefunden worden. Die Täter hatten ihn nach Aussage eines Verdächtigen mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet, um eigene Genspuren zu verwischen.



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erschienen am 23.02.2006 um 22:14 Uhr
© Hamburger Abendblatt    

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