█ Der Asbestskandal von Montana

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eröffnet am: 21.08.06 07:39 von: Happy End Anzahl Beiträge: 6
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95440 Postings, 6826 Tage Happy End█ Der Asbestskandal von Montana

Das lange Leiden in Libby

VON JÜRGEN KOAR

Das Tal ist eng. Nah sind die Hänge zu beiden Seiten, und der Duft von Kiefern liegt in der trockenen Sommerluft. Grün und glasklar rauscht der Kootenai hinter dem Blockhaus in seinem steinigen Flussbett. Weiden und Schilfgras säumen das Ufer. Ein Fischadler folgt dem Flusslauf auf der Jagd nach Forellen. "Ein Paradies für Angler", weiß Gayla Benefield. Aber Libby ist auch die Hölle.

In dem Blockhaus hat sie mit ihrem Mann Dave fünf Kinder großgezogen. Zwanzig bis dreißig Mal am Tag rattert ein Güterzug durch die Idylle. Die Gleise sind nur einen Steinwurf entfernt. Doch das Warnsignal der nahenden Lokomotiven, der Lärm der rollenden Ketten von Containern und Tankwagen war nie ein Problem für die Familie. "Berechenbar, man gewöhnt sich dran", sagt Gayla. Dass sie jahrelang ahnungslos unter einer Asbestwolke lebten und von dem schleichenden Gift krank wurden, das ist mehr als ein Problem - das ist ein Todesurteil. Gayla, Dave und die Kinder sind "diagnostiziert". In Libby weiß jeder, was das bedeutet: Astbestose oder, schlimmer noch, Mesothelioma, eine Form von Lungenkrebs, meist hervorgerufen durch Asbest.

Libby ist Durchgangsstation am Highway 2. Hier findet man keine überregionale Zeitung vom selben Tag. Der Ort mit den Holzhäusern liegt 700 Meter hoch in den Bergen Montanas, unweit der kanadischen Grenze im Norden und auf dem Weg zum Glacier National Park im Osten. Am 8. September wird die entlegene 2500-Seelen-Gemeinde - wie in jedem Jahr - mit dem "Nordicfest" an die ersten Siedler aus Skandinavien erinnern. Drei Tage später, ausgerechnet am 11. September, dem Jahrestag der Terroranschläge in New York, soll vor dem Bundesgericht in Missoula der Prozess gegen führende Mitarbeiter des Grace-Konzerns beginnen. Ihnen wird zur Last gelegt, die zuständigen Behörden nicht über die Asbestgefährdung informiert und die späteren Untersuchungen behindert zu haben. Die Anklage der "wissentlichen Gefährdung" der Menschen im Tal lässt Richter Donald Molloy nicht zu und beruft sich auf die Verjährungsfrist von fünf Jahren.

W.R.Grace ist ein globales Unternehmen. Es operiert in fast vierzig Ländern, auch in Deutschland, beschäftigt 6000 Leute und hat einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Dollar. Mit einer Bankrotterklärung hat es versucht, sich aus der Verantwortung für die Asbestschäden zu stehlen. Ein Skandal, sagen die Betroffenen in Libby. Es sind viele, und sie sagen es nicht zum ersten Mal.

Mehr als 200 sind bereits verstummt. Sie starben an den Folgen eines Tagebaus, der den Menschen im Tal Arbeit gab wie einst die Goldmine und das Sägewerk. Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde im Berg Zonolite ein bis dahin weitgehend unbekanntes Mineral entdeckt: Vermikulit, ein Glimmerschiefer, der sich unter Erhitzung im Volumen vervielfacht und in der Form von Granulat zu feuerfestem, federleichtem Dämmmaterial wird. Was als Familienbetrieb begann, verwandelte W.R.Grace nach der Übernahme in eine Massenproduktionsstätte. 80 Prozent der globalen Vermikulitförderung kam aus Libby. Fast 2000 Männer und Frauen fanden über die Jahre Beschäftigung in der Mine. Von Kopf bis Fuß mit Staub bedeckt, kehrten sie heim von der Arbeit. Ostwind trug den Staub in die Stadt, auf Autos, Fensterbretter und Wäscheleinen.

Les Skramstad war 23 Jahre alt, als er 1959 zu seiner ersten Schicht auf den Berg fuhr. Man drückte ihm einen Besen in die Hand und eine Atemmaske. In der "Dry Mill", in der das gewonnene Erz zunächst bearbeitet wurde, sollte er den Staub von sechs Stockwerken in Schächte nach unten schieben. Manchmal konnte er seine Hände nicht sehen, die den Besen hielten. Die Atemmaske verstopfte so schnell, dass er sie schließlich weglegte, um voranzukommen. Auch die der Kollegen hingen unbenutzt an der Wand. Als er unten ankam, stand er knietief im Staub. "Lästig, aber harmlos, du gewöhnst dich dran", belehrten die Kollegen den Neuling. Aber jeder hustete viel. Von den 135 Männern, mit denen er damals arbeitete, leben nur noch fünf. Man muss sich zu ihm hinüberlehnen, um ihn zu verstehen. Das Interview heute könnte sein letztes sein, meint der 70-Jährige. Er sitzt im Sessel, die Gehhilfe in greifbarer Nähe, aber jeder Schritt würde ihn in Atemnot bringen.

Zweieinhalb Jahre arbeitete er nur mit Vermikulit, zuletzt im Werk am Fluss, wo daraus Isolationsmaterial hergestellt wurde. Dann hatte seine Frau Norita genug vom Staub, er wechselte den Job. 15 Jahre später folgte er einem Aufruf des neuen Minenbetreibers W.R. Grace und ließ zum ersten Mal seine Lunge durchleuchten. "Alles in Ordnung", sagte man ihm. Die Röntgenaufnahme bekam er nie zu Gesicht. 20 Jahre lang haben die Ärzte ihn auf Bronchitis behandelt. Vor zehn Jahren suchte er einen Facharzt in Spokane auf. Asbestose, Asbestlunge, lautete seine Diagnose. Lebenserwartung: noch fünf, höchstens zehn Jahre.

Gayla Benefield war es, die Les Skramstad nach Spokane schickte. Als ihr Vater, Perley Vatland, 1974 im Alter von 62 Jahren starb, galt das noch als eher natürliche Folge eines Berufsrisikos, das Bergleute, Holzfäller und die Männer im Sägewerk teilten. Sie hatten eben gefährliche Jobs. Doch dann bekam Gaylas Mutter Margaret jedes Jahr eine Lungenentzündung. Sie starb einen quälenden Tod. Jeder Atemzug schmerzte. "Das Herz ist das letzte Organ, das versagt, und deshalb leben sie, bis die Lunge nicht mehr funktioniert und sie ersticken."




Die Tochter, nun auch schon Anfang 60, wird die Erinnerung nie mehr los. Sie kann, das weiß sie, dasselbe Ende finden. Ihre Schwester Eva Thomson hat sich früher über "Gaylas Rachefeldzug" geärgert, aber nachdem ihr Mann an Asbestose starb und auch sie und ihre Kinder daran erkrankten, kämpft sie mit. Les Skramstad ging es genauso. Seit auch bei seiner Frau und seinen Kindern Asbestose festgestellt wurde, kocht er vor Wut. Alle sind sie gegen Grace vor Gericht gezogen und haben Schadenersatz kassiert, aber sie finden, ihr Leben sollte mehr wert sein und das Unternehmen für seine Sünden büßen.

Das Schicksal ihrer Mutter trieb Gayla Benefield auf die Barrikaden. Denn sie fand heraus, was heute in Libby längst zum Allgemeinwissen gehört: Mit dem an sich harmlosen Vermikulit wurde Tremolite aus dem Berg gefördert, die tödlichste Form von Asbest. Rund 130 000 Kilo wurden täglich verarbeitet und dabei 10 000 Kilo Staub produziert, mit einem Asbestanteil von bis zu 40 Prozent. "Vater kam staubbedeckt nach Hause, und das Zeug landete überall", sagt Gayla. "Mutter rannte mit dem Staubsauger hinterher, aber die Fasern drangen durch den Filter zurück in die Luft, die wir atmeten.

Die Asbestfasern sind verhängnisvoll. "Wer sie inhaliert, hat sie für sein ganzes Leben", erklärt Dr. Brad Black. Er leitet in Libby das "Center for Asbestos Related Disease". Er hat rund 1500 Patienten. Manche kommen von weit her. Denn es kann 20 bis 30 Jahre dauern, bis die Krankheit sich bemerkbar macht. Wer einst in Libby wohnte oder entlang der Bahngleise, über die Millionen Tonnen des asbesthaltigen Erzes in 39 Bundesstaaten - und dann per Schiff auch ins Ausland - transportiert wurden, wer als Kind am Verladeplatz in den Granulatbergen spielte oder im städtischen Schwimmbad war, dank einer Firmenspende gebaut auf asbesthaltigem Fundament, wer am Bau des nahen Staudamms mitwirkte, mag unbeschadet davongekommen sein. Er mag aber auch heute den Weg zu Dr. Black suchen, um Gewissheit zu bekommen. "Was wir hier sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs", meint der Mediziner. In schätzungsweise 30 Millionen Häusern stecke asbesthaltiges Isoliermaterial aus Libby.

Am Ort selbst begann die Umweltschutzbehörde EPA mit der Entsorgung vor sechs Jahren. An der Mineral Avenue hat sie ein Informationsbüro eingerichtet. Rund 700 Häuser sind saniert, weitere 700 stehen auf der Liste. "Fünf Jahre werden wir wohl noch hier zu tun haben", ist die Prognose. Mehr als 100 Millionen Dollar soll die Arbeit schon verschlungen haben. Wenn Grace mit seiner Bankrotterklärung durchkommt, bleiben die Kosten beim Steuerzahler hängen.

An der Montana Avenue tragen Männer mit Atemmasken und Schutzanzügen asbestvergiftete Erde ab, während durch einen Schlauch asbesthaltige Isolierung aus dem Dachboden abgesogen wird. Das Teufelszeug wird auf den Berg gekarrt und deponiert, wo es herkam. Die EPA hat in jedem Haushalt Verhaltensregeln für den Umgang mit Restbeständen von Vermikulit und Asbest verteilt.

Dr. Black, der als Kinderarzt in Libby begann, ist kein unparteiischer Beobachter. Er war schockiert, als zwei Reporter aus Seattle 1999 den Asbestskandal aufdeckten. "Was haben wir übersehen", fragte er sich. 1978 reiste Blacks damaliger Praxispartner Richard Irons zum Hauptquartier von W.R. Grace in Massachusetts und drang auf eine Lungentest-Serie der Bevölkerung in Libby. Ein Firmenmemo, Bestandteil der Gerichtsakten, verrät die Unternehmensmentalität: Dr. Irons drehe die Daumenschrauben an und drohe mit seinem Verdacht an die Öffentlichkeit zu gehen, heißt es da. Grace begann kurz darauf, die Mitarbeiter zu röntgen, zog aber aus den Befunden keine Konsequenzen. "Die Gefahr war längst erkannt", sagt der Arzt.

Tatsächlich mahnten die Aufsichtsbehörden schon Anfang der siebziger Jahre die Einführung von Duschen und Umkleideräumen an. Grace folgte mit Teilzugeständnissen. Viele Arbeiter trugen weiter Asbest mit nach Hause. 1982 und 1985 setzte die EPA die Firma von Asbestmessungen in Libby in Kenntnis, doch das blieb ohne Konsequenzen, die Arbeiter erfuhren nichts davon. Erst als die Tageszeitung Seattle Post Intelligencer 1999 die Zustände beschrieb, trat die Umweltschutzbehörde in Aktion und erklärte die Gemeinde zum Notstandsgebiet - neun Jahre, nachdem Grace den Betrieb geschlossen, die Werksgebäude abgerissen und verseuchtes Land verkauft hatte. Auch die Staatsanwälte begannen zu ermitteln.

Die Stadtväter ärgerte diese Publicity. Noch heute stört sich Bürgermeister Tony Bergett an den Schlagzeilen von damals: "Die Vergiftung von Libby" oder "Eine Stadt zum Sterben verurteilt" oder gar "Amerikas Tschernobyl". Geschäftsleute lasteten jedes Problem der "Unruhestifterin" Gayla Benefield an. Sie fühlte sich geächtet. Libby hätte die Vermikulit-Mine gern behalten. Die Stadt war eine "Company Town", die von der Firma lebte, und Grace ein großzügiges Mitglied der Gemeinde.

Heute denken Bürgermeister und Ratsherrn, die sich jeden Mittwoch zum Bürgertreff im Restaurants Antlers einfinden, anders. Sicher habe man Grace zu viel durchgehen lassen, meinen sie. Die Schuld laste aber auf vielen Schultern. In Libby wollte man die Wahrheit nicht glauben, der Staat Montana kam der Aufsichtspflicht nicht nach, weil Konzerne wie Grace eine gute Geldquelle sind. Die Umweltschutzbehörde stand in den Reagan-Jahren oben auf der Abschussliste der Republikaner. Firmenchef Peter Grace gehörte der Kommission an, die ihr den Geldhahn zudrehte.

Beim Bürgertreff taucht diesmal kein Bürger auf. Die Sorge gilt derzeit der Waldbrandgefahr. Kontrovers diskutiert wurde zuletzt der Plan zur Stadtverschönerung, die den Tourismus fördern soll. Die Familien von Les Skramstad, Gayla Benefield, Eva Thomson und ihre Schicksalsgefährten im Rollstuhl oder mit Sauerstoffgerät haben eigene Pläne. Sie richten am Ufer des Kootenai eine Gedenkstätte für die Asbest-Toten ein, deren Zahl bald die 300 erreichen wird. Bisher standen schlichte Holzkreuze auf dem Friedhof, künftig sollen die Namen hier verlesen werden. Auch im Namen dieser Toten kämpfen die noch Lebenden um Gerechtigkeit.

Quelle: http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/hintergrund/?em_cnt=951713  

21.08.06 09:42
1

95440 Postings, 6826 Tage Happy Endx

http://www.epa.gov/region8/superfund/libby/  

21.08.06 15:42

95440 Postings, 6826 Tage Happy End?

21.08.06 15:50
1

4969 Postings, 6984 Tage ApfelbaumpflanzerKrass...

in dem Kuhnest war ich schon über Nacht.



Grüße

Apfelbaumpflanzer

 

21.08.06 18:09
1

57754 Postings, 7263 Tage KickyGefährlichkeit von Vermiculit kaum bekannt

wird häufig in Gärtnereien verwendet für Stecklingsvermehrung,habe ich schon vor Jahrzehnten mit gearbeitet und ist immer noch unter Gartenartikeln zu kriegen.Irgendwo sah ich mal ne Bemerkung über angebliche Gefährlichkeit im Internet,aber wenn man es bei Google eingibt findet man nur Kaufempfehlungen.Wikipedia sagt:Vermiculite werden industriell in Katzenstreu und Karnevalsprodukten eingesetzt. Da sie anders als Asbest nicht krebserregend wirken, finden sie auch bei der Schall- und Wärmeisolation sowie im Brandschutz Anwendung. Die Hälfte der Jahresproduktion stammt aus Südafrika.
Lediglich bei Google Scholar gibts wohl ne Studie über die Sterblichkeit von Bergleuten bei der Vermiculite-Gewinnung und die ist von Montana
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/...list_uids=3013278&dopt=Citation
insoweit ist der Libbybericht schon sensationell  

03.01.07 13:44
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5420 Postings, 5199 Tage montanawie geht es weiter?

Weltweite Zunahme von Asbesterkrankungen besorgniserregend

Die weltweite Zunahme von Asbesterkrankungen ist sehr besorgniserregend. Die EU startet mit einer Asbstkampagne 2006 eine europaweite Aktion zum Thema Asbest. Entschädigungen für Asbestopfer nun weltweit. 54 Millionen Dollar für Asbestanierung der Montana Minenstadt (USA), Japan entschädigt Asbest-Opfer mit 9 Mrd. Yen.

Mit dem bundesweit ersten Asbestkongress in Berlin reagiert der Stiftung Lebensluft e.V. auf diese Tatsache. Obwohl Asbest in Deutschland seit 1993 verboten ist, wird der Höhepunkt an Asbest bedingten Erkrankungen erst zwischen 2020 und 2030 erwartet.

Asbest macht krank und wird auch in Zukunft für den Tod vieler Menschen verantwortlich sein. Darauf verweisen auch die Berufsgenossenschaften anlässlich der Europäischen Asbestkampagne, die ab 1. September 2006 von der EU-Kommission durchgeführt wird. Im vergangenen Jahr starben allein in Deutschland 1.540 Menschen an einer asbestverursachten Berufskrankheit. Weltweit sind es laut Internationaler Arbeitsorganisation ILO sogar bis zu 100.000 Opfer jährlich.

Die lange Inkubationszeit von 30 bis 40 Jahren, die vom Beginn einer Belastung mit Asbest bis zum Auftreten der ersten Krankheitsbeschwerden vergehen kann, gibt es unter den Berufserkrankungen mehr Tote durch Asbest als tödliche Arbeitsunfälle. Bis in die 70er Jahre galt Asbest wegen seiner großen Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Säuren und physischer Einwirkung als das bevorzugte Material in der Bauindustrie und fand zum Beispiel als Dämmstoff, Feuerschutz oder in Autobremsen breite Anwendung. Entsprechend viele Menschen gibt es, die bei der Arbeit mit Asbest- oder quarzhaltigem Staub in Kontakt gekommen sind. Spitzenwerte in der Asbest-Produktion wurden vor etwa 30 Jahren erreicht, Ende der 70er Jahre setzte dann die Sanierung von Asbest belasteten Gebäuden ein.


Asbest bedingte Berufskrankheiten enden meist tödlich

Unter den Berufserkrankungen treten Staublunge durch Asbest (Asbestose), Asbest verursachte Bronchialkarzinome (Lungenkrebs) und Tumore (Mesotheliom) besonders häufig auf und verlaufen meistens tödlich.

Einer der bösartigsten Tumore ist das Brustfell-Mesotheliom (Pleuramesotheliom). Hier werden bezüglich der gemeldeten Fallzahlen gegenwärtig bereits eine Zunahme um etwa 200 pro Jahr registriert. Das Krebsrisiko ist Grundsätzlich höher, je länger und je intensiver man Asbest ausgesetzt ist und die mikroskopisch kleinen, spitzen Fasern dieses Minerals einatmet.

Tückischerweise wird eine von Asbest ausgelöste Krebserkrankung der Lunge oft erst entdeckt, wenn sich die Krebszellen bereits im Rippenfell weit ausgebreitet haben oder über die Blutbahn gestreut wurden und in weiteren Organen Tochtertumore (Metastasen) gebildet haben. Dann ist es für Abhilfe oft zu spät. Deshalb ist Früherkennung so besonders wichtig.

Asbestkongress
vom 11. bis 12. November 2006 im Kongress-Hotel Sankt Michaels-Heim
Bismarck-Allee 23 in Berlin



Das Programm können Sie direkt downloaden. Anmeldungen sind nur noch bis zum 06. November möglich.


Weitere Informationen erhalten Sie auch unter 030 ? 61 62 18 42
Internet: http://www.stiftung-lebensluft.de
E-Mail: info@stiftung-lebensluft.de

Was Sie erwartet:


Welche Referenten werden sprechen?
(Themen der einzelnen Vorträge folgen)

? Karin Wüst
LAGetSi - Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin

? Prof. Andrea Tannapfel ? Deutschland
(Direktorin des Instituts für Pathologie der Ruhr-Universität an den BG Kliniken Bergmannsheil)

? Univ.-Prof. Dr. med. Hendrik C. Dienemann - Deutschland
(Chefarzt der Abteilung Chirurgie und Ärztlicher Direktor der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg)

? Dr. Nicolaus Schönfeld - Deutschland
(Lungenklinik Heckeshorn des HELIOS Klinikum Emil von Behring)

? Hinterbliebener eines Talkum - Asbest Opfers

? Werner Catrina ? Schweiz
(Kompetenter Rechercheur, Journalist und Reportagefotograf.Autor des Buches: ?Der Eternit Report?)

? Dr. Thomas Grap ? Deutschland
(NMBG ? Norddeutsche Metall Berufsgenossenschaften)

? Battenstein & Battenstein - Deutschland
(Rechtsanwälte für Arbeitsrechts und Berufskrankheiten)

? Dipl.Psychologin Nora Pauli-Nieper - Deutschland
(Psychosoziale Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige - Selbsthilfe Krebs e.V.)

? 2 SchülerIn - Deutschland
(SchülerIn des Immanuel-Kant-Gymnasium Berlin-Lichtenberg)

? Hinterbliebener eines Asbest Opfers

? Ben Wagin - Deutschland
(Baumpate, Aktionskünstler, Kämpfer für Mensch und Natur)

? Prof. Hans-Joachim Woitowitz - Deutschland
(anerkannter Arbeitsmediziner und Gutachter)

? Leistikow & Partner - Deutschland
(Rechtsanwälte für Schadenersatz / Schmerzensgeld)

Kongressleitung und Moderation
Dr. Torsten Bauer: Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie Heckeshorn

Günter Sölken: Deutschland - Publizist


Weitere Fachinformationen erhalten Sie auf der Internetseite der Mesotheliom Selbsthilfe.
http://www.mesotheliom-selbsthilfe.de

Weitere Informationen zum Thema Asbest:
Europäische Asbestkampagne:
http://ec.europa.eu/employment_social/health_safety/asbestos_de.htm


Fachinformationen des BGIA zum Thema Asbest an Arbeitsplätzen (Exposition, Prävention, Berufskrankheiten): http://www.hvbg.de/code.php?link=1038214
(IWP)


http://www.stiftung-lebensluft.de/

 

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