76 Kinder erhielten Sterbehilfe

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neuester Beitrag: 26.03.09 21:04
eröffnet am: 26.03.09 19:50 von: Zwergnase Anzahl Beiträge: 13
neuester Beitrag: 26.03.09 21:04 von: Dagonet Leser gesamt: 338
davon Heute: 1
bewertet mit 5 Sternen

26.03.09 19:50
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30851 Postings, 7135 Tage Zwergnase76 Kinder erhielten Sterbehilfe

Na und wo wohl ? Im europäischen Skandalland Nr. 1 Belgien ...

Ich bin zwar prinzipiell für Sterbehilfe, aber diese hohe Zahl innerhalb 2 Jahren in einen so relativ kleinen Land lässt schlimmeres, als nur ethische Gründe vermuten.



Donnerstag, 26. März 2009

Skandal in Belgien - 76 Kinder erhielten Sterbehilfe

In den vergangenen zwei Jahren haben in Belgien laut einer Studie 76 Minderjährige trotz Verbotes Sterbehilfe erhalten. Einem Drittel von ihnen seien tödliche Medikamente verabreicht worden, berichtete die belgische Zeitung "Le Soir" unter Berufung auf eine Studie im Fachmagazin "American Journal of Critical Care". In den anderen Fällen hätten Ärzte und Pflegepersonal lebenserhaltende Maßnahmen gestoppt oder Beruhigungsmittel und Schmerzmittel gegeben.

gekürzt, weiter hier: http://www.n-tv.de/1127496.html

26.03.09 20:11
1

19233 Postings, 4927 Tage angelam38 unheilbar kranke kinder - findeste in jedem

bundesland im jahr  

26.03.09 20:11

397 Postings, 4105 Tage Dagonetund das ist genau ein Problem der Sterbehilfe

in den Niederlanden sterben offenbar auch mehr als eigentlich müssten.  

26.03.09 20:12

33960 Postings, 4409 Tage McMurphywarum

nehmen die keine Rentner?
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26.03.09 20:13
1

33507 Postings, 5473 Tage Jutoheikles thema

wo möchte man da
die grenze ziehen?

unheibarkrank, sterbenskrank, endstadium

...  

26.03.09 20:15

30851 Postings, 7135 Tage Zwergnaseangelam, da hast du sicher Recht,

aber so eine hohe Anzahl, OBWOHL die Sterbehilfe an Minderjährigen verboten ist, lässt doch auf eine mindestens 100 mal so hohe Anzahl an sterbenskranken Kindern schließen.

26.03.09 20:18

397 Postings, 4105 Tage DagonetWenn eine ordentliche Schmerztherapie gemacht wird

verschwindet der Wunsch nach Sterben oft. Das Problem ist also oft die unzureichende Schmerztherapie. Aber das ist natürlich aufwendiger als "Übersedierung".

Soll aber nicht heissen, dass es keine Grenzfälle gibt.  

26.03.09 20:20
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19233 Postings, 4927 Tage angelamhaben kinder keine würde

warum ist es verboten?  

26.03.09 20:26
1

176446 Postings, 6818 Tage GrinchKlar haben Kinder würde,

aber sie ergeben sich leichter in ihr Schicksal, weil sie keine Erfahrung haben.

Kenne die Einzelfälle nicht, daher werd ich mir kein Urteil erlauben...
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Ich bin ein grölendes Rudel tätowierter Flokatiteppiche!

26.03.09 20:27
1

30851 Postings, 7135 Tage Zwergnasedoch, sicher angelam, aber

kann JEDES Kind seinen Willen artikulieren bzw. sich über die Tragweiten ihrer Entscheidungen 100%ig bewusst sein ?

Ich bin mir nicht sicher (das ist allerdings reine Spekulation), ob nicht in einigen Fällen die Eltern die Entscheidung gefällt haben.

26.03.09 20:29
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19233 Postings, 4927 Tage angelamich bin mir sicher, dass in allen fällen

die eltern die entscheidung getroffen haben.  

26.03.09 20:39
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29411 Postings, 4842 Tage 14051948KibbuzimIn den Niederlanden

gab es nach der Neuformulierung des Gesetzes mehrere Fälle von Jugendlichen,Heranwachsenden,
denen Sterbehilfe gewährt wurde,trotz nachgewiesener depressiver Verstimmung.
Das ist die Kehrseite der Medaillie oder aber die warndende Stimme,ganz wie man will.

Dürfen Kinder und Jugendliche nicht depressiv sein ?

Doch,selbstverständlich,nur allzu leicht nachvollziehbar sogar sowas.

Dürfen Minderjährige für sich nicht den Entschluß faßen,nicht mehr länger leben zu wollen ?

Doch natürlich,auch das dürfen sie.


Und die Zahlen jugendlicher Suizide hierzulande,Jahr für Jahr,beweisen ja auch,daß es eines Sterbehilfegesetzes überhaupt nicht bedarf,in diesem Punkt....

Von einem Sterbehilfegesetz,daß den Menschen bis zuletzt die Möglichkeit erhält,ihrem bekundeten Willen nach behandelt,nicht behandelt zu werden und einen schmerzfreien Tod zu erfahren,darf man schon erwarten,daß bei Kindern und Jugendlichen noch einmal besondere ethische Maßstäbe angelegt werden.

Leider torpedieren solche Meldungen die dringend notwendige gesellschaftliche Debatte um eben diese Frage der Selbstbestimmung,wenn es um das Sterben geht.

Wie immer;- je länger man sich um eine Lösung drängender Probleme herumdrückt,um so größer werden diese.Und zu diesen Problemen gehört dann anscheinend auch,daß die pragmatische und entschlußfreudigere Strömung bei ihren Bemühen um humanes,selbstbestimmtes Sterben ein paar Jugendliche womöglich unnötigerweise den letzten Weg zu sehr erleichtert hat.

Aber das lenkt letztlich vom eigentlichen Problem ab,wie überwiegend gestorben wird im Alter,bei Krankheit,alleine.
Oder eben im Falle der jugendlichen,die es überdrüßig sind,als lediglich statistische Größe.

Moral ist deplaziert,sie verursacht die Probleme maßgeblich mit,steht einer offenen Diskussion im Weg
und weicht am Ende dann ja doch vor dem zu Seite,was in einer Gesellschaft der Verwertungslogik alleine zählt,
dem wachsenden Druck durch steigende Kosten im Gesundheitssystem.
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ONE BIG UNION

26.03.09 21:04

397 Postings, 4105 Tage DagonetSterbehilfe wegen Depression?

Oder als Suizidersatz? Das ist hoffentlich nicht dein Ernst.  

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