Alle Konten auf den Tisch

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neuester Beitrag: 30.01.07 16:47
eröffnet am: 05.12.06 10:45 von: BeMi Anzahl Beiträge: 19
neuester Beitrag: 30.01.07 16:47 von: satyr Leser gesamt: 2509
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05.12.06 10:45
13

10041 Postings, 6500 Tage BeMiAlle Konten auf den Tisch

Alle Konten auf den Tisch

von Robert Kracht

Der Fiskus überprüft Geldanlagen immer genauer. Er fragt Depots und Daten ab, ermittelt auch jenseits der Landesgrenze, und er bestraft Steuersünder härter als früher. Die Änderung hier im Überblick.

Der Fiskus nimmt Konten und Depots immer genauer unter die Lupe
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Die Steueramnestie endete im März vergangenen Jahres, danach ging es Schlag auf Schlag: Kontenabruf, Jahresbescheinigung und EU-Zinsrichtlinie sollten nach dem Willen der Bundesregierung zu mehr Transparenz führen. "Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass es nahezu jeden Monat neue Kontrollmethoden gibt", sagt Steueranwalt Rolfjosef Hamacher von Axer Partnerschaft in Köln.

Das könnte bei einigen Sparern zu unruhigem Schlaf führen, weil ertappte Steuersünder nach Auslauf der Amnestie nicht mehr so schonend behandelt werden wie früher. "Die vom Bundesverfassungsgericht beanstandeten Erhebungsdefizite bei Zinseinkünften und Spekulationsgeschäften sind längst passé", sagt Hamacher. Auf folgende Änderungen müssen die Bürger sich einstellen.

 
  • Kontenabruf
  • Jahresbescheinigung
  • Zinsrichtlinie
  • Grenzauskunft
  • Freistellungsauftrag
  • Erbmeldung
  • Identifikationsnummer
  • Zoll

Kontenabruf

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Seit April 2005 ist der Kontenabruf legal. Dabei greifen Finanzämter auf einen von Banken vorgehaltenen Datenpool zu und fragen ab, wo eine konkrete Person in Deutschland Konten und Depots unterhält. Die Antwort umfasst Namen, Geburtsdatum, Konto- und Depotnummer, Einrichtungs- und Auflösungsdatum, nicht aber Kontostände oder -bewegungen.

Diese Zusatzinfos werden über konkrete Nachfrage beim Anleger oder bei den Kreditinstituten beschafft. Auch die Finanzaufsicht BaFin greift auf die Bankdaten zu - und das schon seit 2003. Diese Anfrage dient der Suche von Bankverbindungen zur Verfolgung von Straftaten. Auftraggeber sind etwa die Steuerfahndung und der Zoll.

Jahresbescheinigung

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Seit 2004 erstellen Kreditinstitute Übersichten zu Kapitaleinnahmen und Wertpapiergeschäften. Diese Liste sorgt für einen veränderten Umgang mit den Finanzbeamten. Laut Gesetz muss die Jahresbescheinigung sämtliche Angaben enthalten, die für die Besteuerung von Privatanlegern von Bedeutung sind. "Über die Daten bringen die Beamten Licht in die Börsenaktivitäten der Deutschen", sagt Hamacher. Das führt dann auch zu Rückschlüssen auf frühere Zeiträume.

Dieses Fazit hat jüngst auch der Bundesfinanzhof gezogen (Aktenzeichen: IX R 49/04). Zwar muss die Bankenliste weder mit der Steuererklärung eingereicht noch aufbewahrt werden. Doch sie weckt Begehrlichkeiten, Sachbearbeiter fordern sie in der Praxis als Ergänzung für die Steuerakten an. Folgen Anleger dieser Bitte nicht, ist es bis zum Kontenabruf nicht mehr weit.

Zinsrichtlinie

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Seit Juli 2005 beteiligen sich rund 40 Länder an der grenzüberschreitenden Geldkontrolle. 22 EU-Staaten und viele Überseegebiete verschicken Kontrollmitteilungen an das Wohnsitzfinanzamt. Wird etwa in den Niederlanden, Italien, Spanien oder Dänemark auch nur 1 Euro an Zinsen kassiert, wird die Bankverbindung für den deutschen Fiskus transparent.

Die Schweiz, Liechtenstein, die Kanalinseln, Österreich, Belgien und Luxemburg halten erst einmal nur eine anonyme Quellensteuer ein. Die wird aber nur erstattet, wenn Anleger ihre Auslandserträge in der heimischen Erklärung deklarieren.

Die Richtlinie bietet einige Schlupflöcher, da manche Kapitalprodukte wie etwa Aktien oder Zertifikate ausgenommen sind. Das gilt für bestimmte Anleihen aber nicht mehr lange, da diese zunehmend fällig werden. Außerdem steigt die Quellensteuer ab 2011 auf 35 Prozent und damit sogar über den heimischen Zinsabschlag.

Grenzauskunft

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Die EU-Staaten erteilen einander aktuell Auskünfte zur Durchführung von Steuerstrafverfahren, selbst wenn im entsprechenden Land ein strenges Bankgeheimnis gilt. So müssen etwa Großbritannien, Österreich, Frankreich, Spanien, Belgien oder Dänemark Bankdaten an deutsche Behörden übermitteln, wenn heimische Beamte wegen Steuerhinterziehung ermitteln und konkrete Sünden im jeweiligen Land vermuten.

Zwar gibt es keine flächendeckenden Mitteilungen. Die EU-Staaten müssen aber dafür sorgen, dass bei grenzüberschreitenden Anfragen alle Bankverbindungen im Land zügig ermittelbar sind.

Freistellungsauftrag

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Inländische Banken müssen dem Fiskus melden, welche Kapitalerträge ihre Kunden ohne Steuerabzug erhalten haben. Da die Mitteilung streng nach Zinsen und Dividenden trennt, wird der Aktienbesitz bekannt. Auf die zentral gesammelten Daten können Finanzämter und Sozialbehörden online zugreifen, was sie bereits rege tun.

Erbmeldung

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Im Todesfall senden inländische Banken und ihre ausländischen Zweigstellen sämtliche Konten- und Depotbestände ans Finanzamt, sofern diese über 2500 Euro liegen. Das gilt auch für Versicherungen. Diese Mitteilungen sind oft der Einstieg in die Ermittlung vorheriger Zeiträume und dienen als Anfangsbestand für die Erben.

Identifikationsnummer

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Ein bundeseinheitliches Ordnungsmerkmal soll die bisherige Steuernummer ersetzen, was Sachverhalte flächendeckend schneller transparent macht. Sobald die technischen Schwierigkeiten ausgeräumt sind, gilt die neue Nummer für die Kontrolle über Rentenzahlungen und auch bei der EU-Zinsrichtlinie.

Zoll

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Bei Grenzkontrollen geht es um die Suche nach schwarzen Konten und Geldwäsche. Hierbei müssen Bürger Bares und Wertpapiere im Wert von über 15.000 Euro auf Nachfrage deklarieren. Die Daten mitgeführter Kontounterlagen wandern im Zweifel an die Finanzbehörden. Ab Mitte 2007 sinkt die Grenze beim Grenzübertritt in ein Drittland wie die Schweiz auf 10.000 Euro. Zudem ist die Meldung dann Pflicht.

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Unsere Leser meinen dazu... 
Steuerstaat05.12.2006 | 10:26
Mit den Füßen abstimmen05.12.2006 | 10:08
So reformiert sich diese Pleiteregierung selbst weg05.12.2006 | 09:34
Ihre Meinung interessiert uns!
 Richtlinien für Leser-Kommentare<!-- ::::::::::::::::::::::::::: Ende Kommentare :::::::::::::::::::::::::::::::: -->

ftd.de, 04.12.2006

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/136988.html

 

05.12.06 10:57
6

10041 Postings, 6500 Tage BeMiHat der typische Ariva-User

kein Geld und
ist deshalb nicht betroffen?
Ich dachte immer hier
wäre ein Börsenboard.  

05.12.06 10:59
2

12175 Postings, 6912 Tage Karlchen_IIWieso?

Hier sind alle steuerehrlich.  

29.01.07 20:43

7258 Postings, 5231 Tage Mme.Eugenieup, weil wichtig! o. T.

29.01.07 20:48
1

21324 Postings, 5170 Tage JorgosSind die Mods

high oder endlich wieder normal geworden ?  

30.01.07 09:24

245706 Postings, 5336 Tage buran:-(

Tja in diesem Staat ist es einfach nur zu einfach alles aufzudecken.  

30.01.07 09:31

61594 Postings, 6011 Tage lassmichreinHatten wir nicht irgendwann mal ein Bankgeheimnis?

Pffft - drauf geschissen, mittlerweile...


(Ich hoffe das war jetzt Ariva-Urheberrecht-Vorauseilender-Gehorsam-Konform...)

 

30.01.07 09:40

245706 Postings, 5336 Tage buranDas glauben vielleicht nur normale Bürger.

Alles arbeitet Hand in Hand.
Wir sind alla  "gläserne Menschen".  

30.01.07 09:50

12104 Postings, 6588 Tage bernsteinist ja eine uralte ddr-erfindung

im dresdener hygienemuseum ist sogar eine spezie des gläsernen menschen
ausgestellt.  

30.01.07 09:52
1

1662 Postings, 6785 Tage staycoolich hab noch eins ;))

f... den fiskus ;)


mfg  

30.01.07 09:56

245706 Postings, 5336 Tage buranja lach

Die saugen aber auch alles raus ,wo die nur können.  

30.01.07 09:56
4

15227 Postings, 5477 Tage quantasTia dank Rot/Grün ist der Bürger in Deutschland


jetzt gläsern und das Bankgeheimnis verschwunden.

Ist doch herrlich was die Roten und Grünen so zustande
gebracht haben.

MfG
quantas

 

30.01.07 09:56
1

Clubmitglied, 27592 Postings, 5512 Tage BackhandSmashwürde gerne 1 Mio steuer zahlen !

aber leider mache ich zu wenig Gewinn und Zinsen !  

30.01.07 10:07
4

245706 Postings, 5336 Tage buran*g*

Verdammt ,verdammt.Wir müssen versuchen den Saat so viel wie möglich zu unterstützen.
Die schaffen das sonst nicht mehr.  

30.01.07 15:53

95440 Postings, 7028 Tage Happy End*loooooooooooooooool* bilanz

"Tia dank Rot/Grün ist der Bürger in Deutschland  
jetzt gläsern und das Bankgeheimnis verschwunden.
Ist doch herrlich was die Roten und Grünen so zustande
gebracht haben."

 

30.01.07 15:58

245706 Postings, 5336 Tage buranWollen wir uns alle gleich "Du'tsen"?!

...himmel arsch und zwirn:-(  

30.01.07 16:03
1

42128 Postings, 7561 Tage satyrDa fragen wir uns doch wer wird nervös wenn

man in den Konten stöbert?
Wer etwas zu verbergen hat zb Kriminelle die die Steuer betrügen
und schweizer Konten haben.  

30.01.07 16:30

742 Postings, 5009 Tage popelfuchsHilfe Satyr ! Hilfe Hilfe !

Was machst Du den für Äußerungen von Dir.Die Kontoabfragung gibt es schon seit Anfang der 90er Jahre ! durch das Finanzamt ! Die Nr.1 beim Finanzamt wo die Kontoabfragung als erstes in Frage kommt sind Grundstücks& Immobilienverkäufe von privaten und gewerblichen Personen ! Das Finanzamt prüft ob Du nicht innerhalb von 10 Jahren ausversehen mehr als 3 Grundstücksverkäufe getätigt hast,weil dann die nette Speku-Steuer eingreift ! Wo der Staat richtig dran verdient,sowie bei Erbschaftsfragen (Schenkungsfreigrenze überschritten usw..) ! Dein Konto wird das Finanzamt niemals durchleuchten weil dein Kontostand interessiert die nicht ! oder bist Du im großen Immobiliengeschäft tätig wo Millionen hin und her geschoben werden ? Der normale kleine Arbeitnehmer der täglich zur Arbeit fährt ist für das Finanzamt uninteressant ! Das Finanzamt fängt erst langsam an zu arbeiten bei Kontobewegungen die im 6stellige Euro-Bereich sind ! Die Fragen zu erst Kontodaten bei der Bank ab (somit haben Sie schon Beweise eingesammelt !) und dann schicken Sie Dir eine Stellungsnahme bzw.Anfrage zur Vermutung von Steuerhinterziehung ! und Aktien bzw.Fondsdepots werden überhaupt nicht abgefragt vom Finanzamt ! wäre mir neu !    

30.01.07 16:47

42128 Postings, 7561 Tage satyrSag das mal Bilanz der sagt erst seit Rotgrün

gibt es das.  

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