Am 01. Juni 2006 ist alles vorbei !!

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eröffnet am: 01.03.06 10:08 von: lassmichrein Anzahl Beiträge: 1
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01.03.06 10:08

61594 Postings, 6178 Tage lassmichreinAm 01. Juni 2006 ist alles vorbei !!

Ich bin vorhin einmal durch die Zeit in die Zukunft gereist und zwar bis zum 01. Juni 2006, dem Tag, an dem auf unserem Planeten endlich das Virus H5N1 besiegt worden war. Im Telegramm-Stil gebe ich nun mal einfach wieder, was in diesen drei Monaten ab heute noch passieren wird und das ist eine ganze Menge. Haltet euch fest:

28. Februar 2006 ? Mitten in den Fasching hinein platzt die Bombe. Bei einer auf Rügen gefundenen toten Katze wird der H5N1-Erreger festgestellt. Eine Muschi erkrankt durch Vögelei?

02. März 2006 ? Nichts geht mehr in den deutschen Kläranlagen. In einem Anfall von Massenhysterie kippten Tausende von Katzenbesitzern ihre Katzenklos samt Einstreu in die Toiletten?und zogen ab. Diesem klebrigen Brei sind die Klärwerke nicht gewachsen und melden den Notstand, die Trinkwasserversorgung bricht in einigen Kommunen stundenlang zusammen.

06. März 2006 ? Die Tierheime bundesweit ersticken förmlich an abgegebenen Haustieren. Alleine in Niedersachsen wurden binnen einer Woche 67.000 Katzen sowie 32.000 Hunde von ihren Besitzern in den örtlichen Tierheimen abgegeben. Hinzu kommen noch insgesamt etwa weitere 80.000 Katzen und Hunde, die einfach in der Nacht irgendwo angebunden oder ausgewildert wurden, Hundefänger haben Hochkonjunktur.

09. März 2006 ? Die öffentliche Ordnung ist in Gefahr. Die Notrufe 110 und 112 sind de facto nicht mehr zu erreichen, beinahe jedes tot aufgefundene Tier wird bei den Polizeidienststellen umgehend von den Bürgern telefonisch gemeldet, dabei spielt es keine Rolle mehr, ob es sich dabei um Wasservögel, Katzen oder ein Eichhörnchen handelt. Auf Anweisung der Bundesregierung muss jedes tot aufgefundene Tier auf den gefährlichen Erreger H5N1 untersucht werden, koste es was es wolle?.

12. März 2006 ? Die Information, dass kaum noch jemand telefonisch bei der Polizei durchkommt, spricht sich auch in der Unterwelt schnell herum. Sobald es dunkel wird, ziehen marodierende Banden von Jugendlichen durch die Innenstädte, zerschlagen Schaufensterscheiben, zünden Autos an und plündern Geschäfte. Nachdem zunächst überwiegend Ausländer und Aussiedler an diesen Aktivitäten beteiligt sind, dauert es nicht lange und der gemeine deutsche Mob gesellt sich aus Spaß an der Freud' hinzu. In Großstädten wie Berlin und Hamburg kommt es richtigen Straßenschlachten mit der Polizei.

16. März 2006 ? Der Renter und Polizeibeamte a. D. Per Gander aus Bramsche, einer Kleinstadt bei Osnabrück, bricht seinen Winteraufenthalt in seinem Wohnwagen auf Rügen kurzfristig ab, weil sein Deutscher Schäferhund ?Hasso? nur noch winselnd und sabbernd im Vorzelt liegt, nachdem er ein paar Tage zuvor noch Jagd auf ein paar Wildenten gemacht hatte. Er möchte ihn möglichst schnell zum Tierarzt seines Vertrauens in die Heimat bringen. In seinem Wohnort angekommen begibt er sich auf direktem Wege zur örtlichen Tierklinik. Als er seinen Kofferraum öffnet, stolpert sein Rüde heraus und erbricht sich auf dem Rasen des Parkplatzes. Noch während der Untersuchung durch den Veterinär verstirbt der Hund. Per Gander begeht noch am selben Abend in seiner Wohnung Selbstmord, da er sich ein Leben ohne seinen ?Hasso? einfach nicht vorstellen kann?seine Leiche findet man erst sieben Wochen später.

27. März 2006 ? Geschürt durch die Medienberichterstattungen in TV, Rundfunk und Zeitungen traut sich kaum noch jemand aus dem Hause. Atemschutzmasken sind bereits seit gut einer Woche vollends ausverkauft, die Fußgängerzonen sind wie ausgestorben und wenn man hier und dort einem Menschen begegnet, so trägt dieser eine Atemmaske und einen Schutzanzug. Vielerorts kommt es in den Lebensmittelabteilungen der Kaufhäuser zu Hamsterkäufen. Zwieback, Konserven und weitere lang haltbare Lebensmittel stehen ganz oben auf den Einkaufszetteln der Bevölkerung. Jeder kauft soviel, wie in sein Auto passt und fährt zur Not noch ein zweites oder drittes Mal los?.

02. April 2006 ? Nach einer Talkshow am Freitag zuvor, bei der auch eine Vertreterin der Veganer (Leute die nicht nur kein Fleisch essen sondern überhaupt keine tierischen Produkte also auch keine Eier etc.) sich äußern durfte, bekommt die allgemeine Hysterie eine neue Dimension. Anemie Blutarm-Grünfrieden, Vorsitzende des Bundesverbands der Gutmenschen und Veganer, hatte dezent darauf hingewiesen, wie gefährlich in der jetzigen Situation der Verzehr von Fisch sei, denn immerhin würden diese sich ja in dem Wasser aufhalten, in dem kurz zuvor eventuell noch ein toter Schwan oder eine tote Ente vor sich hingedümpelt sind. Bereits am Samstag kam es auf den Wochenmärkten zu dramatischen Szenen. Mehrere Markt-Beschicker, die ihre Fischwagen vorm pöbelnden Mob beschützen wollten wurden teilweise schwer verletzt als Sie versuchten ihr Hab und Gut gegen die aufgebrachten Menschenmengen zu schützen. Im gesamten Bundesgebiet wurden Fischwagen umgestürzt und mit Benzin übergossen und angezündet, um möglichen Krankheitserregern zu vernichten. Noch üblere Szenen spielten sich in den Fischhäfen an Nord- und Ostseeküste ab. Als Mitglieder der Organisation Grienfies versuchen, entsprechende Warnplakate vor Fischverzehr an den einlaufenden Booten anzubringen gehen mit Hinnark Heringsen, einem Fischer in siebter Generation, im Hamburger Hafen die Nerven durch und er bedroht die Aktivisten mit einer alten Walfisch-Harpune, die noch am Bug des Schiffes angebracht ist. Während einer hitzigen Diskussion löst sich aus dieser versehentlich ein Schuss. Wie auf einem Schaschlik-Stab werden drei Menschen davon aufgespießt, für zwei von ihnen kommt jede Hilfe zu spät, einer überlebt schwer verletzt, zudem verliert das Schlauchboot seine Luft und ist nicht mehr zu flicken. Diese Aktion bleibt nicht ohne Folgen. Etwa 40 weitere militante Aktivisten entern die im Hafen liegende Segelschulschiff ?Gorch Fock? und zwingen Kapitän und Mannschaft dazu, den Skipper zu rammen. Hinnark Heringsen rettet sich zunächst mit einem Sprung in die Hafenbrühe, doch dabei verschluckt er ein im Mund befindliches ?Fishermans Friend?-Bonbon so unglücklich, dass er daran erstickt und von seiner schweren Gummikleidung auf den Hafengrund gezogen wird?.anschließend wird von der inzwischen auf etwa 2000 Leute angeschwollenen Neugierigenschar an den Molen der Hamburger Fischmarkt gestürmt und dem Erdboden gleichgemacht?.

04. April ? Ihr erinnert euch ja sicher noch, wie der Schäferhund ?Hasso? auf den Rasen vor einer Tierklinik gekotzt hat. Der Tierarzt hatte als spätere Todesursache für den Hund eine fortgeschrittene Lungenentzündung attestiert und ihn danach nicht weiter untersucht sondern auf Auftrag des Besitzers direkt in ein Tierkrematorium überstellen lassen. Das war ein schwer wiegender Fehler, denn dieses Tier war ebenfalls mit dem H5N1-Erreger infiziert gewesen, der sich selbstredend natürlich auch in dem Kotzeklumpen befand, der inzwischen in den Boden eingesickert war?dort mutierte das Virus erneut, indem es auf Regenwürmer übersprang, von denen sich etwa 80-100 alleine auf dem Kubikmeter Erde befanden, in die das Erbrochene gelaufen war. Die Regenwürmer verstarben jedoch nicht sondern dienten fortan als Träger und Verbreiter dieses Virus, ähnlich wie die Ratten im Mittelalter bei der Pest! In den gut zweieinhalb Wochen seit dem Tod des Hundes hatte es keinen Tropfen geregnet, doch nun zog eine Gewitterfront mit heftigen Niederschlägen über die Bramscher Ortsteile hinweg, das Unwetter war kurz aber heftig und als nach drei Stunden die Sonne wieder heraus brach, drangen Millionen infizierter Regenwürmer ans Tageslicht, um dort von einer Vielzahl von Vögeln gierig aus dem Boden gezogen und verschlungen zu werden. Dies war der Beginn der großen Pandemie, die in dem kleinen Bramsche Ortsteil Pente ihren Anfang nahm. Möwen, Amseln, Tauben, Meisen, Raben all diese Vögel schluckten an diesem tag mehr als ihnen bekommen sollte. Durch seine Mutation im Inneren des dunklen modrigen Erdreichs wurde H5N1 derart widerstandsfähig, dass es sich wochenlang an der Luft halten konnte, ohne inaktiv zu werden. Die kotenden Tauben und ihre Kollegen warfen die Saat des Todes über den Köpfen der Bramscher ab, während im Erdreich die Infektion von einem Wurm zum nächsten übersprang und so nach und nach zunächst ganz Niedersachsen und später die gesamte Bundesrepublik und ganz Europa bis hin zu den Meeresgrenzen unterirdisch kontaminierte und überall wo ein Vogel einen Wurm verspeiste, verspeiste er mit ihm den Erreger?..

28. April 2006 ? Ganz Europa ist inzwischen flächendeckend mit H5N1 infiziert, überall liegen Vogelkadaver und auch tote Menschen herum, es gibt niemanden mehr, der sich die Mühe machen würde, sie aufzusammeln. Wozu auch? Um sich selbst in Gefahr zu bringen? Durch die Aggressivität des Erregers versterben Menschen binnen 48 Stunden nach der Infektion, Vögel leben nur noch halb solange, nämlich knapp einen Tag. Die EU hat in allen Ländern den Notstand ausgerufen, es gibt Ausgangssperren, die überflüssig sind, denn niemand würde sich überhaupt an die Luft trauen. Mehrere Regierungsoberhäupter sind inzwischen ebenfalls an der Seuche verstorben und wurden durch Kabinettsmitglieder unbürokratisch ersetzt. Bundeskanzler Westerwelle delegiert mit eiserner Hand alle notwendigen Maßnahmen unterstützt wird er dabei vom jüngst einberufenen Innenminister Wowereit, ein Kabinett im herkömmlichen Sinne ist nicht mehr existent, die 2 Dutzend noch lebenden gewählten Volkvertreter in Deutschland, spielen mit der ?Reise nach Jerusalem? aus, wer nächster Bundeskanzler wird. Auf den Strassen bewegen sich lediglich noch ABC-Schutzpanzer.

07. Mai 2006 ? Die Lage wird immer dramatischer, europaweit überzieht der faulig-modrige Geruch stinkender Kadaver die Landschaft, die herumliegenden Leichen bedingen weitere Seuchen wie Cholera und Typhus. Eine ärztliche Versorgung findet nicht mehr statt, nachdem die Bundeswehr sämtliche Krankenhäuser gestürmt hat und die noch vorhandenen Ärzte auf ihren Stützpunkten in Quarantäne verfrachtet hat. Vorsichtige Schätzungen sprechen von ca. 25% Todesfällen in der Bevölkerung sowie weiteren 35% an Seuchen und schweren Durchfällen erkrankten Bürgern, da aber niemand verlässliche Zahlen vorweisen kann, tippt man weitestgehend im Dunkeln.

10. Mai 2006 ? Ein Hoffnungsschimmer kommt aus unserem westlichen Nachbarland, den Niederlanden. In einigen Landstrichen Hollands gibt es so gut wie keine Opfer der Vogelgrippe, ein Team von Spezialisten aus den USA wurde auf Anweisung der WHO entsandt, um nach Gründen dafür zu forschen.

20. Mai 2006 ? Erste Vermutungen bestätigen sich: In allen holländischen Regionen, in denen es kaum Tote zu beklagen gibt werden massiv Tomaten angebaut. Angesetzte Kulturen und Bluttests bei den dortigen Einwohnern erhärteten den Verdacht. Die holländische Rotfrucht verhilft zur Immunität gegen H5N1. Zudem wird im trockenen Erdreich unter den Tomatenpflanzen kein einziger Regenwurm ausfindig gemacht, was wohl auch daran liegt, dass sich die Feuchtigkeit des Erdbodens zum größten Teil in den Tomaten selbst befindet.

30. Mai 2006 ? Am 30. Mai ist alles vorbei, diese Textzeile aus dem ?Grande finale? von Udo Lindenberg wird nun zur erfreulichen Wahrheit. Durch die Kombination eines herkömmlichen Grippeimpfstoffs mit etwas Tomatensaftextrakt der Holland-Tomate wird ein zu 100% wirksamer neuer Impfstoff gegen H5N1 entwickelt. Bereits geimpfte Soldaten beginnen weltweit mit entsprechenden Schnellimpfungen der Bevölkerung, die Gefahr ist gebannt und Lindenbergs Lied wird die neue Europa-Hymne.

Ja und dann?.nun, genau dann bin ich Schweiß gebadet aus meinem Traum aufgewacht, auf die Toilette gegangen und schaute nach dem Pinkeln aus dem Fenster, wo ich einen älteren Herren sah, der gerade weinend seinen Schäferhund in die Tierarztpraxis nebenan schleppte????.
 

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