## Aktien-Newletter ##

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neuester Beitrag: 31.03.05 19:21
eröffnet am: 31.03.05 19:21 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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31.03.05 19:21

861705 Postings, 6039 Tage moya## Aktien-Newletter ##

1. EDITORIAL / BÖRSENAUSBLICK, KONJUNKTUR, MARKTBERICHT

Bereits vor Ostern hat der DAX begonnen, eine Gegenbewegung zu den sinkenden Kursen der vergangenen Wochen einzuleiten. Nach dem Unterschreiten der Marke von 4.300 Zählern konnte der Index dabei auf einer wichtigen Unterstützungszone stoppen und wieder nach oben drehen. Bei etwa 4.270 Punkten treffen sich der mittelfristige Aufwärtstrend seit August 2004 und eine horizontale Unterstützung, gebildet in den vergangenen drei Monaten.

Fallender Euro stützt

Nach dem verlängerten Wochenende setzte sich diese Bewegung zunächst zögerlich fort. Am Dienstag schaffte der DAX nach zeitweiligen Verlusten doch noch ein kleines Plus zum Handelsende. Bei geringen Umsätzen war die Nachrichtenlage dabei recht dünn. Positiv unterstützen konnten die Vorgaben aus dem frühen Handel der Wall Street. Zudem setzte der Euro seine Talfahrt fort, was zu steigenden Aktienkursen führte. Die Kursausschläge hielten sich insgesamt aber in Grenzen. Etwas stärker abgeben mußten die Aktien von Infineon, die unter einem kritischen Analystenkommentar litten. Innerhalb der Branchen zeigten sich die Autotitel schwächer, nachdem am Montag der amerikanische Wettbewerber General Motors seine Talfahrt weiter fortsetzte. Zulegen konnte dagegen RWE. Nach den rückläufigen Kursen in den vergangenen Wochen, scheint sich das Bild nun wieder zu ändern. Insgesamt könnten die in der jüngsten Vergangenheit gebeutelten europäischen Versorger jetzt wieder in Mode kommen.

Ölpreis sinkt und sorgt für Entspannung

Knapp behauptet gingen die deutschen Aktien auch am Mittwoch aus dem Handel. Neben einem fallenden Euro kamen zum Handelsschluß gute Vorgaben von den amerikanischen Börsenplätzen hinzu. Und auch der Ölpreis machte den Börsianern keinen Strich durch die Rechnung. Nachdem die wöchentlichen Lagerbestände für Rohöl kräftig zulegen konnten, gerieten die Preise für das schwarze Gold etwas stärker unter Druck. Sie entfernen sich damit weiter von den bisherigen Höchstkursen.

Arbeitsmarktdaten im Blick

Im Großen und Ganzen herrschte aber hierzulande Zurückhaltung. Die Investoren warten auf die am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten für März. Sie könnten richtungsentscheidend für die weitere Entwicklung an der Wall Street sein.

Konsumklima verbessert

Konjunkturdaten gab es hierzulande indes nicht. Und auch das für April veröffentlichte Stimmungsbarometer der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) brachte keine Impulse. Zwar kletterte der allgemeine Konsumklima-Indikator auf 5,2 Punkte, nach revidiert 4,9 Zählern im Vormonat. Allerdings schwächte sich der Anstieg gegenüber März und Februar ab. Derzeit profitiert das Konsumklima ausschließlich von der Entwicklung des Indikators Anschaffungsneigung bei gleichzeitig sinkender Sparneigung. Um Trübsal zu blasen, gibt es aber keinen Grund. Die Börsianer sehen das wohl ähnlich und die Erhebung hatte kaum Einfluß auf die Märkte.

Stahlwerte kommen aus der Mode

Bei den Einzeltiteln verbuchte vor allem das TUI-Papier größere Abschläge. Offenbar hat sich hier ein negativer Analystenkommentar belastend ausgewirkt. Und auch Gewinnmitnahmen könnten den Kurs gedrückt haben. Etwas kräftiger abgeben mußte auch ThyssenKrupp. Mittlerweile hat das Papier wieder ein interessantes Niveau erreicht. Allerdings stehen Stahlwerte derzeit nicht gerade ganz oben auf dem Einkaufszettel. Ferner sorgte die Ankündigung, daß im bisherigen Jahresverlauf ein leichter Rückgang beim Auftragseingang verbucht wurde, nicht gerade für Partylaune. Positiv fiel dagegen Infineon auf. Der Chiphersteller profitierte von überraschend guten Zahlen des Wettbewerbers Micron vom Vorabend.

Berichtssaison beginnt

Wie bereits erwähnt, dürfte sich bis zum Wochenende alles um die Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt drehen. Weitere Konjunkturdaten aus Übersee folgen in der kommenden Woche, wenn auch nicht viele. Beachtung dürfte vor allem der ISM Index für März im nicht verarbeitenden Gewerbe finden. Hierzulande stehen indes kaum Daten von der Konjunktur an. Seitens der Unternehmen heißt es aber ab der kommenden Woche wieder Zahlen, Zahlen, Zahlen. In den USA eröffnet Alcoa am Mittwoch nach Börsenschluß die Berichtssaison für das 1. Quartal. Neben den kursbeeinflussenden Konjunkturdaten und dem Ölpreis dürften dann die Bilanzen wieder eine wichtige Rolle bei den Investoren spielen.

2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes

Index31.03.05% Vorwoche52weekHigh% 52week
DJ IND 10540,93 +0,81% 10984,46 +2,34%
S&P 500 1181,41 +0,76% 1229,11 +5,13%
NASDAQ 2005,67 +0,78% 2191,6 +1,46%
NIKKEI 225 11640,22 -0,84% 12195,66 +1,81%
DAX 4367,9 +1,17% 4435,31 +17,23%
TecDAX 524,88 +0,33% 621,44 -5,95%
EUROSTOXX 50 3071,76 +1,15% 3117,77 +13,68%

Stand: Donnerstag, 11:30 Uhr

3. Loewe ? schaut nicht in die Röhre

Es geht weiter aufwärts beim Elektronik-Konzern Loewe. Im Geschäftsjahr 2004 scheint das Unternehmen die Trendwende geschafft zu haben. Dank starker Marktanteilsgewinne bei LCD-Fernsehgeräten, konnte die Gesellschaft ihren Umsatz stabilisieren. Zudem wurde der Ergebnisrückgang im 2. Halbjahr deutlich gebremst.

Rückenwind bekam Loewe dabei auch durch die erweiterte Partnerschaft mit Sharp. Der japanische Elektronikkonzern hatte Ende Dezember 2004 seine Beteiligung am deutschen Unternehmen im Rahmen einer Kapitalerhöhung auf rund 29% ausgebaut und ist nun größter Aktionär. Zudem arbeiten beide Firmen enger im Bereich der LCD-Fernseher zusammen.

Starker Partner sorgt für Chance

So wurde im Januar mit der Einrichtung eines gemeinsamen europäischen Entwicklungszentrums im Stammsitz Kronach begonnen. Ziel ist es, auf Basis der besonderen Stärken beider Partner die durchgängig digitale Elektronik-Plattform für LCD-TVs und Peripheriegeräte weiterzuentwickeln. Der europäische Übertragungsstandard für digitales Fernsehen (DVB) sowie die Entwicklung eines integrierten HDTV-Empfängers für hochauflösendes Fernsehen mit bester Bildqualität stehen dabei im Mittelpunkt. Beide Unternehmen erwarten damit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, schnellere Marktreife und deutliche Kostenvorteile. Darüber hinaus planen beide Unternehmen, die Produktion von mittel- und großformatigen LCD-Fernsehgeräten unter dem Markenzeichen Sharp in Kronach zu starten. Im Gegenzug bezieht Loewe kleinformatige LCD-TVs nach eigener Spezifikation von Sharp. Durch die engere Zusammenarbeit mit den Japanern könnten sich für Loewe zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge generieren lassen. Bereits im laufenden Jahr sind erste Impulse aus der Kooperation zu erwarten.

Trendwende geschafft?

Loewe ist bekannt für innovative TV-Technologien und modernstes Design. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Fernseher, DVD-Recorder, Videorecorder, Audiogeräte und Home-Multimedia-Lösungen. Allerdings lief es in den vergangenen Jahren nicht richtig rund, und der Konzern geriet in Schieflage. Er hatte erst spät auf den Trend zu Flachbildschirm-Geräten reagiert und der Markteinbruch bei hochwertigen Bildröhrengeräten sorgte für kräftige Absatzrückgänge. 2004 könnte die Gesellschaft aber die Trendwende geschafft haben. Laut Firmenlenker Dr. Rainer Hecker hat die konsequente Produktoffensive im Flachbild-TV-Bereich den Konzern wieder auf Trab gebracht. Dazu beigetragen haben ferner eine deutlich gestärkte Premiummarke Loewe und ein ausgebauter Vertrieb. Zwar fielen 2004 noch einmal Verluste an, aber das starke Marktwachstum bei Flachdisplay-Fernsehern und das breitere Portfolio haben den Umsatz stabilisiert. Nun stehen die Zeichen laut Hecker wieder auf Wachstum. Im 1. Quartal will er demnach seine Ziele erreichen. So soll der Umsatz über dem vergleichbaren Vorjahresquartal liegen. Und auch bei den Erträgen ist eine Besserung zu erwarten. Auch wenn noch kein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreicht wird, so der Vorstand.

Schwaches Jahr 2004

Im vergangenen Jahr lag der Umsatz, bereinigt um das aufgegebene US-Geschäft, bei 267,8 Mio. Euro, nach 283,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang führte zu einem negativen EBIT. Darüber hinaus hat die Schließung der amerikanischen Tochter das Ergebnis letztmalig mit 8,1 Mio. Euro belastet, so daß sich insgesamt ein negatives EBIT von 33,8 Mio. Euro ergibt. 2003 hatte das Unternehmen 33,3 Mio. Euro zu verbuchen. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 29,4 Mio. Euro an, nach 29,74 Mio. Euro. Allerdings zeigten die 2003 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in der zweiten Jahreshälfte deutlich sichtbare Erfolge.

Licht am Fernsehhorizont

So konnte durch die Produktoffensive bei Flachbild-Fernsehern der Marktanteil in diesem Segment im deutschen Fachhandel wertmäßig von 2,4% im Juni/Juli auf 7,6% im Dezember/Januar gesteigert werden. Laut Hecker konnte Loewe damit überproportional zur dynamischen Marktsteigerung wachsen. 2005 soll dieser Trend nun fortgesetzt werden und weiter konsequent neue Geräte auf den Markt kommen. Beispielsweise will die Gesellschaft ihr Sortiment mit Einsteiger-LCD-Fernsehern abrunden. Zur Internationalen Funkausstellung Anfang September wird zudem ein hochwertiges System äußerst individueller Fernsehgeräte präsentiert, die den technischen und gestalterischen Führungsanspruch von Loewe unterstreichen, so die Ankündigung. Ziel ist, sich vom Wettbewerb der Massenhersteller abzusetzen. Ferner soll mit diesem TV-Gerät ein völlig neuer Weg beschritten werden. Auf dem Programm stehen ferner die Schärfung des Markenprofils, der Ausbau des Auftritts im Fachgeschäft und die Erweiterung des Vertriebs. Aber auch das Kostensenkungsprogramm wird wie geplant fortgesetzt. Laut Vorstand sollen beispielsweise in diesem Jahr 5% der Stellen abgebaut werden.

Operativ wieder positiv

Für einen Überschuß im laufenden Jahr dürfte es aber noch nicht reichen. Über die Höhe des zu erwartenden Verlustes wollte man noch nichts sagen. Er dürfte aber deutlich geringer sein als 2004. Schließlich will der Konzern durch die oben genannten Maßnahmen zumindest operativ wieder Gewinne schreiben. Das Unternehmen begründet seinen Optimismus mit dem ausgeweiteten Sortiment bei Flachbildschirm-Fernsehern. Im laufenden Jahr werde ferner mit einem leichten Anstieg des Umsatzes mit Loewe-Produkten gerechnet. Positiv dürften sich im 2. Halbjahr gleichzeitig die Fertigungsaufträge von Sharp auswirken. Das japanische Unternehmen läßt im laufenden Jahr etwa 50.000 Fernseher bei Loewe produzieren, wodurch sich der Umsatz der Kronacher um zusätzliche 50 Mio. Euro erhöhen wird. Problematisch und ein Risikofaktor dürfte allerdings der anhaltend starke Preisverfall in der Branche sein.

Aktie hat weiterhin Potential

Nach unserer Empfehlung im November 2004 hat sich also einiges getan. Die Trendwende nimmt weiter Formen an, und ab dem kommenden Jahr will Loewe bereits nach Steuern wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Investoren honorierten die Fortschritte in den vergangenen Monaten bereits mit einer ordentlichen Performance der Aktie. Es sind demnach schon Teile der Erwartungen eingepreist. Weiteres Potential gibt es aber nach wie vor. Langfristig orientierten Anlegern, die auf eine Fortsetzung des Trends setzen, bietet das aktuelle Niveau immer noch eine gute Einstiegsmöglichkeit. Sind Sie bereits unserer Empfehlung vom November gefolgt, sollten Sie nun, falls noch nicht geschehen, den Stopp-Loss nachziehen. Denkbar wäre etwa 10 bis 15% unter dem aktuellen Kurs. In gleicher Größenordnung sollten auch Neueinsteiger ihre Position absichern.

KENNZAHLEN: Loewe AG
WKN:649410
ISIN:DE0006494107
Markt:Frankfurt
Kurs 31.03.05:9,35 Euro
52-Wochen-Hoch:9,45 Euro
52-Wochen-Tief:4,00 Euro
Empfohlener Stopp-Loss:8,10 Euro
Unser Anlageurteil:Langfristiger Kauf

4. PUMA ? setzt zu neuem Rekordsprung an

Der Sportartikelhersteller Puma (WKN: 696960) geht 2005 nach wie vor von einem Umsatz- und Gewinnswachstum aus. Eine detaillierte Prognose für die zweite Jahreshälfte blieb der Konzern jedoch schuldig. Auf der Hauptversammlung erläuterte Firmenlenker Jochen Zeitz, daß auf der Basis des bisher vorliegenden Auftragseingangs über die Entwicklung im 2. Halbjahr nur in sehr eingeschränkter Form eine Aussage getroffen werden kann. Allerdings rechnet er erneut mit einem Rekordjahr. So soll der währungsbereinigte Umsatz im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich zulegen. Beim Überschuß ist eine Größenordnung von 5 bis 9% vorgesehen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen seinen Umsatz um 20% auf 1,53 Mrd. Euro erhöht. Den Löwenanteil erzielte Puma dabei erneut mit seinem größten Segment Schuhe. Hier erlöste die Gesellschaft mehr als 1 Mrd. Euro. Unter dem Strich schnellte der Nachsteuer-Gewinn im Konzern um 43,5% auf 257,3 Mio. Euro nach oben. Nun sollen die Aktionäre statt 0,70 Euro eine auf 1,00 Euro erhöhte Dividende bekommen.

5. STADA ? Erneut mit Rekordergebnis

Der Generika-Hersteller Stada (WKN: 725180) konnte im Geschäftsjahr 2004 das neunte Rekordjahr in Folge verbuchen. Der Umsatz kletterte dabei um 9% auf 813,5 Mio. Euro. Dazu beigetragen haben alle drei Kernsegmente: Generika, Marken und Spezialpharmazeutika. Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich um 8% auf 77,6 Mio. Euro. Beim Überschuß schaffte das Unternehmen einen Sprung von 11% auf 48,5 Mio. Euro. Angesichts der erneuten Steigerung der Gewinne will die Gesellschaft nun ihren Aktionären eine von 0,35 auf 0,39 Euro erhöhte Dividende ausschütten. Zudem bekräftige der Konzern die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Umsatz und Ertrag sollen demnach prozentual zweistellig wachsen. Beim Nachsteuer-Gewinn wird ein Anstieg auf mehr als 60 Mio. Euro erwartet. Ferner steht das Unternehmen offenbar kurz vor einer Akquisition in Südeuropa. In den nächsten vier bis sechs Wochen will die Gesellschaft dazu mehr präsentieren. Zudem sieht der Vorstand weitere Spielräume für Zukäufe im Baltikum und auch in Polen. Mögliche Übernahmen sollen dabei weiterhin vor allem die Bereiche Produktentwicklung und Beschaffung stärken.

6. MG TECHNOLOGIES ? mit neuem Namen in bessere Zeiten

Nach der Rückkehr in die schwarzen Zahlen 2004 will der Spezialmaschinen- und Großanlagenbauer mg technologies (WKN: 660200) im laufenden Jahr unter neuem Namen seine Ergebnisse steigern und auch 2006 weiter zulegen. Den im vergangenen Jahr gescheiterten Verkauf der Kunststoffsparte will der Konzern nun 2005 nachholen. Die Hauptversammlung am 7. Juni soll zudem den neuen Konzernnamen GEA Group AG absegnen und damit den Konzernumbau und die Fokussierung auf die Geschäftsfelder der GEA besiegeln. Ferner beabsichtigt die Gesellschaft nach zwei Jahren ohne Dividende für 2005 wieder eine Ausschüttung an seine Aktionäre. Zuvor will das Unternehmen einen Umsatz von 4,5 Mrd. Euro erwirtschaften und dabei einen Überschuß von rund 180 Mio. Euro verdienen. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz leicht von 4,07 auf 4,06 Mrd. Euro zurück. Nach einem Verlust von 198,6 Mio. Euro erreichte die Gesellschaft dabei wieder einen Überschuß von 61,6 Mio. Euro.

7. HANNOVER RÜCK ? Zahlen wie erwartet

Der Rückversicherer Hannover Rück (WKN: 840221) hat mit seinen jüngst vorgelegten Zahlen die Erwartungen getroffen. So ist der Überschuß beim weltweit viertgrößten Rückversicherer unter anderem wegen einer außergewöhnlich heftigen Wirbelsturm-Saison wie erwartet um 12,9% gesunken. Unter dem Strich blieben 309,1 Mio. Euro nach Steuern in der Kasse, nach 354,8 Mio. Euro im Vorjahr. Für das laufende Jahr bestätigte der Konzern zudem seine Prognose und rechnet mit einem Nachsteuer-Gewinn von 430 bis 470 Mio. Euro. Unter der Prämisse, daß sich die Großschadenbelastung im langjährigen Durchschnitt bewegt und unerwartete negative Entwicklungen auf den Kapitalmärkten ausbleiben, sollten Gewinn und Dividende deutlich gesteigert werden können, sagte Vorstandschef Wilhelm Zeller. Für 2004 will Hannover Rück eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie ausschütten, nach 0,95 Euro im Vorjahr.

8. RHÖN-KLINIKUM ? Kartellamt bereitet Kopfschmerzen

Das Bundeskartellamt hat dem Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum (WKN: 704233) die Übernahme des Städtischen Krankenhauses Eisenhüttenstadt untersagt. Damit soll eine weitere Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung des Unternehmens im Großraum Frankfurt/Oder verhindert werden. Rhön besitzt dort bereits das örtliche Klinikum. Mit dem Kauf hätte das Unternehmen seinen Marktanteil um rund 20% auf mehr als 75% erhöht. Der Beschluß des Kartellamts ist allerdings noch nicht rechtskräftig und der Konzern will dagegen alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Auswirkungen auf die Planungen hat die Entscheidung laut Vorstand aber nicht. Die Gesellschaft peilt für 2005 einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. Euro und einen Überschuß von rund 80 Mio. Euro an. In einem ähnlichen Fall hatte das Kartellamt dem Klinikbetreiber kürzlich bereits die Übernahme zweier Krankenhäuser in Bad Neustadt an der Saale untersagt. Auch hier hat Rhön bereits Beschwerde eingelegt.

9. GERRY WEBER ? sieht sich wieder auf Wachstumskurs

Nach drei schwachen Jahren meldet der Modekonzern Gerry Weber (WKN: 330410) Zuwächse im 1. Quartal 2004/05 (bis Ende Oktober) und eine deutliche Zunahme der Bestellungen. Daher sieht sich der Konzern nun wieder auf Wachstumskurs. Trotz unverändert schwacher Rahmenbedingungen ist im Zeitraum November bis Januar der Umsatz um 10,1% auf 85,7 Mio. Euro geklettert. Dabei hat das Unternehmen von Zuwächsen seiner drei Marken profitiert. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte die Gesellschaft von 5,1 auf 5,78 Mio. Euro zu. Erfreuliches gab es auch von den Bestellungen. Hier konnte das Unternehmen nach einem Anstieg der Bestellungen für die Frühjahr/Sommersaison um 12% für die Kollektion Herbst/Winter einen Zuwachs von knapp 14% verbuchen. Angesichts dessen bekräftigte Gerry Weber die Prognosen für das Gesamtjahr. Der Modekonzern peilt demnach einen Umsatzanstieg von 352,2 auf 390 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von mehr als 9% an.

10. BILFINGER BERGER ? klärt nun auch in China

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger (WKN: 590900) hat den Zuschlag für internationale Kläranlagenprojekte im Gesamtwert von 90 Mio. Euro bekommen. Zusammen mit der auf Abwasserbehandlung spezialisierten Beteiligung Passavant-Rödiger errichtet das Unternehmen in China eine Schlammbehandlung mit nachgeschalteter Energiegewinnung und betreibt diese anschließend. Auftraggeber ist die Abwassergesellschaft der Millionenstadt Shijiazhuang. In den Vereinigten Arabischen Emiraten erstellt das Unternehmen zudem eine Abwasseraufbereitungsanlage für 80.000 Einwohner. Das Projekt im Emirat Fujairah umfaßt darüber hinaus den Bau eines 195 Kilometer langen Kanalnetzes und die Herstellung der erforderlichen Hausanschlüsse. Passavant-Rödiger übernehme den technischen Betrieb der Kläranlage über einen Zeitraum von 15 Jahren. Daraus resultieren den Angaben zufolge langfristig planbare Zusatzerträge.

11. ELRINGKLINGER ? hat noch Hoffnung

ElringKlinger (WKN: 785602) ist zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr mit neuen Produkten und durch weiter steigende Marktanteile in wachsenden Segmenten die Ergebnisse den Planungen entsprechend weiter zu erhöhen, erläuterte der Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz. Das Jahr ist allerdings wegen der schwachen Automobilkonjunktur verhalten angelaufen. ElringKlinger erwartet aber einen Aufholeffekt spätestens im 3. Quartal. Und auch langfristig ist der Automobilzulieferer optimistisch. So sollen Betriebsergebnis und Jahresüberschuß von 2005 bis 2007 verbessert werden. Beim Betriebsergebnis erwartet man 73,1 Mio. Euro im laufenden Jahr. 2006 sind 79,2 Mio. Euro und 2007 rund 81,3 Mio. Euro vorgesehen. Der Jahresüberschuß soll 2005 auf 44,6 Mio. Euro klettern, 2006 auf 49,5 und 2007 auf 51,9 Mio. Euro. Die Dividende will ElringKlinger angesichts dieser Planungen bis 2007 jährlich um 0,25 Euro erhöhen. Für 2004 gab es 1,75 Euro je Anteilsschein. Im vergangenen Jahr legte das Unternehmen beim Umsatz um 8,8% auf 453,5 Mio. Euro zu. Der Jahresüberschuß schnellte dabei um 56,6% auf 42,6 Mio. nach oben.

12. RATINGS / DAX, MDAX, TecDAX, deutsche Standardwerte

Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:

TITELRATINGINSTITUTDATUM
BASF übergewichten Bankhaus Reuschel 30.03.05
Bayer buy HypoVereinsbank 24.03.05
Beiersdorf hold SEB 30.03.05
BMW halten Helaba Trust 24.03.05
Commerzbank kaufen Berenberg Bank 24.03.05
Continental buy HypoVereinsbank 24.03.05
Continental halten Helaba Trust 24.03.05
Continental Marketperform. LRP 29.03.05
Dt. Börse AG buy Smith Barney Citig 24.03.05
Dt. Börse AG overweight Morgan Stanley 29.03.05
Dt. Lufthansa buy Merrill Lynch 24.03.05
Dt. Lufthansa hold Smith Barney Citig 24.03.05
Dt. Lufthansa neutral HypoVereinsbank 24.03.05
Dt. Lufthansa Outperformer LRP 24.03.05
Deutsche Post akkumulieren Nord LB 29.03.05
Deutsche Postbank halten Hamburger Spark. 24.03.05
E.ON halten Helaba Trust 24.03.05
Fraport kaufen Aktienservice Res. 24.03.05
FMC neutral J.P. Morgan Sec. 30.03.05
Hannover Rück buy Merrill Lynch 29.03.05
Hannover Rück overweight J.P. Morgan Sec. 30.03.05
Hannover Rück Marketperform. LRP 30.03.05
HeidelbergCement underweight J.P. Morgan Sec. 29.03.05
Infineon Marketperform. LRP 30.03.05
Kontron buy Sal. Oppenheim 24.03.05
Kontron outperform WestLB Panmure 24.03.05
Kontron langfr. kaufen BÖRSE a Sonntag 29.03.05
LEONI halten Bankhaus Lampe 29.03.05
LEONI Outperformer LRP 24.03.05
Linde hold SEB 30.03.05
Linde halten Helaba Trust 29.03.05
Metro hold Smith Barney Citig 24.03.05
Metro marktgewichten Zürcher Kantonalb 24.03.05
STADA Marketperform. LRP 30.03.05
ThyssenKrupp Outperformer LRP 30.03.05
TUI hold SEB 24.03.05
TUI sell Smith Barney Citig 24.03.05
TUI underperform Goldman Sachs 24.03.05
TUI underweight Morgan Stanley 30.03.05
TUI akkumulieren Nord LB 30.03.05
TUI kaufen Hamburger Spark. 29.03.05
TUI marktgewichten Zürcher Kantonalb 24.03.05
Gruß Moya

 

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