Aktien-Newsletter

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neuester Beitrag: 02.02.05 17:55
eröffnet am: 02.02.05 17:55 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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02.02.05 17:55

813624 Postings, 5960 Tage moyaAktien-Newsletter

Der Start in die laufende Handelswoche begann mit einer Kuriosität. Seit eh und je umfaßt der DAX genau 30 Werte. Doch mitunter gibt es selbst in der ersten Börsenliga eine Ausnahme von der Regel. Am Montag enthielt das Kursbarometer zum ersten Mal in seiner Geschichte für einen Tag 31 Titel. Hintergrund war die Abspaltung des Chemie-Unternehmens Lanxess vom Bayer-Konzern. Die Deutsche Börse wollte mit dieser technischen Maßnahme die Umstellung für Investoren leichter machen, die den DAX abbilden.

Bayer mit Aufschlag

Daher waren sowohl Bayer als auch der Ableger Lanxess im Index enthalten. Mit dem Schlußkurs vom Montag stand dann fest, wie der Markt die beiden Aktien getrennt bewertet. Der neue Bayer-Kurs wird nun bis zur regulären Quartalsüberprüfung des Index im März mittels eines Korrekturfaktors für den DAX hochgerechnet. Der große Vorteil: Die Gewichte aller anderen DAX-Werte müssen zunächst nicht geändert werden. Fonds, die den DAX abbilden, mußten lediglich die Lanxess-Papiere verkaufen und dann in Bayer-Aktien investieren. Laut der Deutschen Börse beträgt das Gewicht von Lanxess 0,22%. Dieser Wert wird nun bei der Gewichtung des Bayer-Papiers von 3,67% oben draufgeschlagen und bei der nächsten turnusmäßigen Berechnung angepaßt. Ähnlich wird übrigens mit den Dividenden verfahren, deren Auswirkungen auch nicht umgehend bei der Gewichtung berücksichtigt werden.

Kandidat für MDAX

Das Gastspiel in der 1. Börsenliga war für Lanxess nur kurz. Aber das Unternehmen hat große Chancen, in den MDAX aufgenommen zu werden. Der dafür früheste Termin wäre im Juni, da für die Überprüfung im März die vorgeschriebene Handelszeit von 30 Tagen nicht erreicht wird.

SDAX an der Spitze

Im bisherigen Jahresverlauf zeigte sich der MDAX übrigens deutlich besser als der DAX. Seit Jahresbeginn hat der Index für die mittelgroßen Unternehmen um mehr als 5% zugelegt. Und auch der TecDax schlägt sich mit einem Plus von 2% recht ordentlich. Der große Bruder der beiden kam gerade einmal auf ein halbes Prozent. Spitzenreiter im Monat Januar ist aber der SDAX. Hier haben sich bis dato Gewinne von mehr als 8% angesammelt. Prozentual größte Gewinner sind EM TV (53%), Teleplan (40%) und die BHW Holding (31%).

Wann kommt der DAX in Fahrt?

Die Frage ist nun, wann der Funke von den Werten der zweiten und dritten Reihe auf den DAX überspringt. Fundamental sind die Voraussetzungen hierzulande doch eigentlich nicht schlecht. Die Bewertung der Standardwerte ist vergleichsweise günstig und auch seitens der Konjunktur gibt es keine Störfeuer. Zwar werden auch im laufenden Jahr keine Wunder erwartet, aber im Jahresverlauf könnte die Dynamik der deutschen Wirtschaft zunehmen. Vor allem, wenn die Binnenkonjunktur weiter anspringt. Hier gab es in der vergangenen Woche mit dem Ifo-Index und der GfK-Studie weitere positive Signale.

Arbeitsmarkt noch kritisch

Problematisch ist dabei allerdings nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeit. Sie hat im Januar die Grenze von fünf Millionen überschritten. Im Dezember waren es 4,464 Millionen. Demnach ist die Zahl der Erwerbslosen nach Wirksamwerden der Hartz-IV-Reform um 573.000 gestiegen. Dies ist aber nur ein rechnerischer Effekt, da aus zwei Sozialsystemen nun eines geworden ist. Mit anderen Worten: die Rechnung ist jetzt ehrlicher. Vielleicht hilft das ja bei der Bewältigung der noch zu leistenden Aufgaben.

Runter bekommt man die hohen Zahlen allerdings nur mit einem BIP von mehr als 2%. Eine Trendwende ist also noch nicht in Sicht. Einige Experten rechnen aber mit einer solchen im Verlauf des kommenden Jahres. 2005 könnte dafür die Basis geschaffen werden. Dazu sollte aber mindestens das angepeilte Wirtschaftswachstum von 1,6% erreicht werden.

2004 neuer Rekord im Maschinenbau

Dies zu schaffen sollte doch möglich sein, angesichts weiterhin hoher Ausfuhren. Ein wichtiges Standbein ist dabei der Maschinenbau, auch wenn hier eine Verlangsamung des Wachstums auszumachen ist. So gingen im Dezember die Aufträge leicht um 1% zurück. Das Inlandsgeschäft fiel um 4%, die Auslandsnachfrage stagnierte auf dem hohen Vorjahresniveau. Grund dafür ist ein statistischer Effekt wegen der extrem hohen Vorjahreswerte.

Im Gesamtjahr 2004 erreichte die Branche dennoch ein Rekordergebnis. Der Verband rechnet mit einem Plus von 5%. Das wäre das höchste Plus seit fünf Jahren. Der Aufschwung hat also an Fahrt gewonnen. Dem Exportboom sei Dank. Aus dem Ausland kamen 14% mehr Aufträge, im Inland verbuchten die Unternehmen ein Plus von 3%. Für 2005 rechnet die Branche wegen der schwächeren Weltkonjunktur allerdings nur noch mit einem Plus von 3%.

Unterstützung hält

Grund zur Panik gibt es aber nicht. Im Januar zeigten sich die Unternehmen zunehmend optimistischer. Beispielsweise auch im verarbeitenden Gewerbe. So hat sich hier die Stimmung wieder etwas aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex für diesen Sektor stieg von 51,7 auf 52,4 Punkte. Er notiert damit weiterhin über der Marke von 50 und signalisiert somit eine Expansion in dem Sektor. Zusammengenommen sind die Daten also nicht beunruhigend.

Ebenfalls beruhigend ist, daß der DAX in den vergangenen Tagen die Marke von 4.190 Punkten gehalten hat. Nun strebt der Index wieder in Richtung 4.300 Zähler. Allerdings könnte die Zinsentscheidung in den USA heute Abend und der Arbeitsmarktbericht vom Freitag auch Auswirkungen auf unseren Leitindex haben. Welche Richtung das Kursbarometer dann einschlägt, wird sicher von den Vorgaben der Wall Street abhängen.

2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes

Index02.02.05% Vorwoche52weekHigh% 52week
DJ IND 10551,94 +0,51% 10868,07 -0,67%
S&P 500 1189,41 +1,31% 1217,9 +3,64%
NASDAQ 2068,7 +1,11% 2191,6 -3,44%
NIKKEI 225 11407,14 +0,27% 12195,66 +5,01%
DAX 4284,86 +1,68% 4325,77 +4,62%
TecDAX 531,36 +1,99% 654,97 -13,46%
EUROSTOXX 50 3012,52 +1,90% 3016,23 +5,33%

Stand: Mittwoch, 11:30 Uhr

3. Bayer ? nach Abspaltung von Lanxess besser positioniert

Es ist vollbracht. Bayer hat den umfangreichsten Umbau seiner Firmengeschichte abgeschlossen. Am vergangenen Freitag wurde die Abspaltung von Lanxess ins Handelsregister eingetragen und damit die Trennung vollzogen. Seit dieser Woche ist Lanxess an der Börse notiert. Analysten bewerten den Schritt positiv, da Bayer nun strategisch besser aufgestellt ist.

In dem neuen Unternehmen Lanxess sind weite Teile des Chemie- sowie ein Drittel des Kunststoffgeschäftes des ehemaligen Konzerns zusammengefaßt. Bayer selbst wird sich künftig nun auf die drei Sparten Gesundheit, Pflanzenschutz sowie hochwertige Materialien konzentrieren. Der Schritt zielt in die richtige Richtung, und die langfristige Strategie des Unternehmens wird dadurch klarer. Gleichzeitig hat man sich von Bereichen mit schwachen Margen getrennt. Daher könnte nun die Profitabilität steigen.

Gesundheit

Ertragssäule Nummer Eins ist der Bereich HealthCare. Hier dürfte der Konzern künftig etwa 39% seiner Umsätze erwirtschaften und rund 50% des operativen Gewinns (EBIT) einfahren. Der Bereich faßt sämtliche Aktivitäten auf dem Gebiet Gesundheit zusammen. Dazu gehören Tiergesundheit, Biologische Produkte, verschreibungsfreie und verschreibungspflichtige Medikamente sowie Artikel zur Diagnose von Krankheiten.

Pflanzenschutz

Die Sparte Bayer CropScience gehört zu den führenden Anbietern auf dem Gebiet von Pflanzenschutz-Mitteln. Das Sortiment umfaßt Insektizide, Fungizide, Herbizide und Saatgutbehandlung. Dabei ist der Konzern rund um den Globus vertreten und weiter auf Wachstumskurs. So werden künftig die drei Standbeine Pflanzenschutz, grüne Biotechnologie und Saatgut immer enger zusammenwachsen, um für die Agrarwirtschaft ein komplettes Portfolio anzubieten. Heute stammen etwa 26% der Erlöse aus dieser Sparte. Zum Konzern- EBIT trägt es derzeit rund 29% bei.

Hochwertige Werkstoffe

Eines der führenden Polymer-Unternehmen der Welt ist der dritte Teilkonzern von Bayer. Die hochwertigen Werkstoffe und innovativen Systemlösungen von MaterialScience sind in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens zu finden. Hauptabnehmer sind die Automobil- und Bauindustrie sowie die Elektronikbranche. Hinzu kommen Hersteller von Sport- und Freizeitartikeln, Verpackungen und medizintechnischen Geräten. Der Anteil am Gesamtkonzern beträgt beim Umsatz 35% und beim EBIT 31%.

Forschen nach neuem Öl

Nach der Abspaltung konzentriert sich Bayer nun wieder auf das operative Geschäft. Beispielsweise meldete der Konzern gerade eine Kooperation der Tochter CropScience mit der Firma Cargill Speciality Canola Oils. Beide Unternehmen wollen eine spezielle Rapssorte entwickeln. Das Know-how von Bayer bei Saatgut wird dabei mit der Technologie von Cargill zur Herstellung von Rapsöl mit hohem Gehalt an Ölsäure zusammengeführt. Damit will man den Kunden von Cargill, die aus der Lebensmittelbranche stammen, ein Öl mit einer neuen Qualität anbieten. Ab 2007 soll das Saatgut dann für den kommerziellen Anbau in den USA und Kanada zur Verfügung stehen. Ferner beabsichtigen die Firmen auch künftig in der Forschung zusammenzuarbeiten, um Rapsöl mit weiteren verbesserten Eigenschaften und Nährstoffzusammensetzungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Führender Anbieter in Europa

Großes Potential verspricht ferner die abgeschlossene Transaktion des Consumer-Health-Geschäftes von Roche. Die erworbene Sparte zählt zu den führenden Anbietern von rezeptfreier Arznei. Bekannte Produkte sind die Vitaminpräparate Supradyn und Redoxon, die Wundsalbe Bepanthen sowie das Mittel gegen Sodbrennen Rennie. Seit Januar ist das Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln und Vitaminen Teil der Division Consumer Care von Bayer HealthCare. Der Teilkonzern zählt damit zum Spitzentrio der weltweiten Anbieter von rezeptfreien Medikamenten. Nun will man zum besten Consumer Health und Wellness-Unternehmen der Welt aufsteigen. Ein realistisches, wenn auch ehrgeiziges Ziel. Zum Portfolio gehören neben den Neuerwerbungen die Klassiker Aspirin, Alka-Seltzer und Canesten.

Ausbau der Sparte vorgesehen

Insgesamt ist die Sparte in mehr als 120 Ländern vertreten. Durch die Akquisition wurde sie zu einem führenden Anbieter in Europa. Zugleich konnte sie ihre Spitzenposition in Lateinamerika ausbauen sowie das Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum und in den USA stärken. Die Akquisition soll künftig weitere Wachstumschancen bieten, um im OTC-Bereich schneller zu wachsen als der Markt. Durch die entstandene Größe könnte der Bereich zu einem bevorzugten Partner für künftige Joint Ventures oder bei der Vergabe von Lizenzen werden.

Aktie bietet Potential

Nach dem radikalen Umbau dürfte nun die Profitabilität steigen. Zusätzlich könnten die Ergebnisse dabei von weiteren Kosteneinsparungen aufgemöbelt werden. Deshalb dürfte trotz des weggefallenen Gewinnbeitrags von Lanxess im laufenden Jahr eine Erhöhung des EBIT möglich sein. Dazu beitragen dürften vor allem die Segmente CropScience sowie MaterialScience. Hier ist weiterhin mit einer hohen Nachfrage nach Pflanzenschutz-, Chemie- und Kunststoffprodukten zu rechnen. Etwas schwieriger dürfte es im Bereich Gesundheit zugehen, wo das Ertragsrisiko relativ hoch bleiben dürfte. Alles zusammen steht Bayer aber bestens da und sollte daher langfristig weiter zulegen können.

Dies dürfte auch beim Aktienkurs der Fall sein. Nachdem das Papier gerade die Marke von 24,00 Euro übersprungen hat, stehen die Chancen für weitere Kursgewinne nicht schlecht. In den nächsten zwölf Monaten sind Kurse von 30,00 Euro nicht ausgeschlossen. Etwas spekulativer ausgerichtete Anleger, die sich der Risiken bewußt sind, können zudem mit Derivaten versuchen, mögliche Kursgewinne zu hebeln.

Optionsschein-Trading

Bei der Bayer-Aktie bieten sich dabei Zertifikate an. Unser Favorit ist der Schein von der Commerzbank (CB2152). Der Basispreis liegt bei 20,00 Euro, die Knockoutschwelle bei 21,00 Euro. Das Bezugsverhältnis beträgt 1:1 bei einer unbegrenzten Laufzeit. Sollte die Aktie auf etwa 30,00 steigen, sind Gewinne von mehr als 100% möglich.

Generell sollten sich Anleger über die erhöhten Risiken beim Handel mit Optionsscheinen bzw. Knockout-Produkten bewußt sein und eine adäquate Limittechnik verfolgen. Anleger sollten verstehen, daß der Handel mit Optionsscheinen unter anderem durch die höhere Reagibilität wesentlich risikoreicher als der physische Aktienhandel ist und vornehmlich der gezielten Nutzung von zeitlich fest definierten Marktchancen dient. Aufgrund der Hebelwirkung ist im Vergleich zum physischen Erwerb der Aktie ferner lediglich ein wesentlich geringerer Kapitaleinsatz erforderlich.

KENNZAHLEN: Bayer AG
WKN:575200
ISIN:DE0005752000
Markt:Xetra
Kurs 26.01.05:24,47 Euro
52-Wochen-Hoch:24,74 Euro
52-Wochen-Tief:18,10 Euro
Empfohlener Stopp-Loss:22,30 Euro
Unser Anlageurteil:Langfristiger Kauf

4. KARSTADT QUELLE - Beruhigt Investoren

Karstadt Quelle (WKN: 627500) sieht in dem Verkauf von Krediten durch Gläubigerbanken keinen Grund zur Beunruhigung. Demnach ist die Abgabe der Verbindlichkeiten ein branchenübliches Verfahren. Der syndizierte Kredit, den der Konzern erhalten hat, ist hiervon nicht betroffen. Medienberichten zufolge haben bereits mehrere der 16 Gläubigerbanken von Karstadt Kredite im Wert von rund 300 Mio. Euro veräußert. Käufer sind Investmentbanken und Hedgefonds. Ferner erwartet Karstadt Quelle in Kürze eine Entscheidung über den Ausstieg beim Deutschen Sportfernsehen (DSF) und dem Internetportal Sport 1. Demnach gibt es weit fortgeschrittene Gespräche. Spekulationen in der Presse zufolge, will die Gesellschaft ihren DSF-Anteil von gut 40% für 25 bis 28 Mio. Euro an das Medienunternehmen EM.TV verkaufen.

5. SCHLOTT GRUPPE - Investor verkauft Anteile

Der Freefloat der Schlott Gruppe (WKN: 504630) hat sich von 31,5% auf 38,5% erhöht. Verantwortlich dafür ist der Verkauf von 455.000 Schlott-Aktien durch die Deutsche Beteiligungs AG. Sie streute die in einem ihrer Fonds gehaltenen Aktien demnach bei einem breiten Publikum. Darunter zahlreiche Privatanleger. Keiner der neuen Inhaber hat aber bei der Transaktion mehr als 1% der insgesamt ausstehenden Aktien erworben. Die Deutsche Beteiligungs AG hat mit ihrer direkten Beteiligung ebenso wie über die von ihr gemanagten Fonds Schlott seit der Übernahme durch das eigene Management 1992 als Investor begleitet. Sie hält weiterhin einen Anteil von 13,9% an dem Unternehmen.

6. WALTER BAU - nach Insolvenz droht Zerschlagung

Nach wochenlangem Überlebenskampf ist der drittgrößte deutsche Baukonzern Walter Bau (WKN: 747750) pleite. Wegen Zahlungsunfähigkeit stellte die Walter Bau AG, das Kernstück des Konzerns, einen Insolvenzantrag. Nun ist das Schicksal der 9.500 Beschäftigten ungewiß. Dem Unternehmen ging das Geld aus, bevor es sich mit seinen 27 Gläubigerbanken und Kreditversicherern auf ein Rettungskonzept einigen konnte. Am Wochenende war noch ein Finanzloch im hohen zweistelligen Millionenbetrag aufgetaucht, so die Gläubiger. Alle Banken hatten daher Vorbehalte. Jetzt erwarten die Finanzinstitute eine Zerschlagung des Konzerns. Inwieweit sich dies auf die operativen Töchter auswirkt, muß abgewartet werden. Der Insolvenzantrag gilt formal nur für die Töchter. Jedoch werden nun auch Folgeinsolvenzen erwartet.

7. DEUTSCHE TELEKOM - darf nur noch weniger kassieren

Internetanbieter brauchen für die Nutzung des Netzes der Deutschen Telekom (WKN: 555750) nun weniger zu bezahlen als bisher. Das hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post beschlossen. Es handelt sich dabei um die Entgelte für die Zuschaltung, die Onlinedienste ohne eigene Leitungen an den Bonner Konzern entrichten müssen, um den Datenverkehr aus dessen Netz zu übernehmen. Die Behörde hat dabei erstmals die spezifischen Kostenvorteile beim Internetverkehr berücksichtigt. Sie entschied ferner über eine Reihe anderer Preise für Zuführungs- und Transitleistungen des Ex-Monopolisten gegenüber Wettbewerbern. In den meisten Fällen kam es zu sinkenden Entgelten im einstelligen Prozentbereich. Leichte Erhöhungen gab es hingegen bei einigen Vorleistungen im Mobilfunk, nachdem die Deutsche Telekom erstmals umfassendere Kostenunterlagen vorgelegt hatte. Die Preise gelten nun bis Ende Mai nächsten Jahres.

8. MOBILCOM - will eigene Aktien vernichten

Mobilcom (WKN: 662240) hat sein Aktienrückkauf-Programm beendet. Bis zum 24. Januar wurden demnach 3.256.672 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 15,6189 Euro gekauft. Dies sind rund 5% vom gesamten Aktienkapital. Insgesamt mußte das Unternehmen dafür 50,865 Mio. Euro berappen. Hinzu kommen 28.418 Papiere in der Zeit zwischen 25. und 31. Januar. Den Preis dafür will Mobilcom später nennen. Die zurückgekauften Aktien zieht der Konzern ein, wodurch das Ergebnis je Aktie rechnerisch erhöht wird. Zum ersten Mal wird der Effekt im Bericht zum 1. Quartal 2005 sichtbar sein. Für den Jahresabschluß 2004 spielt er dagegen noch keine Rolle.

9. HOCHTIEF - schwarze Zahlen im Inland erwartet

Der Baukonzern Hochtief (WKN: 607000) peilt Presseangaben zufolge auch im Inlandsgeschäft schwarze Zahlen an. Vorstandschef Friedel Abel erklärte in einem Interview, daß er in diesem Bereich nach mehreren Jahren der Restrukturierung nun nachhaltig positive Ergebnisse erzielen will. Mittelfristig soll das Vorsteuerergebnis bei 2 bis 3% der Bauleistung liegen, was einem Ergebnis von 40 bis 60 Mio. Euro entspricht. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern seine Geschäftsaktivitäten hierzulande aufgrund der rückläufigen Baukonjunktur drastisch reduziert. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 15%. Als chancenreich bezeichnete der Firmenlenker dabei Großaufträge im Zusammenhang mit dem Abbau von Atomkraftwerken. Nach dem Beschluß der Bundesregierung zum Atomausstieg müssen bis zum Jahr 2020 alle 20 Kernkraftwerke stillgelegt werden. Auch der bevorstehende Abbau von 400 bis 500 Ölplattformen in der Nordsee, die wegen zu Ende gehender Vorräte nach und nach außer Betrieb gehen, verspricht ein hohes Volumen. Weitere Wachstumschancen auf dem deutschen Markt sieht der Manager bei privaten Betreibermodellen für öffentliche Bauten wie Schulen, Krankenhäuser oder Autobahnen. Im eigentlichen Bau will sich das Unternehmen im Inlandsmarkt zunehmend auf Gebäudetypen wie Sportstätten oder Einkaufspassagen konzentrieren.

10. SCHWARZ PHARMA - Es hat endlich geklappt

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma (WKN: 722190) hat einen überarbeiteten Zulassungsantrag für Neupro bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht. Die elektronischen Zulassungsanträge für Neupro stellte der Konzern bereits am 29. September bei der FDA und der European Medicines Evaluation Agency (EMEA). Während in Europa der elektronische Zulassungsantrag akzeptiert wurde, nahm ihn die FDA aufgrund von Softwareproblemen nicht an. Der Vorstand ist nun zuversichtlich, daß alle Probleme gelöst sind. Neupro basiert auf dem Wirkstoff Rotigotin und ist ein neuartiges Mittel in Pflasterform bei der Behandlung von Parkinson.

11. HEIDELBERGER DRUCK - steigert betriebliches Ergebnis

Der weltweit größte Druckmaschinen-Hersteller konnte im 3. Quartal 2004/05 (bis Ende März) sein betriebliches Ergebnis deutlich steigern. Es kletterte von 38 auf 69 Mio. Euro. Ferner hat die Heidelberger Druckmaschinen AG (WKN: 731400) einen Umsatz von 860 Mio. Euro erzielt. In den ersten neun Monaten wuchsen die Erlöse von 2,07 auf 2,23 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis verbesserte sich dabei von 37 auf 75 Mio. Euro. Einschließlich der Verluste der nicht weitergeführten Sparten Digital und Web Systems sank der Verlust nach Steuern auf 18 Mio. Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum fielen hier noch 725 Mio. Euro Miese an. Bei der Bekanntgabe der Zahlen hat die Gesellschaft ferner ihre Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Auf vergleichbarer Basis wird nach wie vor mit einem Plus von 5% beim Umsatz gerechnet. Und auch das Ergebnis soll sich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Angepeilt wird ein Überschuß im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

12. NORDDEUTSCHE AFFINERIE - Aufstand gegen Stromversorger

Europas größte Kupferhütte, die Norddeutsche Affinerie (WKN: 676650) probt angesichts der steigenden Energiepreise den Aufstand gegen die Stromkonzerne. Gemeinsam mit dem belgischen Anbieter Electrabel prüft das Unternehmen den Neubau eines Kohlekraftwerks in Hamburg. Zudem wird der Aufbau einer eigenen Stromerzeugung auf dem Firmengelände erwogen. Das mit den Belgiern geplante Kraftwerk würde laut Vorstand 600 bis 700 Mio. Euro kosten und könnte, einen sofortigen Baubeginn vorausgesetzt, frühestens 2010 oder 2011 Strom liefern. Es soll dabei nicht selbst betrieben werden. Statt dessen will man mit Electrabel einen Liefervertrag abschließen. Neben diesem Vorhaben präsentierte der Konzern seine Ergebnisse für das 1, Quartal 2004/05 (bis Ende September). Der Gewinn vor Steuern (EBT) lag bei 12 Mio. Euro, nachdem im Vorjahresquartal unter anderem durch den planmäßigen Stillstand einer Produktionsanlage noch ein Minus von 7 Mio. Euro anfiel. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten vor allem wegen der hohen Metallpreise um 41,1% auf 666 Mio. Euro.

13. RATINGS / DAX, MDAX, TecDAX, deutsche Standardwerte

Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:

TITELRATINGINSTITUTDATUM
adidas-Salomon "hold" SEB 27.01.05
adidas-Salomon "outperform" HypoVereinsbank 28.01.05
adidas-Salomon kaufen Hamburger Spark. 27.01.05
adidas-Salomon neutral Merrill Lynch 27.01.05
adidas-Salomon Outperformer LRP 31.01.05
Allianz "buy" M.M.Warburg & CO 27.01.05
Allianz "hold" Smith Barney Citig 31.01.05
Allianz akkumulieren Nord LB 27.01.05
Allianz Outperformer LRP 27.01.05
ALTANA "buy" M.M.Warburg & CO 27.01.05
ALTANA "buy" SEB 27.01.05
ALTANA "hold" Smith Barney Citig 28.01.05
ALTANA kaufen Hamburger Spark. 31.01.05
ALTANA kaufen Nord LB 27.01.05
ALTANA Outperformer LRP 27.01.05
BASF "overweight" Morgan Stanley 31.01.05
BASF Outperformer LRP 31.01.05
Bayer verkaufen Helaba Trust 31.01.05
BMW "buy" Merrill Lynch 27.01.05
BMW halten Nord LB 28.01.05
Degussa "underweight" Morgan Stanley 31.01.05
Deutsche Bank halten Helaba Trust 31.01.05
Deutsche Börse "buy" Smith Barney Citig 28.01.05
Dt. Börse AG halten Nord LB 27.01.05
Dt. Börse AG kaufen Helaba Trust 27.01.05
Dt. Börse AG Underperformer LRP 28.01.05
Deutsche EuroShop "outperform" HypoVereinsbank 31.01.05
Deutsche Telekom "buy" SEB 27.01.05
Deutsche Telekom "buy" Smith Barney Citig 28.01.05
Deutsche Telekom "equal-weight" Morgan Stanley 31.01.05
Deutsche Telekom "outperform" WestLB Panmure 27.01.05
Deutsche Telekom akkumulieren Nord LB 27.01.05
Deutsche Telekom kaufen Helaba Trust 27.01.05
Deutsche Telekom Outperformer LRP 31.01.05
E.ON "buy" Merrill Lynch 31.01.05
E.ON Marketperform. LRP 28.01.05
freenet.de "buy" Sal. Oppenheim 31.01.05
freenet.de "buy" Smith Barney Citig 31.01.05
Heidelberg. Druck "hold" Smith Barney Citig 31.01.05
Heidelberg. Druck neutral J.P. Morgan Secur. 27.01.05
HUGO BOSS halten Hamburger Spark. 27.01.05
HUGO BOSS Marketperform. LRP 27.01.05
HUGO BOSS Marketperform. Spark. KölnBonn 27.01.05
Infineon Marketperform. LRP 27.01.05
JENOPTIK "buy" Deutsche Bank 27.01.05
JENOPTIK halten Nord LB 27.01.05
JENOPTIK Marketperform. Spark. KölnBonn 27.01.05
K+S "buy" WestLB Panmure 28.01.05
LEONI kaufen Bankhaus Lampe 28.01.05
Linde "equal-weight" Morgan Stanley 31.01.05
Pfeiffer Vacuum "buy" Smith Barney Citig 27.01.05
Pfeiffer Vacuum Aktie d. Woche BÖRSE a Sonntag 31.01.05
ProSiebenSat1 Med Marketperform. Spark. KölnBonn 28.01.05
ProSiebenSat1 Med "overweight" J.P. Morgan Secur. 28.01.05
ProSiebenSat1 Med halten Helaba Trust 27.01.05
Salzgitter halten Bankhaus Lampe 27.01.05
SAP "outperform" Goldman Sachs 27.01.05
SAP "overweight" J.P. Morgan Secur. 27.01.05
SAP "overweight" Lehman Brothers 28.01.05
SAP kaufen Nord LB 27.01.05
SAP Outperformer LRP 27.01.05
Siemens "buy" SEB 27.01.05
Siemens "outperform" Goldman Sachs 28.01.05
Siemens "overweight" J.P. Morgan Secur. 28.01.05
Siemens akkumulieren Nord LB 27.01.05
Siemens kaufen National-Bank AG 27.01.05
Siemens Outperformer LRP 27.01.05
Software AG Outperformer LRP 31.01.05
STADA verkaufen Hamburger Spark. 27.01.05
T-Online "hold" SEB 28.01.05
T-Online neutral Cr Suisse Fst Bost 27.01.05
Wincor Nixdorf kaufen Aktienservice Res. 27.01.05
Wincor Nixdorf kaufen Bankhaus Lampe 27.01.05

Gruß Moya

 

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