Aktien-Newsletter

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neuester Beitrag: 24.08.05 18:13
eröffnet am: 24.08.05 18:13 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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24.08.05 18:13
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1. EDITORIAL / Börsenausblick, Konjunktur, Marktbericht

Fehlende Impulse sorgten bei den deutschen Aktien zum Wochenbeginn für eine knapp behauptete Tendenz. Am Montag konnten die Indizes zwar zulegen, die Aufschläge waren aber nicht sonderlich groß. Lediglich der MDAX schaffte mit knapp einem Prozent Plus noch eine nennenswerte Steigerung. Bei den Einzeltiteln profitierte die Hypo Real Estate von Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch US-Investoren. Der DAX, der sich 0,24% besser zeigte, wurde dagegen vor allem von den Autotiteln beflügelt. Die Branche war in ganz Europa gefragt, was mit der jüngsten Euroschwäche begründet wurde, die auf bessere Exportchancen hoffen lässt. Gefragt waren Volkswagen und DaimlerChrysler, die zudem von den anstehenden Umstrukturierungen profitieren sollten, so die Spekulationen.

Konjunkturerwartungen hellen sich auf

Zu den großen Verlierern im DAX gehörte die TUI- Aktie, die bereits am Freitag kräftig an Wert verlor, als Gerüchte die Runde machten, dass der Konzern die kanadisch-britische Reederei CP Ships übernehmen will. Am Wochenende wurde der Kauf schließlich bestätigt, und der Kurs gab daraufhin am Montag weiter ab. Die Investoren waren zunächst skeptisch über Chancen und Risiken des Deals. Am Dienstag konnte das Unternehmen die Skepsis ein wenig mindern und eine Präsentation des Touristik- und Logistikkonzerns vor Investoren wurde positiv aufgenommen. Ansonsten fehlten dem Markt die Impulse ? die Umsätze waren gering. Belastet hatten am Abend ferner die schwachen Vorgaben der Wall Street. Der am Berichtstag gemeldete ZEW-Index sorgte indes nur zwischenzeitlich für einen kleinen Schwung nach oben, obwohl die Befragten die deutschen Konjunkturaussichten im August überraschend optimistisch eingeschätzt hatten. Demnach ist der Index der Konjunkturerwartungen auf den höchsten Wert seit März 2004 gestiegen.

Stagnation im 2. Quartal

Nicht ganz so gut kamen dagegen die tatsächlichen Fakten an. Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr wegen des schwachen Konsums, geringer Investitionen und einem Minus im Außenhandel in die Stagnation zurückgefallen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) blieb im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal preisbereinigt mit null Prozent konstant. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit die erste Prognose. Ein belastender Faktor für Konsumenten und Unternehmen waren die hohen Energiepreise. Ferner blieb die Binnenwirtschaft die entscheidende Schwachstelle der Konjunktur. Der Export lief dagegen nach wie vor auf Hochtouren, der Wachstumsbeitrag wurde aber von den durch das Öl verteuerten Importen vollständig aufgefressen. Der Saldo von Exporten und Importen war daher im 2. Quartal im Gegensatz zum Jahresbeginn mit 0,3% im Minus. Grund dafür war, dass die Einfuhren mit 2,3% stärker als die Ausfuhren mit plus 1,2% stiegen. Insgesamt fraß der negative Außenbeitrag das Plus in der Binnennachfrage von 0,3% somit vollständig auf.

Hoffnungsschimmer

Nach Ansicht der Experten hellt sich der Konjunkturhimmel in Deutschland aber auf, und trotz des hohen Ölpreises gibt es nach Ansicht von Volkswirten erste Signale für eine Belebung der Binnenkonjunktur. Demnach könnte sich die Wirtschaft im Herbst wieder mit einem Plus von 0,4 bis 0,5% beschleunigen. Dabei dürften starke Exporte beflügeln, während der Konsum voraussichtlich weiter schwach bleibt. Für das Gesamtjahr erwarten Wirtschaftsforschungsinstitute und Großbanken zwischen 0,7 und 1% Wachstum beim BIP. Im ersten Vierteljahr lag das Plus bei 0,8%. Allerdings war dieser Wert statistisch überhöht. Für den Optimismus verantwortlich ist die Tatsache, dass die Binnenwirtschaft erstmals seit Herbst 2004 wieder einen positiven Beitrag zum Wachstum lieferte.

Ifo könnte Impulse liefern

Der DAX konnte daraus aber noch keine Nahrung ziehen. Stattdessen hängt die derzeitige Entwicklung von den Vorgaben der Wall Street und der Entwicklung des Ölpreises ab. Eigene Impulse könnte jedoch der am Donnerstag anstehende ifo-Geschäftsklima-Index für August generieren. Im Juli war der viel beachtete Frühindikator kräftig gestiegen. Sollte er nun erneut zulegen können, dürfte dies den Aktien weiteren Auftrieb verleihen.

Zwiespältige Charttechnik

Vielleicht reicht dies dann auch als Initialzündung für den DAX, die Marke von 5.000 Punkten in Angriff zu nehmen. Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild indes etwas eingetrübt. Mit den am heutigen Mittwoch im frühen Handel kräftigeren Verlusten hat der Index die Marke von 4.900 Zählern wieder unterschritten. Damit scheint sich immer mehr eine Top-Bildung herauszukristallisieren. Ein größerer Abwärtsimpuls würde beispielsweise generiert, wenn die Marke von etwa 4.837 Punkten unterschritten wird. Dann ist ein Test der 4.700er-Marke nicht ausgeschlossen. Hier befindet sich derzeit in etwa die untere Begrenzung der seit Ende April laufenden Aufwärtsbewegung. Die langfristige Indikation bleibt bis zu dem Bruch dieser Marke aber nach wie vor intakt. Gelingt es dem Index hingegen, das letzte Hoch bei 4.954 Zählern zu überwinden, würde wieder Aufwärtspotenzial in Richtung der nächsten Hürde bei 4.991 Punkten freigesetzt. Anschließend könnte dann die 5.000er-Marke in Angriff genommen werden. Insgesamt ist das Bild derzeit somit recht zwiespältig ? Investitionen sollten daher erst einmal zurückgestellt werden. Viel wird bei der Entscheidung ob Konsolidierung oder Top- Bildung von der Entwicklung der US-Indizes abhängen. Sollte es hier zu festeren Kursen in den kommenden Tagen kommen, dürfte auch der DAX davon profitieren.

2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes

Index 24.08.05 % Vorwoche 52weekHigh % 52week
DJ IND 10519,58 -0,30% 10984,46 +7,18%
S&P 500 1217,59 -0,22% 1245,81 +14,52%
NASDAQ 2137,25 -0,37% 2219,91 +21,96%
NIKKEI 225 12502,26 +1,87% 12612,16 +12,22%
DAX 4884,71 +0,27% 4990,57 +31,20%
TecDAX 581,08 +0,19% 604,98 +23,50%
EUROSTOXX 50 3278,99 -0,58% 3370,84 +24,64%


Stand: Mittwoch, 11:30 Uhr

3. Gildemeister ? gute Geschäfte im Ausland

Der Hersteller von Werkzeugmaschinen in der Dreh- und Frästechnik ist weiter auf dem Vormarsch. Nachdem das Unternehmen im Vorjahr den Turnaround schaffte, scheint sich dieser nun zu bestätigen, denn die positive Tendenz bei den Ergebnissen setzte sich im 1. Halbjahr 2005 fort.

Profitiert hat Gildemeister vor allem von einer hohen Nachfrage im Ausland. Sie entwickelte sich nach Aussagen von Firmenlenker Dr. Rüdiger Kapitza erwartungsgemäß positiv. Daher erzielt das Unternehmen hier auch die größten Wachstumsraten. So schnellte der Umsatz im Ausland um 18% auf 297,5 Mio. Euro. Die Exportquote stieg damit von 52 auf 57%. Im Inland verringerten sich die Erlöse dagegen um 7% auf 220,3 Mio. Euro. Insgesamt legte der Umsatz trotzdem um 6% auf 517,8 Mio. Euro zu.

Höhere Aufträge lassen hoffen

Trotz des rückläufigen Umsatzes im Inland scheint sich hier aber nun eine Besserung abzuzeichnen. Der Auftragseingang im Inland erhöhte sich um 2% auf 251,5 Mio. Euro. Beim Auftragsbestand verzeichnete die Gesellschaft ein Plus von 23% auf 144,8 Mio. Euro. Im Ausland legte Gildemeister bei den neuen Aufträgen um 9% auf 322,7 Mio. Euro zu. Der Auftragsbestand erhöhte sich hier um 20% auf 233,4 Mio. Euro. Insgesamt erhöhte sich das Auftragsvolumen somit um 6% auf 574,2 Mio. Euro. Der Bestand verbesserte sich um 21% auf 378,2 Mio. Euro.

Steigende Gewinne

Neben den Einnahmen konnte Gildemeister zudem bei den Gewinnen Fortschritte machen, auch wenn es hier noch Potenzial gibt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 31,9 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 34 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 17 auf 19,4 Mio. Euro zu. Bedingt durch ein negativeres Finanzergebnis, hervorgerufen durch steigende Zinskosten, sank jedoch das Vorsteuerergebnis (EBT) von 5 auf 3,8 Mio. Euro. Nichtsdestotrotz erhöhte sich der Überschuss von 0,7 auf 1,7 Mio. Euro, dank niedrigerer Steuerzahlungen.

Dividende in Aussicht gestellt

Trotz des gestiegenen Finanzergebnisses scheint Gildemeister also seine Ausgaben im Griff zu haben und das Kosten- und Prozessmanagement trägt Früchte. Möglicherweise kann hier das Unternehmen noch den einen oder anderen Euro mehr einsparen. Der Vorstand ist bereits guten Mutes und bekräftigte die Planungen für das Gesamtjahr. Weitere positive Impulse erwartet das Unternehmen zudem von der weltweit bedeutendsten Messe für Werkzeugmaschinen EMO im September in Hannover. Zusammen mit dem guten Auftragsbestand sollte sie zu einem steigenden Umsatz auf 1,1 Mrd. Euro führen, nach 1,05 Mrd. im Vorjahr. Beim EBT erwartet der Konzern dann 25 Mio. Euro. Der Überschuss soll von 5,2 im vergangenen Jahr auf mehr als 10 Mio. Euro klettern. Zudem stellte die Gesellschaft ihren Aktionären nach drei Jahren ohne eine Ausschüttung wieder eine Dividende für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht. Voraussetzung ist ein planmäßiger Geschäfts- und Ergebnisverlauf.

Messe im Fokus

Hier gibt es einerseits zwar ein paar Unsicherheiten wie steigende Energie- und Rohstoffpreise, aber die sollte das Unternehmen schultern können. Auf der anderen Seite wächst die Weltwirtschaft nach wie vor dynamisch, was zu einer erhöhten Nachfrage nach Werkzeugmaschinen führt. Die größten Wachstumsimpulse gehen dabei unverändert von Asien aus. Davon sollte auch Gildemeister profitieren. Möglicherweise erhöht das Unternehmen nach der Branchenmesse EMO auch seine Prognosen. Die bisherigen Schätzungen sind laut Vorstand eher konservativ. Die Jahresziele sind demnach auch zu erreichen, wenn die Messe nur durchschnittlich verläuft. Sollte sich die Branchenschau dagegen erfolgreich für Gildemeister entwickeln, könnte dies nach Worten von Firmenlenker Kapitza auch noch einmal Schwung in die Planzahlen 2005 bringen. Die Gesellschaft wird auf der EMO ihre kompletten 22 Neuentwicklungen in diesem Jahr präsentieren, darunter auch neun Weltneuheiten. Gezeigt wird eine neue Maschinengeneration, die 30% bis 50% produktiver arbeitet.

Fundamentals verbessert

Alles in allem hat sich die fundamentale Situation des Unternehmens somit seit unserer Empfehlung vom Februar verbessert. Davon profitierte auch der Aktienkurs. Am Dienstag büßte der Kurs zwar etwas ein, dies fällt wohl aber unter die Rubrik "sell on good news". Nichtsdestotrotz ist nun eine kleine Konsolidierung denkbar. Langfristig betrachtet dürfte es aber weiter aufwärts gehen. Für einen Anstieg könnte aus charttechnischer Sicht dabei das Überschreiten der Hürde von 6,50 Euro als Signal genutzt werden. Ein Bruch dieses Widerstandes macht den Weg frei zu den nächsten Hürden bei 7 und 7,50 Euro. Als Absicherung könnte in diesem Fall eine Stopp-Loss-Marke im Bereich von 5,90 Euro sinnvoll sein. Dieses Niveau können auch die Anleger in Erwägung ziehen, die unserer Empfehlung vom Februar gefolgt sind, falls noch nicht geschehen.

KENNZAHLEN : Gildemeister AG
 WKN: 587800
ISIN: DE0005878003
Markt: Frankfurt
Kurs 24.08.05: 6,25 Euro
52-Wochen-Hoch: 6,49 Euro
52-Wochen-Tief: 4,65 Euro
Empfohlener Stopp-Loss: 5,90 Euro
Unser Anlageurteil: Langfristiger Kauf

4. TUI ? will zum Containerriesen aufsteigen

Der weltweit größte Tourismuskonzern TUI (WKN: TUAG00) will die kanadisch-britische Reederei CP Ships für 1,7 Mrd. Euro kaufen und damit im rasant wachsenden globalen Containergeschäft unter die ersten fünf der Branche vorrücken. Mit dem Schritt baut der Konzern sein zweites Standbein neben dem Tourismus konsequent weiter aus, erläuterte Firmenlenker Michael Frenzel den Deal. Seiner Meinung nach arbeite die Zukunft in beiden Märkten für sein Unternehmen. Ferner würden sich die Tochter Hapag-Lloyd und der Zukauf ideal ergänzen. Demnach will der Konzern von dem erwarteten enormen Wachstum in der Containerschifffahrt profitieren. Frenzel rechnet daher damit, dass die Akquisition von CP Ships die Rentabilität des Konzerns nachhaltig stärken wird. Nun müssen die Aktionäre der Übernahme zustimmen. Eine Entscheidung wird in den ersten Oktobertagen erwartet. Anschließend müssen sich dann die Kartellbehörden mit der Übernahme befassen. Die Finanzierung des Angebotes soll zum Teil durch Kredite geschehen, die von den Banken bereits zugesagt wurden. Hinzu kommt eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund einer Mrd. Euro, deren Einzelheiten später festgelegt werden sollen.

5. EADS ? verschiebt offiziellen Programmstart für A350

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (WKN: 938914) wird den offiziellen Programmstart für das neue Airbus-Langstreckenflugzeug A350 auf Anfang Oktober verschieben. Es gibt demnach eine Terminänderung bei der zunächst für Ende September geplanten Sitzung des Aufsichtsgremiums, bei der die Schlüsselentscheidung fallen soll. Indes sollen alle Vorbereitungen bei Airbus für den A350-Programmstart plangemäß weiterlaufen. Die Markteinführung ist für 2010 geplant. Mit dem zweistrahligen Modell, das rund 4,35 Mrd. Euro Entwicklungskosten verschlang, will Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern der komplett neuen Modellfamilie 787 Dreamliner von Boeing Paroli bieten. Deren Modelle sollen bereits 2008 in Dienst gestellt werden.

6. PREMIERE ? gliedert operative IT-Aktivitäten aus

Der Bezahlsender Premiere (WKN: PREM11) überträgt seine operativen IT-Aktivitäten zum 1. September an die französisch-niederländische Atos Origin. Der Outsourcing-Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren und umfasst ein Gesamtvolumen im unteren dreistelligen Millionen-Eurobereich. Zu den operativen IT-Aktivitäten zählt beispielsweise die Wartung von PC-Arbeitsplätzen. Die strategischen Entscheidungen für die IT-Aktivitäten werden aber weiterhin im Unternehmen selbst getroffen. Zuvor waren bereits sämtliche SAP-Anwendungen sowie der Betrieb und die Weiterentwicklung der Programmdatenbank APIX an externe Dienstleister übertragen worden.

7. SIEMENS ? verlängert Übernahmeangebot

Der Technologiekonzern Siemens (WKN: 723610) hat sein Übernahmeangebot für den Finanzdienstleister Broadcastle verlängert. Die Offerte läuft nun bis zum 2. September. Nach dem Ablauf der ersten Angebotfrist am vergangenen Freitag kontrollieren die Münchener 89,47% des Unternehmens. Siemens hatte den Erwerb der britischen Gesellschaft Ende Juli angekündigt. Mit dem 41,5 Mio. GBP teuren Erwerb von Broadcastle will Siemens Financial die Position in Großbritannien stärken.

8. THYSSENKRUPP ? verkauft Turbinenkomponenten-
    Sparte


Der Industriekonzern ThyssenKrupp (WKN: 750000) hat sein Geschäft mit Turbinenkomponenten an die Nürnberger Leistritz Gruppe verkauft. Über den Kaufpreis wurde aber nichts bekannt, beide Seiten hatten Stillschweigen vereinbart.

9. LUFTHANSA ? erhöht Treibstoffzuschlag auch im
    Frachtgeschäft


Nach der Anhebung im Bereich Passage setzt die Deutsche Lufthansa (WKN: 823212) auch im zweitwichtigsten Geschäftsbereich Cargo den Kerosinzuschlag hoch. Zum 5. September 2005 wird er von 0,45 auf 0,50 Euro pro Kilogramm des tatsächlichen Frachtgewichts angehoben. Grund sind die seit Anfang August konstant steigenden Kerosinpreise. Zuletzt hatte Cargo am 27. Juni den Zuschlag erhöht. Nach letzten Angaben hat Lufthansa im 1. Halbjahr mit 1,1 Mrd. Euro rund 45% mehr für Kerosin bezahlt als im Vorjahreszeitraum. Für das 4. Quartal 2005 und das 1. Quartal 2006 hat sich Lufthansa den Angaben zufolge bereits zu mehr als 80% gegen Preissteigerungen am Öl-Markt abgesichert. So würde Lufthansa nach eigenen Angaben zum Beispiel bei einem auf 70 US-Dollar steigenden Ölpreis nur 57 US-Dollar pro Fass zahlen müssen.

10. EM-TV ? macht immer noch Miese

Das Münchener Medienunternehmen EM-TV (WKN: 914720) ist im 2. Quartal zwar noch nicht aus den roten Zahlen herausgekommen, immerhin konnte die Gesellschaft aber ihren Verlust verringern. Der Fehlbetrag summierte sich im Zeitraum April bis Juni auf 2,2 Mio. Euro. Ohne die Effekte aus der Abwicklung der Beziehungen zum insolventen Kirch-Konzern fiel im Vorjahr noch ein Verlust von 5,9 Mio. Euro an. Gleichzeitig verringerte sich der Umsatz um 16% auf 49,5 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr erreichte das Unternehmen bei den Erlösen 100,4 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 5,8%. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Ausweitung der Beteiligung an der Planeta Junior S.L. im Vorjahr. Unter dem Strich fiel hier aber mit 0,1 Mio. Euro ein kleiner Überschuss an. Bereinigt um einen Sondergewinn machte EM.TV im Vorjahr noch einen Verlust von 6,8 Mio. Euro. Ferner bekräftigte der Konzern die Prognosen für das Gesamtjahr. Demnach soll der Umsatz zumindest um einen einstelligen Prozentsatz steigen, vor Steuern soll das Ergebnis ohne Sonder- und Einmaleffekte positiv sein. Die Ergebnisaussage steht aber nach wie vor unter dem Vorbehalt von möglichen Anlaufkosten oder Investitionen in Zusammenhang mit einem Einstieg in das Geschäft mit Sportwetten, hieß es im Zwischenbericht. Hier werden verschiedene strategische Optionen geprüft. Eine Entscheidung soll in der zweiten Jahreshälfte fallen.

11. RATINGS / Deutsche Aktien

Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:

TITEL RATING INSTITUT DATUM
AdPhos halten Nord LB 18.08.05
AWD outperform WestLB 19.08.05
AWD Underperformer LRP 18.08.05
AWD neutral HypoVereinsbank 18.08.05
AWD Underperformer LRP 19.08.05
Balda outperform WestLB 18.08.05
Beiersdorf kaufen M.M.Warburg & CO 22.08.05
Beiersdorf Marketperform. LRP 19.08.05
Beiersdorf neutral WestLB 18.08.05
Beru verkaufen Bankhaus Lampe 18.08.05
Commerzbank outperform WestLB 19.08.05
DaimlerChrysler overweight Morgan Stanley 18.08.05
Degussa Underperformer LRP 23.08.05
Deutsche Telekom buy Jyske Bank 19.08.05
Deutsche Telekom outperform HypoVereinsbank 18.08.05
Deutsche Telekom underperform CSFB 18.08.05
Douglas Marketperform. LRP 18.08.05
Dürr verkaufen Bankhaus Lampe 18.08.05
E.ON kaufen Hamburger Spark. 23.08.05
EM.TV outperform WestLB 18.08.05
FJH buy HypoVereinsbank 19.08.05
GEA Group halten Bankhaus Lampe 23.08.05
GEA Group halten Hamburger Spark. 19.08.05
GILDEMEISTER halten Bankhaus Lampe 23.08.05
Henkel Outperformer LRP 18.08.05
HOCHTIEF neutral HypoVereinsbank 18.08.05
Hypo Real Estate Marketperform. LRP 23.08.05
König & Bauer halten Bankhaus Lampe 18.08.05
MAN halten Bankgesell. Berlin 19.08.05
Micronas sell Smith Barney Citig 22.08.05
MLP neutral WestLB 18.08.05
Norddt. Affinerie kaufen Aktienservice Res. 18.08.05
Pro7Sat.1 Media halten Helaba Trust 22.08.05
QIAGEN kaufen Helaba Trust 22.08.05
Schering neutral WestLB 18.08.05
SCHWARZ PHARMA Underperformer LRP 19.08.05
SHS Inform.sys. outperform WestLB 19.08.05
Siemens halten Hamburger Spark. 18.08.05
ThyssenKrupp Aktie d. Woche BÖRSE a Sonntag 22.08.05
ThyssenKrupp halten Hamburger Spark. 19.08.05
TUI buy SEB 22.08.05
TUI underperform Goldman Sachs 22.08.05
TUI halten Hamburger Spark. 19.08.05
TUI kaufen Helaba Trust 23.08.05
TUI kaufen Nord LB 19.08.05
TUI Outperformer LRP 23.08.05
TUI verkaufen Hamburger Spark. 22.08.05
United Internet übergewichten Bayerische Landesb 18.08.05
Vivacon neutral HypoVereinsbank 22.08.05
Volkswagen Marketperform. LRP 23.08.05
Gruß Moya

 

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