25.000 Säcke nach New Orleans

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SPIEGEL ONLINE - 08. September 2005, 06:27
URL: 
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,373624,00.html

Hurrikan "Katrina"
 
25.000 Leichensäcke für New Orleans

In den Katastrophengebieten an der US-Golfküste sind die ersten Menschen an Infektionen durch das von Bakterien verseuchte Flutwasser gestorben. Die Notstandsbehörde Fema bereitet sich unterdessen auf die Bergung von zehntausenden Toten vor, die Opfer des Hurrikans "Katrina" wurden.

REUTERSFlutopfer in New Orleans: "Wir wissen nicht, was wir zu erwarten haben"
New Orleans - In den Staat Louisiana seien 25.000 Leichensäcke geliefert worden, teilte Bob Johannessen, ein Sprecher der Gesundheitsbehörde, mit. Auf die Frage, ob die Behörden mit so vielen Toten rechneten, sagte er: "Wir wissen nicht, was wir zu erwarten haben. Es heißt, dass wir vorbereitet sind."

An der amerikanischen Golfküste sind bereits drei Menschen an Infektionen mit Bakterien gestorben. Die Krankheitserreger hatten sich offenbar in den stark verschmutzten Wassermassen angesammelt. Die staatlichen Gesundheitsbehörden warnten daher davor, mit dem Wasser in Berührung zu kommen. "Menschlicher Kontakt mit dem Flutwasser sollte so weit wie möglich vermieden werden", sagte auch ein Mitarbeiter der Umweltbehörde Epa.

Insbesondere in New Orleans hatte sich die Lage wegen der wachsenden Seuchengefahr zugespitzt. Die Polizei begann mit der Zwangsräumung der zum Großteil überschwemmten Stadt. Mehr als eine Woche nach dem Hurrikan harrten dort noch rund 10.000 Menschen aus und weigerten sich, freiwillig zu gehen.

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NEW ORLEANS: AUCH DIE LETZTEN MÜSSEN GEHEN

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Ausgelaufenes Öl, angeschwemmter Müll und verwesende Leichen hätten die Wassermassen aber in eine gesundheitsgefährdende Kloake verwandelt, sagte Bürgermeister Ray Nagin.

US-Präsident George W. Bush hatte zuvor weitere Hilfen in Höhe von 51,8 Milliarden Dollar (41,6 Milliarden Euro) für das Katastrophengebiet um New Orleans angekündigt. 1,4 Milliarden Dollar davon sollen an die Streitkräfte gehen und 400 Millionen an das Pionierkorps, das an der Abdichtung der Dämme arbeitet. Den Rest erhält die Katastrophenschutzbehörde Fema. Die Regierung in Washington hat bereits 10,5 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt.

Bush kündigte weiter an, dass die Opfer Debitkarten in Höhe von 2000 Dollar für Kleidung und anderen Bedarf erhalten würden. Die Karten sollten zunächst in den größeren Evakuierungszentren wie dem Astrodome in Houston verteilt werden.

 

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