Amis sind gerade mit dem "Foltern" von

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neuester Beitrag: 03.03.03 16:17
eröffnet am: 03.03.03 15:31 von: BRAD PIT Anzahl Beiträge: 11
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03.03.03 15:31

5937 Postings, 6694 Tage BRAD PITAmis sind gerade mit dem "Foltern" von

Chalid Scheich Mohammed beschäftigt. Sehr makaber, dass es bei denen zum Thema FOLTER schon nicht mehr um das "ob", sondern nur um das "wann" geht.

Hier die Meldung von heute:

Schlag gegen al-Qaida in Pakistan
Die bohrenden Fragen der CIA
Von Matthias Gebauer

Mit der Festnahme von Chalid Scheich Mohammed sind die US-Behörden Osama bin Laden ein gutes Stück näher gekommen. Mit allen Mitteln werden die Terror-Fahnder nun versuchen, von dem Top-Terroristen alles über das Netzwerk al-Qaida und seine Ziele für die Zukunft zu erfahren. Menschenrechte werden sie bei dieser Suche wenig interessieren.

 
AP

Khalid Scheich Mohammed kurz nach seiner Festnahme in Pakistan


Karatschi - Zurzeit ist noch unklar, wo die pakistanischen Behörden den Mann mit dem Schnauzer und dem verwirrten Blick hingebracht haben. Informationsminister Faisal Saleh Hayat sagte am Montagmorgen, der am Samstag festgenommene Chalid Scheich Mohammed sei noch in Pakistan und werde dort vernommen. Erst wenn die Kuweiter zustimmten, deren Staatsangehörigkeit der vermutlich 37-jährige Mohammed inne hat, könne er in die USA abgeschoben werden.

Andere Quellen aus Pakistan berichteten jedoch bereits am Samstag, dass der al-Qaida-Mann schon kurz nach der Festnahme mit einer Geheimdienstmaschine der CIA von der Chaklala Air Base abgehoben sei. Wie immer bei solchen Missionen habe der Lear-Jet mit "KMS", wie der Scheich in Fahnderkreisen genannt wird, weder eine normale Flugkennung getragen, noch habe der Pilot auch nur Anstalten gemacht, das Ziel seines Fluges zu nennen.

Letztlich jedoch ist die Frage, wo die Amerikaner Chalid Scheich Mohammed hingebracht haben oder ob er in diesen Stunden noch in Pakistan ist, nur vordergründig interessant. Klar ist, dass die US-Behörden kein Interesse daran haben, den Häftling in die USA zu bringen. Gegenüber US-Zeitungen äußerten sich mehrere Geheimdienstler ganz offen mit der Einschätzung, was der Scheich über das Terror-Netzwerk von Osama bin Laden zu sagen habe, sei zu wichtig für das "normale Justizsystem".

Pakistan lässt US-Fahndern freie Hand

Ebenso klar ist auch, dass die Pakistaner den US-Fahndern wie schon bei anderen Verhaftungen in Pakistan freie Hand lassen werden, wie mit dem Mann aus der Liste der Top-Terroristen dieser Welt weiter zu verfahren ist. Sie werden den USA wie im Fall des Jemeniten Ramzi Binslahibh zur Wahl stellen, den Scheich in Pakistan innerhalb einer US-Einrichtung oder beim dortigen Geheimdienst zu verhören oder ihn ohne große Formalitäten außer Landes zu bringen.

Folglich wird oder wurde auch der Scheich wie schon Hunderte al-Qaida-Mitglieder vor ihm vermutlich an einen nicht näher definierten Ort wie Syrien, Ägypten oder auf einen US-Flugzeugträger gebracht. Dort wird er nach allen Regeln der Geheimdienstkunst verhört. Bei diesen Befragungen gilt dann vermutlich die Regel, dass die sonst üblichen rechtsstaatliche Prinzipien aufgehoben sind: Haftprüfung durch einen Richter, Konsultation eines Anwalts oder U-Haft-Bedingungen. Wie die Verhöre selbst ablaufen, ist genauso wie bei Binalshibh ein Tabu - womit Spekulationen über Missachtung der Menschenrechte und mögliche Folter durch die US-Ermittler Tür und Tor geöffnet sind.

Kein Wunder also, dass die US-Geheimdienstler über die Festnahme vom Samstag jubeln. Sie sind sich sicher, dass ihnen der Scheich bei der Jagd auf den Netzwerk-Chef bin Laden erheblich weiter helfen kann. Wenn überhaupt einer wisse, wo sich der Chef der Qaida verstecke, sei es der Scheich, hoffen die Fahnder.

Sie sehen den Scheich nach dem 11. September als zentrale Person der Qaida, der noch in den letzten Monaten mit vielen Einzelakteuren des Netzwerks Kontakt gehabt haben sollen. Von diesen haben die USA bereist viele geschnappt. Nun aber hoffen sie einen so genannten Knoten in dem weltweiten Netz inhaftiert zu haben, der wesentlich mehr weiß als das Fußvolk.

USA arbeiten lieber im Dunkeln

Genau aus diesem Grund hätten die Amerikaner die Festnahme des Scheichs gern noch ein paar Tage geheim gehalten. Sie hätten gern erst die bei der Festnahme gefundenen Handys und deren Verbindungslisten, mehrere Computer und die Adressbücher des Scheichs nach weiteren Verdächtigen und vor allem nach Personen in den USA durchkämmt. Die Pakistaner aber preschten mit der Erfolgsmeldung von der Festnahme vor. Durch die weltweite Berichterstattung könne sich Osama bin Laden nun wieder besser tarnen, befürchten die Jäger des meistgesuchten Manns der Erde. Trotzdem haben sie nach Monaten der Frustration wieder einen Hoffnungsschimmer, ihn überhaupt aufzuspüren.

Der Scheich wird sich auch Fragen anhören müssen, was die Qaida für die Zukunft plant. Die Fahnder sind sicher, dass er es wissen muss. Erst vor kurzem erhöhten die US-Behörden den Terror-Alarm in den USA, da sie von angeblichen Aktionen des Scheichs Wind bekommen hatten, berichteten US-Zeitungen am Montag. Demnach hatte der US-Geheimdienst eine Warnung heraus gegeben, laut der Chalid Scheich Mohammed mehrere Angriffe auf Tankstellen, Brücken und andere Versorgungseinrichtungen in den USA plane. Allein aus dieser Tatsache folgern die Fahnder, dass der Scheich spätestens seit dem 11. September das entscheidende Führungsmitglied der Qaida war.

Zudem interessiert die US-Geheimdienste seine Rolle bei den Anschlägen des 11. September, der Ermordung des Journalisten Daniel Pearl, dem Anschlag auf die jüdische Synagoge in Tunesien und allen anderen Qaida-Aktionen der letzten Monate.

Dass die Fahnder wirkungsvolle Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen haben, zeigten in der Vergangenheit die Ergebnisse der anderen Verhörs von Verdächtigen, beispielsweise die des Jemeniten Binalshibh. Nach einer gewissen Zeit des Schweigens packte auch der enge Vertraute der Hamburger Terror-Piloten aus. Vermutlich wird es bei dem Scheich nicht anders sein.




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03.03.03 15:47

9245 Postings, 6600 Tage Mr.Esramhierbei zeigen die Amis ihre wahre idendität ! o. T.

03.03.03 15:59

10120 Postings, 6477 Tage big lebowskyWas regt Ihr Euch so auf ?

Hatten wir nicht in Deutschland ähnliche Vorgänge und wurde nicht offen über Folter diskutiert?  

03.03.03 16:00

5937 Postings, 6694 Tage BRAD PIT@bl. Hier wurde aber wenigstens noch diskutiert o. T.

03.03.03 16:01

15990 Postings, 6882 Tage NassieGilt bei den Islamisten nicht das alte

Testament ?  Auge um Auge, Zahn um Zahn ?  

03.03.03 16:03

5937 Postings, 6694 Tage BRAD PITNassie: Was soll denn bei denen gelten, die gerad

e "besser" sein wollen, als die Islamisten"?

Gruß  

03.03.03 16:06

10120 Postings, 6477 Tage big lebowskyAber die Diskussion

ist/war doch schon schlimm genug.Biedermann und Brandstifter.Bei Folter gibt es nichts,aber auch gar nichts, zu diskutieren.

Artikel 1,2 und 104 Grundgesetz.
Ciao B.L.  

03.03.03 16:06

Clubmitglied, 44345 Postings, 7319 Tage vega2000Also bitte Nassie

Auge um Auge
Wie Nahost-Kommentatoren mit einem biblischen Zitat umgehen
Wenn Journalisten und Politikern zum Thema Nahost nichts mehr einfällt, dann werden sie gerne biblisch und zitieren aus einer Passage des Buches Exodus, Kapitel 21, Vers 23/24: "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Eine ideale Beschreibung der Situation in Israel, meinen sie, weshalb diese Formel gerne für Artikelüberschriften oder ganze Titelseiten verwendet wird. Denn sie ist knapp und angeblich treffend: Die Israelis seien nämlich ebenso rachsüchtig wie ihr alttestamentarischer Gott, meinen jene Bibelkenner. Das jüdische Prinzip "Rache" stünde also der christlichen "Nächstenliebe" diametral gegenüber ? im Grunde gäbe es darüber hinaus nichts dazu zu sagen. Auf diese Weise werden 2000 Jahre christlicher Antijudaismus in einem Zitat aufgefangen, und niemand fragt danach, ob dessen populäre Interpretation überhaupt richtig ist.

In Wahrheit besagt diese Passage etwas völlig anderes. Der volle Wortlaut liest sich so: "Tritt aber ein Unglücksfall ein, so setze: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme." (Übersetzung von Naftali Herz Tur-Sinai). Dieser Vers ist eine große Errungenschaft des Judentums. Er betont die Verhältnismäßigkeit der Forderungen des Geschädigten und den Schadensersatz. War es zu biblischen Zeiten üblich, buchstäblich (!) zwei Augen und mehr für ein Auge zu fordern, zwei Zähne und mehr für einen Zahn, so macht die jüdische Ethik damit Schluss. In der jüdischen Rechtsprechung wurde dies stets berücksichtigt. Von frühesten Zeiten an wurde der Schadensersatz finanziell abgegolten. Die Rabbiner nahmen die Einschätzung des jeweiligen Verlustes vor und achteten penibel darauf, dass derjenige, der den Schaden zugefügt hatte, nicht selber zum Geschädigten wurde, indem er mehr geben musste als nötig.

Das alles wissen jene Meinungsmacher natürlich nicht, die das Zitat als antijudaistische Floskel ewig wiederholen und sich dabei auch noch für besonders originell halten. Dieser unreflektierte Umgang mit einem uralten Vorurteil erzählt sehr viel mehr über den Benutzer als über den Nahost- Konflikt.

Tatsächlich könnte man froh sein, wenn im Nahen Osten das biblische Vorbild des "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gelten würde. Schadensersatz und finanzieller Ausgleich würden die Probleme lösen ? kein neues Blutvergießen oder zusätzliche Verbrechen wären nötig und möglich. Der Bibelvers könnte also durchaus ein Schlüssel auf dem Weg zu einem Friedensvertrag sein. Dagegen hilft uns der Antijudaismus jener deutscher Kommentatoren, die nicht einmal wissen, was sie tun, ganz gewiss nicht weiter.




ariva.de  

03.03.03 16:10

15990 Postings, 6882 Tage NassieHallo Vega

Danke für die Aufklärung. Meine Anspielung bezog sich aber mehr auf die Islamisten
welche die martialischen Strafen nach islamischem Recht einführen.
Nach meiner fernen Kenntnis sind die auch nicht gerade zimperlich.  

03.03.03 16:15

12850 Postings, 6833 Tage Immobilienhainassie, nur weil die islamisten in ihren staaten

nicht grade zimperlich sind was menschenrechte etc. angeht, gibt dies noch lange nicht einer nation, die für sich selbst in anspruch nimmt, die vorzeígedemokratie dieser welt zu sein, das recht, ihre eigenen demokratischen grundwerte zu brechen.

obwohl Amerika = Demokratie. ups. mir schwant böses.  

03.03.03 16:17

5937 Postings, 6694 Tage BRAD PITToller Beitrag vega. So ist auch mit vielen andere

n religiösen Regeln. Die Menschen haben sie nach eigenen Regeln verändert und heute sieht es teilwise nur lächerlich aus.

Weiteres Beispiel:  HArem und Vielweiberei im Islam

Keiner denkt heute noch daran, wieso esdas überhaupt gibt:

In seiner Anfangszeit verbreitete sich der Islam durch Krieg und Eroberung anderer Völker. Diese Kriege hinterließen natürlich viele Witwen und Waisen. Damals gab es jedoch kein geeignetes soziales Auffangnetz für diese Menschen. Keine Witwen- und Waisenrente oder Sozialhilfe. Eine Witwe mit Kindern war auch keine Jungfrau mehr und dennoch mußten diese Menschen irgendwie aufgefangen werden.

Also wurde folgendes bestimmt: Wenn ein Mann stirbt und eine Witwe und Kinder hinterläßt, dann muss ein naher Verwandter des Gefallenen, "der es sich finanziell erlauben kann und dessen erste Frau auch zustimmen muss", diese Witwe heiraten undversorgen.

Damit das überhaupt rechtlich möglich war, wurde Bigamie als Straftat abgeschafft und "reiche" Muslime durfeten bis zu 3 "Witwen" zusätzlich zur 1. Ehefrau heiraten.

Mit den Harems von heute hatte das kaum was zu tun.  

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